Gottfried Kolditz

Gottfried Kolditz (* 14. Dezember 1922 in Altenbach, Amtshauptmannschaft Grimma; † 15. Juni 1982 in Dubrovnik, SR Kroatien, Jugoslawien) war ein DEFA-Spielfilm regisseur und -drehbuchautor. Er war mit fast 20 Kinofilmen einer der produktivsten und am kontinuierlichsten arbeitenden DEFA-Regisseure der 1960er- und 1970er-Jahre. Viele seiner Filme waren große Publikumserfolge in der DDR.



Leben




Als Sohn eines Landarbeiters in Altenbach geboren, studierte Kolditz 1945–1949 in Leipzig Germanistik, und von 1947 bis 1949 an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig Schauspiel und Regie. Anfang der 50er Jahre promovierte Kolditz in Leipzig bei Theodor Frings. Parallel hatte er bereits als Schauspieler und Regisseur an verschiedenen Theatern zu arbeiten begonnen - in Leipzig, Dresden, Rostock und Karl-Marx-Stadt, wo er zuletzt Oberspielleiter war.Im Jahr 1955 ging er als musikalischer Berater für die Musikfilme Zar und Zimmermann und Mazurka der Liebe zur DEFA.Im Jahr 1958 drehte er für die Filmreihe Das Stacheltier seinen ersten Spielfilm Der junge Engländer nach Wilhelm Hauff mit Jean Soubeyran, der sich stilistisch an den Expressionismus anlehnte. In den folgenden zwei Jahrzehnten arbeitete Kolditz, der als experimentierfreudig galt, in den verschiedensten Genres: er drehte Märchenfilme, Komödien, Musicals und Science-fiction-Filme. Mit Signale – Ein Weltraumabenteuer versuchte er, sich technisch an Stanley Kubricks2001: Odyssee im Weltraum anzulehnen. Der Film wurde in Paris für seine Tricksequenzen ausgezeichnet.Ende der 1960er-Jahre hatte Kolditz auch begonnen, die Drehbücher zu seinen Filmen zu schreiben. Von ihm stammte bereits unter dem Pseudonym Lothar Koch die Idee zu der Heinz Erhardt-Komödie Drillinge an Bord.Am nachhaltigsten jedoch war sein Name mit den in der DDR sehr populären DEFA-Indianerfilmen mit dem jugoslawischen Schauspieler Gojko Mitić in der Hauptrolle verbunden, von denen er drei inszenierte. Ursprünglich als – auch ideologische - Antwort auf die Karl-May-Filme konzipiert, entwickelten sie sich zu einem eigenen Genre in der DDR. Kolditz starb unmittelbar vor Drehbeginn eines neuen Indianerfilms, während er einen Piratenzweiteiler als deutsch-deutsche Koproduktion vorbereitete....

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Gottfried Kolditz stirbt in Dubrovnik , SR Kroatien, Jugoslawien. Gottfried Kolditz war ein DEFA-Spielfilm regisseur und -drehbuchautor. Er war mit fast 20 Kinofilmen einer der produktivsten und am kontinuierlichsten arbeitenden DEFA-Regisseure der 1960er- und 1970er-Jahre. Viele seiner Filme waren große Publikumserfolge in der DDR.
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Geboren: Gottfried Kolditz wird in Altenbach, Amtshauptmannschaft Grimma geboren. Gottfried Kolditz war ein DEFA-Spielfilm regisseur und -drehbuchautor. Er war mit fast 20 Kinofilmen einer der produktivsten und am kontinuierlichsten arbeitenden DEFA-Regisseure der 1960er- und 1970er-Jahre. Viele seiner Filme waren große Publikumserfolge in der DDR.

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Gottfried Kolditz starb im Alter von 59 Jahren. Gottfried Kolditz wäre heute 94 Jahre alt. Gottfried Kolditz war im Sternzeichen Schütze geboren.

Rundfunk, Film & Fernsehen

1983

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Film: Der Scout ist ein vom DEFA-Studio für Spielfilme, Künstlerische Arbeitsgruppe (KAG) „Johannisthal“, in Zusammenarbeit mit Mongolkino Ulan-Bator produzierter Indianerfilm von Regisseur Konrad Petzold.

Stab:
Regie: Konrad Petzold Dshamjangijn Buntar
Drehbuch: Gottfried Kolditz
Musik: Karl-Ernst Sasse
Kamera: Otto Hanisch Geserdshawijn Masch
Schnitt: Brigitte Krex

Besetzung: Gojko Mitić, Nazagdordshijn Batzezeg, Klaus Manchen, Milan Beli, Giso Weißbach, Jürgen Heinrich, Uwe Jellinek, Roland Seidler, Hartmut Beer, Manfred Zetzsche, Werner Kanitz, Helmut Schreiber, Luwsan-Osorijn Njamsüren

1979

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Filme: Addio, piccola mia (Darsteller)

1979

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Filme: Das Ding im Schloß (Regie, Drehbuch)

1976

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Film: Im Staub der Sterne ist ein Science-Fiction-Film, den die Künstlerische Arbeitsgruppe futurum der DEFA unter der Regie von Gottfried Kolditz produzierte. Der Film hatte offiziell während der Sommerfilmtage am 1. Juli 1976 Premiere.

Stab:
Regie: Gottfried Kolditz
Drehbuch: Joachim Hellwig
Produktion: Helmut Klein
Musik: Karl-Ernst Sasse
Kamera: Peter Süring
Schnitt: Christa Helwig

Besetzung: Jana Brejchová, Alfred Struwe, Ekkehard Schall, Milan Beli, Sylvia Popovici, Violeta Andrei, Leon Niemczyk, Regine Heintze, Ștefan Mihăilescu-Brăila

1974

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Film: Ulzana ist ein Defa-Indianerfilm des Filmregisseurs Gottfried Kolditz aus dem Jahr 1974. Der Film wurde von der Defa Gruppe „Roter Kreis“ produziert.

Stab:
Regie: Gottfried Kolditz
Drehbuch: Gottfried KolditzGojko Mitić
Produktion: Dorothea Hildebrandt
Musik: Karl-Ernst Sasse
Kamera: Helmut Bergmann
Schnitt: Christa Helwig

Besetzung: Gojko Mitić, Renate Blume, Colea Răutu, Dorel Iacobescu, Rolf Hoppe, Amza Pellea, Alfred Struwe, Klaus Gehrke, Holger Eckert, Walter Wickenhauser, Gerhard Rachold, Fred Delmare, Paul Berndt, Hannjo Hasse, Wilfried Zander, Hans-Uwe Wardeck, Fritz Mohr, Dino Gherasim, Mircea Breazu, Mihai Balas, Sefan Alexandrescu, Siegfried Bartschat, Eugen Albert, Jimmy Constantinescu, Virgil Anreiscu, Werner Dissel

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