Gründerzeit

Als Gründerzeit wird im weiteren Sinne eine Phase der Wirtschaftsgeschichte im Deutschen Reich und in Österreich-Ungarn des späten 19. Jahrhunderts bezeichnet, die mit der breiten Industrialisierung einsetzte und bis zum „Gründerkrach“ (großer Börsenkrach von 1873) andauerte. Im engeren Sinn werden als Gründerjahre die ersten Jahre nach der Gründung des Deutschen Kaiserreichs (1871) bezeichnet, als dieses nicht zuletzt durch die französischen Reparationszahlungen einen vorher nicht gekannten Boom erlebte. Im kulturellen und z. B. architektonischen Verständnis wird die Dauer der Gründerzeit teilweise für die gesamte Phase der Hochindustrialisierung in Deutschland von 1870 bis 1914 ausgedehnt. Das Wort „Gründer“ hatte in dieser Zeit einen etwas negativen Klang, weil von den zahlreichen neugegründeten Aktiengesellschaften nicht wenige spekulativen Charakter hatten.

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Beispiele

1873

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Am 9. Mai (Schwarzer Freitag) platzt die Blase der deutschen Gründerzeit: Gründerkrise. (Spekulationsblase)

Geboren & Gestorben

1927

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Gestorben: Hugo Slevogt stirbt in Karlsruhe. Hugo Slevogt war einer der bedeutendsten Karlsruher Architekten der Gründerzeit.
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Gestorben: Ferdinand Keller (Maler) stirbt in Baden-Baden. Ferdinand Keller, auch Ferdinand von Keller war ein Historienmaler der Gründerzeit.
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Gestorben: Richard Wolffenstein (Architekt) stirbt in Berlin. Richard Wolffenstein war ein deutscher Architekt der Gründerzeit.
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Gestorben: Emil Possehl stirbt in Lübeck. Emil Possehl war ein Lübecker Kaufmann, Unternehmer und Mäzen der Gründerzeit und des frühen 20. Jahrhunderts.
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Gestorben: Karl Albert Gollwitzer stirbt in Augsburg. Karl Albert Gollwitzer war ein deutscher Architekt, Bauunternehmer und Bauingenieur der Gründerzeit.

Wirtschaft

1871

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Beginn einer wirtschaftlichen Blütezeit in Deutschland und Österreich: Die Gründerjahre

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1984

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Kultur und Sehenswürdigkeiten > Bauwerke > Bad Soden: Von den Cafés und Restaurants im Bad Sodener Kurbezirk ist das "Alte Kurhaus", ein Gründerzeitbau von 1886, das älteste. Im Kurpark ist der am 25. September 1928 ausgetretene König-Heinrich-Sprudel, der seither zweimal nachgebohrt wurde , zugänglich, eine der eisenhaltigsten Quellen Deutschlands. Das nicht trinkbare Wasser (ein Liter enthält ca. 90 Gramm Salz) wird ausschließlich zu Solebädern eingesetzt. Das kleine Gradierwerk im Kurpark stammt von 2006; ein historisches Schwarzdorn-Gradierwerk zur Konzentration und Reinigung der Sole vor dem Siedeprozess hat es in Bad Soden, wo immer nur die ältere Kastengradiertechnik angewandt wurde, nie gegeben. (Bad Soden-Salmünster)

1974

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Kultur und Sehenswürdigkeiten > Bauwerke > Bad Soden: Von den Cafés und Restaurants im Bad Sodener Kurbezirk ist das "Alte Kurhaus", ein Gründerzeitbau von 1886, das älteste. Im Kurpark ist der am 25. September 1928 ausgetretene König-Heinrich-Sprudel, der seither zweimal nachgebohrt wurde , zugänglich, eine der eisenhaltigsten Quellen Deutschlands. Das nicht trinkbare Wasser (ein Liter enthält ca. 90 Gramm Salz) wird ausschließlich zu Solebädern eingesetzt. Das kleine Gradierwerk im Kurpark stammt von 2006; ein historisches Schwarzdorn-Gradierwerk zur Konzentration und Reinigung der Sole vor dem Siedeprozess hat es in Bad Soden, wo immer nur die ältere Kastengradiertechnik angewandt wurde, nie gegeben. (Bad Soden-Salmünster)

1899

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Kultur und Sehenswürdigkeiten > Bauwerke: Gründerzeitgebäude: Postamt in der August-Bebel-Straße, Speicher im Mönchhof (Ende 19. Jh.), Schule in der Kleinen Alleestraße , Gebäude der ehem. Malzfabrik (1893–1898) (Grevesmühlen)

1865

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Kultur und Sehenswürdigkeiten > Bauwerke > Bauwerke der Gründerzeit: der Bahnhof ist ein typischer Gründerzeit-Bau; die erste Zugankunft war am 10. Oktober (Stadtoldendorf)

"Gründerzeit" in den Nachrichten