Goldene Horde

Das Reich der Goldenen Horde im Jahr 1389
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Goldene Horde (mongolischАлтан Орд/Altan Ord; tatarischАлтын Урда/Altın Urda;russischЗолотая Орда/Solotaja Orda) ist die Bezeichnung eines mittelalterlichen mongolischen Khanates, das sich von Osteuropa bis nach Westsibirien erstreckte. Das Reich der Goldenen Horde gehörte zu den spätmittelalterlichen Großmächten des östlichen Europas. Nach dem Mongolensturm von 1237 bis 1240 bis ins 14. Jahrhundert trat es hier als dominierende Macht auf. Es war bis um 1360 straff organisiert, zerfiel dann aber aufgrund interner Auseinandersetzungen um das Erbe der 1360 erloschenen Linien der Gründerkhane Batu und Berke in mehrere Teilreiche.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Dmitri Donskoi stirbt. Dmitri Iwanowitsch Donskoi war von 1359 bis 1389 Großfürst von Moskau und Wladimir. Aufgrund seines 1380 errungenen Sieges über die Goldene Horde in der Schlacht auf dem Schnepfenfeld nahe dem Don, gilt er in Russland heute noch als Nationalheld und wurde von der Russisch-Orthodoxen Kirche sogar heiliggesprochen. Von diesem Sieg leitet sich auch sein Beiname Donskoi („der vom Don“) ab.
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Geboren: Dmitri Donskoi wird geboren. Dmitri Iwanowitsch Donskoi war von 1359 bis 1389 Großfürst von Moskau und Wladimir. Aufgrund seines 1380 errungenen Sieges über die Goldene Horde in der Schlacht auf dem Schnepfenfeld nahe dem Don, gilt er in Russland heute noch als Nationalheld und wurde von der Russisch-Orthodoxen Kirche sogar heiliggesprochen. Von diesem Sieg leitet sich auch sein Beiname Donskoi („der vom Don“) ab.

1342

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Gestorben: Muhammed Usbek Khan, Khan der Goldenen Horde (* 1282)

1341

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Gestorben: Iwan I. (Russland) stirbt ebd.. Iwan I. Danilowitsch (russisch: Иван I Данилович), auch Kalita (russisch: Калита), war seit 1325 Fürst von Moskau, der durch die Verlegung des Metropolitensitzes nach Moskau 1326 und durch den Sieg über seinen Rivalen Alexander von Twer 1328 zum Großfürsten von Wladimir ernannt und auch zum ersten Großfürsten von Moskau, allerdings unter der Herrschaft der Goldenen Horde, erhoben wurde. Sein Beiname Kalita bedeutet Geldbeutel, Geldsack beziehungsweise der Sparsame.
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Gestorben: Juri I. Daniilowitsch stirbt. Juri I. Daniilowitsch (russisch Юрий (Георгий) Даниилович), wiss. Transliteration Jurij (Georgij) Daniilovič aus dem Geschlecht der Rurikiden war Fürst von Moskau (1303–1325) und in Konkurrenz zu Michael und Dimitri von Twer als Juri III. Großfürst von Wladimir (1318–1322). Er war als Sohn des Daniil von Moskau (eines Sohnes von Alexander Newski) auch Bruder Iwan Kalitas’ und eine schillernde Gestalt der Tatarenzeit.

Mongolensturm

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In der Schlacht bei Wahlstatt (Schlacht bei Liegnitz) unterliegt ein deutsch-polnisches Ritterheer (verstärkt durch Ordensritter) den Mongolen.

1241

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Einfall der Mongolen in Siebenbürgen, Zerstörung von Hermannstadt

Russland

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In der Goldenen Horde werden die letzten Konkurrenten Moskaus aus der Twerer Fürstenfamilie gewaltsam beseitigt. Usbek Khan lässt Fürst Alexander Michailowitsch und dessen Sohn Fjodor hinrichten.

Natur & Umwelt

1345

Katastrophen:
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Die Genuesen werden im Hafen von Kaffa (heute: Feodossija) auf der Krim durch die Truppen der Tataren unter Dschani Beg, dem Khan der Goldenen Horde belagert. Die Einheiten werden von der Pest befallen. Man wirft die Toten mittels Katapulten über die Stadtmauer und rottet so die Bevölkerung aus. Von dort aus soll die Pest mit den Handelsschiffen nach Italien gelangt sein.

Europa

Osteuropa:
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Der Emir Edigü erscheint mit einem großen tatarischen Aufgebot vor Moskau. Seinem Verwüstungsfeldzug durch das Großfürstentum Moskau fallen nahezu alle Städte zum Opfer. Wirren in der Goldenen Horde bewahren Moskau vor dem gleichen Schicksal. Edigü erpresst ein Lösegeld von 3000 Rubel und bricht die Belagerung am 20. Dezember ab.

1341

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Der Moskauer Fürst Simeon kehrt aus der Goldenen Horde zurück und besteigt den großfürstlichen Thron in Wladimir als Nachfolger von Iwan I..

Politik & Weltgeschehen

Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
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Das so genannte Stehen am Fluss Ugra zwischen dem russischen Heer Iwans III. und der Goldenen Horde beginnt. Diese militärische Auseinandersetzung dauert bis zum 11. November und endet schließlich kampflos. (8. Oktober)
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bis 11. November: Iwan III., Herrscher des Großfürstentums Moskau, befreit Russland im Großen Gegenüberstehen an der Ugra von der Herrschaft der Goldenen Horde.

1357

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Ende der Oberhoheit der Fürsten der Blauen Horde über die Goldene Horde

Asien

1502

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Die Krimtataren besiegen unter Mengli Giray den letzten Khan, den Anführer der Goldenen Horde, Saih Ahmed (Juni 1502).

1267

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Möngke Timur wird nach dem Tod seines Großonkels Berke zum Khan der Goldenen Horde.

1263

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Der Sieg der Goldenen Horde unter Berke Khan in der Schlacht am Terek bringt diesem keinen langfristigen Vorteil im innermongolischen Krieg gegen das persische Reich der Ilchane unter Hülegü.

1262

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Zwischen den beiden Mongolenreichen der Goldenen Horde unter Berke Khan und dem persischen Ilchanat unter Hülegü kommt es zum Krieg.

1257

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Nach seiner Rückkehr aus Karakorum in die Hauptstadt Sarai stirbt Sartaq Khan, Khan der Goldenen und der Blauen Horde an einem „Magenleiden“, vermutlich wird er ermordet. Sein Nachfolger, der zehnjährige Ulaqchi Khan, wird nach kurzer Zeit ebenfalls abgesetzt oder umgebracht. Berke wird daraufhin Khan der beiden Horden.

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