Gotthardbahn

Die Gotthardbahn ist die 1882 von der Gotthardbahn-Gesellschaft fertiggestellte, seit 1909 von den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) betriebene, 206 Kilometer lange Bahnstrecke Immensee–Chiasso, die Teil der Nord–Süd-Verbindungen BaselLuzernMailand und Zürich–Mailand ist. Das Kernstück der ursprünglichen Streckenführung bildet die durch die Alpentäler ansteigende Gebirgsbahn ErstfeldBiasca/Lugano mit dem Gotthardtunnel, der als 15 Kilometer langer Scheiteltunnel unter der Spitze des Gotthardmassivs hindurch führt. Die Strecke weist auf den beiden Rampen Steigungen bis zu 28 Promille auf. Diese Maximalsteigung war durch die Technik der damals verfügbaren Dampflokomotiven bedingt. Neben einem zweigleisigen Ausbau erfolgte im 20. Jahrhundert die Elektrifizierung der meisten Streckenabschnitte.

Der Nord–Süd-Verkehr auf diesem zentralen Abschnitt des Schweizer Eisenbahnnetzes wurde im Dezember 2016 durch den neuen Gotthard-Basistunnel der Neuen-Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) übernommen, der nur noch Steigungen unter 7 Promille aufweist (Flachbahn). Der Gebirgsbahnabschnitt mit den Stationen Göschenen und Airolo bleibt auch nach der Eröffnung des Basistunnels als Reserveweg erhalten; er dient hauptsächlich der Erschliessung der Region sowie touristischen Zwecken.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Emil Welti stirbt in Bern. Friedrich Emil Welti, war ein Schweizer Politiker, Rechtsanwalt und Richter. Von 1856 bis 1866 gehörte er der Regierung des Kantons Aargau an, ab 1857 auch dem Ständerat. 1867 wurde er als Vertreter der liberal-radikalen Fraktion (der heutigen FDP) in den Bundesrat gewählt. Welti zählte zu den einflussreichsten Schweizer Politikern dieser Epoche. Er vereinheitlichte die Armee, gestaltete die totalrevidierte Bundesverfassung von 1874 massgeblich mit und verhalf der Gotthardbahn auf politischer Ebene zum Durchbruch. Nach der gescheiterten Verstaatlichung der wichtigsten Privatbahnen trat er 1891 zurück. Insgesamt war er sechsmal Bundespräsident, was neben ihm nur Karl Schenk gelang.
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Gestorben: Alfred Escher stirbt in Zürich/Enge. Johann Heinrich Alfred Escher vom Glas, genannt Alfred Escher war ein Schweizer Politiker, Wirtschaftsführer und Eisenbahnunternehmer. Durch seine zahlreichen politischen Ämter und seine Gründungs- und Führungstätigkeit bei der Schweizerischen Nordostbahn, dem Eidgenössischen Polytechnikum, der Schweizerischen Kreditanstalt, der Schweizerischen Lebensversicherungs- und Rentenanstalt sowie der Gotthardbahn nahm Escher wie kein anderer Einfluss auf die politische und wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz im 19. Jahrhundert.
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Gestorben: Joachim Heer stirbt in Bern. Joachim Heer war ein Schweizer Politiker. 24 Jahre lang gehörte er der Regierung des Kantons Glarus an, davon 18 Jahre als Landammann. Ebenfalls 18 Jahre lang vertrat er seinen Kanton im Nationalrat. 1875 wurde er als Vertreter der liberal-radikalen Fraktion (der heutigen FDP) in den Bundesrat gewählt. 1877 war er Bundespräsident. Sein grösster Erfolg war die Rettung der im Bau befindlichen Gotthardbahn vor dem finanziellen Kollaps.
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Geboren: Joachim Heer wird in Glarus geboren. Joachim Heer war ein Schweizer Politiker. 24 Jahre lang gehörte er der Regierung des Kantons Glarus an, davon 18 Jahre als Landammann. Ebenfalls 18 Jahre lang vertrat er seinen Kanton im Nationalrat. 1875 wurde er als Vertreter der liberal-radikalen Fraktion (der heutigen FDP) in den Bundesrat gewählt. 1877 war er Bundespräsident. Sein grösster Erfolg war die Rettung der im Bau befindlichen Gotthardbahn vor dem finanziellen Kollaps.
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Geboren: Emil Welti wird in Zurzach geboren. Friedrich Emil Welti, war ein Schweizer Politiker, Rechtsanwalt und Richter. Von 1856 bis 1866 gehörte er der Regierung des Kantons Aargau an, ab 1857 auch dem Ständerat. 1867 wurde er als Vertreter der liberal-radikalen Fraktion (der heutigen FDP) in den Bundesrat gewählt. Welti zählte zu den einflussreichsten Schweizer Politikern dieser Epoche. Er vereinheitlichte die Armee, gestaltete die totalrevidierte Bundesverfassung von 1874 massgeblich mit und verhalf der Gotthardbahn auf politischer Ebene zum Durchbruch. Nach der gescheiterten Verstaatlichung der wichtigsten Privatbahnen trat er 1891 zurück. Insgesamt war er sechsmal Bundespräsident, was neben ihm nur Karl Schenk gelang.

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1870

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Gründung: Die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) ist ein schweizerisch konzessioniertes Unternehmen, welches Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee betreibt. Die SGV ist die grösste Binnenreederei der Schweiz und verfügt über einen eigenen Schiffbaubetrieb. Sitz der Aktiengesellschaft ist Luzern. Ihr Ursprung lässt sich auf das Jahr 1836 zurückführen, als die erste Dampfschiffgesellschaft des Vierwaldstättersees gegründet wurde. 1870 fusionierte diese Gesellschaft mit später gegründeten Konkurrenzgesellschaften zum heutigen Unternehmen. Während der Transitverkehr von Personen und Waren zum Gotthardpass ursprünglicher Anlass der Gründung einer Dampfschiffgesellschaft war, gewann der touristische Verkehr auf dem See in den folgenden Jahrzehnten immer stärker an Bedeutung und stellt seit Eröffnung der Gotthardbahn 1882 den ganz überwiegenden Anteil. Die SGV betreibt heute eine Flotte von fünf historischen Raddampfern und 16 Motorschiffen und ist in das Tarifsystem des öffentlichen Personenverkehrs in der Schweiz eingebunden.

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Die Gotthardbahn nimmt den durchgehenden Verkehr zwischen Immensee und Chiasso auf.

Geschichte

1920

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Aufnahme des elektrischen Betriebes auf der Gotthardbahn. Die Elektrifizierung dieser Strecke drängte sich auf, damit die Schweiz während Krisenzeiten weniger von Kohlenimporten aus den Nachbarländern abhängig wurde. (Elektrolokomotive)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1932

Werk > Einzelausgabe:
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1882–. Hörspiel zum Jubiläum der Gotthardbahn, Bern (Cäsar von Arx)

1924

Werk:
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Robert Gerwig und die Gotthardbahn (Albert Kuntzemüller)

"Gotthardbahn" in den Nachrichten