Gnaeus Marcius Coriolanus

Gnaeus Marcius Coriolanus (auch Gaius Marcius Coriolanus oder kurz Coriolan; * vor 527 v. Chr.; † um 488 v. Chr. in Antium) war der Sage nach ein römischer Held und Feldherr, dessen Stolz, Unverstand und Starrsinn zu Auseinandersetzungen mit den Plebejern führten. Er wurde aus Rom verbannt und führte daraufhin einen Krieg gegen seine eigene Heimatstadt, den er erst auf Bitten seiner Mutter abbrach.

Shakespeare lieferte mit seiner Tragödie Coriolanus die bekannteste Bearbeitung der Legende.

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Europa

489 v. Chr.

Westliches Mittelmeer:
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Der vor zwei Jahren exilierte Kriegsheld Gnaeus Marcius Coriolanus beginnt an der Spitze der Volsker einen Krieg gegen die Römische Republik und seine Heimatstadt Rom.

Geboren & Gestorben

488 v. Chr.

Gestorben:
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um 488 v. Chr.: Gnaeus Marcius Coriolanus, legendärer römischer Kriegsheld

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1852

Werk:
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Coriolan vor Rom, durch die Thränen seiner Mutter überwunden (Ferdinand Pauwels)

Verwendung der Figur

1966

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zeigte Günter Grass’ Stück Die Plebejer proben den Aufstand einen fiktiven Brecht, der während des 1953er Arbeiteraufstands den Coriolan inszeniert, dort die Position der Plebejer stärkt, aber die protestierenden Arbeiter um ihn herum nicht als Äquivalent der Plebejer begreifen will, sondern den Aufstand nur als Quelle seiner Inspiration betrachtet und eigenes Eingreifen in die aktuelle politische Situation ausschließt.

1964

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war eine freie Adaption des Stoffs Grundlage für den italienischen Sandalenfilm Coriolano: eroe senza patria (in Deutschland unter dem Titel Der Tribun von Rom veröffentlicht), in dem Gordon Scott den Coriolanus verkörperte.

1956

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bringt Nordmende, deren Geräte vielfach den Namen einer Titelfigur aus der Musikliteratur tragen, einen Rundfunkempfänger mit der Modellbezeichnung Coriolan 57 3D heraus.

1931

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begann der Literaturnobelpreisträger T. S. Eliot den Stoff in seinem Gedicht Coriolan zu verarbeiten. Das Werk blieb jedoch unvollendet.

1903

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modellierte der Bildhauer Wilhelm Wandschneider eine Idealgestalt, die er CORIOLAN nannte. Die etwas überlebensgroße Bronzestatue erhielt auf der Weltausstellung 1904 in St. Louis (Louisiana Purchase Exposition) eine Goldene Medaille und fand später ihren Platz am Plauer See im Ortsteil Seelust der Stadt Plau am See, wo sie noch erhalten ist. Verkleinerungen in Bronze von 39 und 80? cm sind bekannt.

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