Gravamina der deutschen Nation

Die Gravamina der deutschen Nation (lat. Gravamina nationis germanicae), häufig auch mit dem Zusatz wider den päpstlichen Hof, waren spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Beschwerden aus dem deutschsprachigen Raum gegen den Papst und die Kurie in Rom. Sie hatten erhebliche Bedeutung für die Schaffung einer antipäpstlichen Stimmung, an die Martin Luther und die Reformatoren anknüpfen konnten. Die Gravaminabewegung hatte erheblichen Einfluss auf die Entstehung eines deutschen Selbstverständnisses als einer Vorform des Nationalbewusstseins.

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Antike

1518

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Heiliges Römisches Reich: Juni bis Oktober: Der Reichstag zu Augsburg befasst sich mit der Thronfolge des vermutlich an Darmkrebs erkrankten Kaisers Maximilian I im Heiligen Römischen Reich. Er möchte die Nachfolge im Sinne seines Enkels Karl I. von Spanien regeln, was am Reichstag aber verweigert wird. Auch Kreuzzugspläne von Papst Leo X. und Kaiser gegen das Osmanische Reich scheitern. Die Reichsstände begründen ihre Ablehnung mit der Gravamina der deutschen Nation. Ludwig V. von der Pfalz gelingt es, die Aufhebung der noch unter seinem Vater Philipp im Landshuter Erbfolgekrieg verhängten Reichsacht gegen die Kurpfalz durchzusetzen.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1520

Werk:
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Gravamina (Jakob Wimpfeling)

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