Grabeskirche

Eingang der Grabeskirche, Foto um 1900
Bild: Unknownwikidata:Q4233718
Lizenz: PD 1923

Koordinaten:31° 46′ 43″ N, 35° 13′ 46″ O

Als Grabeskirche oder Kirche vom heiligen Grab wird die Kirche in der Altstadt Jerusalems bezeichnet, die sich an der überlieferten Stelle der Kreuzigung und des Grabes Jesu befindet. Die Grabeskirche zählt zu den größten Heiligtümern des Christentums.



Geschichte




Nach dem Zeugnis mehrerer spätantiker Schriftsteller des 4. Jahrhunderts wurden 325 im Gefolge eines Besuchs von Helena, der Mutter des Kaisers Konstantin, in Jerusalem die Stätten von Tod und Auferstehung Jesu Christi unter einem römischen Tempel der Venus aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. aufgefunden. Dies führte zu einer Verbreitung von Kreuzreliquien und einem Wiederaufleben der Verehrung des Grabes, die durch den Bau des darüberliegenden Tempels eigentlich hatte unterbunden werden sollen.Die Lokalisierung der Grabeskirche als Ort der Kreuzigung Jesu und einiger Ostererscheinungen gilt als durchaus berechtigt. Für diese Annahme sprechen neben der langen Überlieferung und Tradition auch historische und archäologische Hinweise sowie die Tatsache, dass jenes Gebiet zur Zeit Jesu außerhalb der damaligen Stadtmauern, aber bereits zur Zeit Konstantins im Stadtgebiet lag. Wie mehrere Gräber und Grabnischen auf dem Gebiet der Kirche belegen (derzeit sind sieben weitere Gräber bekannt), wurden hier um die Zeitenwende tatsächlich Begräbnisse durchgeführt.Bereits für den Bau des Venustempels dürfte ein Teil des ursprünglichen Felsens entfernt worden sein. Dabei wurde das Grab wiederentdeckt:...

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Religion

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In Jerusalem wird die Grabeskirche eingeweiht, die sich an der angeblichen Stelle der Kreuzigung und des Grabes von Jesus von Nazareth (Jesus Christus) befindet.

Asien

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Der Fatimiden-Kalif Al-Hakim lässt nach der Eroberung von Jerusalem die christliche Grabeskirche niederreißen.

630 n. Chr.

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21. März: Der byzantinische Kaiser Herakleios zieht triumphierend in Jerusalem ein und bringt die im Jahre 614 von den Persern erbeutete Kreuzreliquie in die Grabeskirche zurück.

614 n. Chr.

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Mai: Römisch-Persische Kriege: Beginn der Besetzung Jerusalems durch die Perser, die das angebliche Kreuz Christi nach Ktesiphon verschleppen. Zahlreiche Christen werden getötet, ebenso werden mehrere Kirchen der Stadt, wie die Grabeskirche, die Basilika Hagia Sion und die Kirche St. Maria an der Stelle der späteren al-Aqsa-Moschee, zerstört. Die Fortführung des Kreuzes hinterlässt eine deutliche Schockwirkung auf die Christen.

Islamische Expansion

638 n. Chr.

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Februar: Kalif Umar ibn al-Chattab zieht in das eroberte Jerusalem ein. Damit fällt das Heilige Grab in die Hände der Araber. Die meisten syrischen und palästinensischen Stützpunkte von Byzanz fallen in diesem Jahr an die Araber, lediglich Caesarea Maritima kann sich dank der Flotte zwei weitere Jahre halten.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1996

Werk:
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Jerusalem - Grabeskirche , Entwurf des Goldenen Lichtkreuz auf der Kuppel über Golgota (Paul Nagel)

Rundfunk, Film & Fernsehen

2010

Film:
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Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen, Dokumentarfilm von Hajo Schomerus

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