Gnaeus Octavius (Konsul 165 v. Chr.)

Gnaeus Octavius († 162 v. Chr. in Laodikeia in Syrien) war ein römischer Politiker des 2. Jahrhunderts v. Chr.

Der Sohn des gleichnamigen Prätors von 205 v. Chr. war 172 v. Chr. kurulischer Ädil und 169 Gesandter nach Griechenland. Außerdem wurde er in das Priesterkollegium der Decemviri Sacris Faciundis aufgenommen. Als Prätor kommandierte er im Jahr 168 v. Chr. Flotteneinheiten im Dritten Makedonischen Krieg und nahm den makedonischen König Perseus auf der Insel Samothrake gefangen. 167 blieb er zunächst noch als Proprätor im Osten und kehrte dann nach Rom zurück, um am 1. Dezember des Jahres einen Triumphzug (triumphus navalis) zu feiern. Als Monument seines Sieges erbaute er eine reich geschmückte Säulenhalle am Circus Flaminius (Porticus Octavia, nach den dort vielleicht zum ersten Mal in Rom verwendeten korinthischen Säulen auch porticus Corinthia genannt). 165 v. Chr. wurde er als erster seiner Familie, also als Homo novus, Konsul. Auf einer Gesandtschaft in den Osten des Mittelmeerraums wurde er 162 v. Chr. in Laodikeia in Syrien umgebracht.

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Ereignisse

162 v. Chr.

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Der römische Gesandte im Seleukidenreich, Gnaeus Octavius, wird ermordet. Demetrios I. flieht aus seiner Geiselhaft in Rom, ermordet seinen minderjährigen Neffen Antiochos V. und dessen Regenten Lysias und macht sich selbst zum Herrscher im Seleukidenreich. Die Anerkennung des Römischen Reichs wird ihm allerdings verweigert, obwohl er sowohl den Mörder des Oktavius als auch den makedonischen Rebellen Andriskos an die Römer ausliefert.

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