Grabenwahlsystem

Das Grabenwahlsystem ist ein Wahlsystem, bei dem mehrere Wahlverfahren nebeneinander und ohne Verrechnung miteinander angewandt werden (Parallelwahl ohne Ausgleich, daher im Englischen parallel voting genannt). Meistens wird beim Grabenwahlsystem ein Teil der Sitze in Einpersonenwahlkreisen vergeben und der andere nach dem Prinzip des Verhältniswahlrechts. Dabei müssen nicht notwendigerweise zwei Stimmen abgegeben werden, entscheidend ist lediglich, dass es zwei völlig getrennte Sitzzuteilungsverfahren gibt.

Der Begriff kommt daher, dass beim Grabenwahlsystem (anders als beim heutigen bundesdeutschen Wahlsystem) die Direktmandate nicht auf die Listenmandate angerechnet werden. Zwischen beiden Arten, ins Parlament zu kommen, besteht so gesehen ein Graben.

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Europa

1992

Anwendung > Europa:
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und 1995 in Kroatien für die Wahl des Abgeordnetenhauses

1990

Anwendung > Europa:
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und 2009 in Bulgarien

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