Gregor XVI.

Gregor XVI.
Bild:
Lizenz: CC-PD-Mark

Gregor XVI. (* 18. September 1765 in Belluno, Republik Venedig; † 1. Juni 1846 in Rom; bürgerlicher Name: Bartolomeo Alberto Cappellari) war von 1831 bis zu seinem Tod Papst. Er ist der bislang letzte Papst, der zum Zeitpunkt seiner Wahl zwar Kardinal, aber kein Bischof war. Zudem war er bis zur Wahl von Papst Franziskus im Jahre 2013 der letzte Ordensangehörige und ist bis heute der letzte Mönch, der zum Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt wurde.



Leben




Bartolomeo Cappellari, Sohn eines Notars, trat 1783 als Fra Mauro in den Orden der Kamaldulenser ein, als Mönch des Klosters San Michele di Murano in der Lagune von Venedig. Er studierte Philosophie, Theologie und Kirchenrecht; 1787 folgte die Priesterweihe und 1790 wurde er Lesemeister des Ordens. 1795 ging Cappellari nach Rom. 1805 wurde der Priester Fra Mauro zum Abt des Klosters San Gregorio auf dem Monte Celio in Rom gewählt.Zwischen 1809 und 1814, während der Besetzung Italiens durch napoleonische Truppen und der von Napoleon befohlenen Auflösung der Orden, arbeitete er als Laienlehrer auf Murano und in Padua. 1814, nachdem Napoleons Einfluss in Italien beendet worden war, kehrte er in das Kloster San Gregorio in Rom zurück. 1818 wurde er zum Generalprokurator und 1823 zum General seines Ordens gewählt. Im März 1825 ernannte ihn Leo XII. zum Kardinal und im Folgejahr zum Präfekten der Kongregation de Propaganda Fide.Am 2. Februar 1831 wurde er überraschend nach einem 54 Tage währenden Konklave zum Nachfolger des am 30. November 1830 verstorbenen Pius VIII. gewählt. Nach seiner Bischofsweihe vom 3. Februar in St. Peter wurde er am 6. Februar gekrönt.Gregor XVI. spielte eine wichtige Rolle bei der Neufindung des kirchlichen Selbstverständnisses, nachdem die Kirche die Stürme der französischen Revolution mit dem Umsturz beinahe aller Verhältnisse überstanden hatte. Das Erstarken des Geistlichen kann als Folge der Zurückdrängung des weltlichen Einflusses der Kirche und als Folge insbesondere der Säkularisationen (Enteignungen) verstanden werden. Gregor XVI. hat an der Durchsetzung der neuen Spiritualität in den Verhältnissen zu den europäischen Staaten wesentlichen Anteil. In Preußen etwa unterstützte er den Kölner Erzbischof Clemens August Freiherrn Droste zu Vischering (1773–1845) in der Durchführung der kirchlichen Selbstverwaltung. Die Biographie über Droste zu Vischering von Markus von Hänsel-Hohenhausen (1991) ist die jüngste Darstellung zur Regierungszeit Gregor XVI., der mit seiner Allokution gegen die preußische Regierung den modernen Anspruch der Kirche auf Unabhängigkeit in spiritualibus verkündete. Auch die Berufung von Johann Nepomuk von Tschiderer zum Bischof von Trient macht seine Förderung der geistlichen Erneuerung deutlich....

mehr zu "Gregor XVI." in der Wikipedia: Gregor XVI.

Geboren & Gestorben

thumbnail
Gestorben: Gregor XVI. stirbt in Rom. Gregor XVI. war von 1831 bis zu seinem Tod Papst. Er ist der bislang letzte Papst, der zum Zeitpunkt seiner Wahl zwar Kardinal, aber kein Bischof war. Erst seit 1962 empfangen Kardinäle regelmäßig die Bischofsweihe, sofern sie noch nicht Bischöfe waren. Zudem war er bis zur Wahl von Papst Franziskus im Jahre 2013 der letzte Ordensangehörige, der zum Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt wurde.
thumbnail
Geboren: Gregor XVI. wird in Belluno, Republik Venedig geboren. Gregor XVI. war von 1831 bis zu seinem Tod Papst. Er ist der bislang letzte Papst, der zum Zeitpunkt seiner Wahl zwar Kardinal, aber kein Bischof war. Erst seit 1962 empfangen Kardinäle regelmäßig die Bischofsweihe, sofern sie noch nicht Bischöfe waren. Zudem war er bis zur Wahl von Papst Franziskus im Jahre 2013 der letzte Ordensangehörige, der zum Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt wurde.

thumbnail
Gregor XVI. starb im Alter von 80 Jahren. Gregor XVI. war im Sternzeichen Jungfrau geboren.

Europa

Weitere Ereignisse in Europa:
thumbnail
Papst Gregor XVI. äußert sich in der Enzyklika Quel Dio befriedigt über das Niederschlagen von Unruhen im Kirchenstaat durch österreichische Truppen und lobt Österreichs Kaiser Franz I. als Befreier und Retter.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

Literatur:
thumbnail
In der Enzyklika Summo iugiter studio geht Papst Gregor XVI. auf Mischehen ein und besteht auf der Erziehung der Kinder hieraus im katholischen Glauben.

Religion

thumbnail
In der Enzyklika Probe nostis befasst sich Papst Gregor XVI. mit der Verbreitung des katholischen Glaubens, namentlich der kirchlichen Missionsarbeit.
thumbnail
Gregor XVI. veröffentlicht die Enzyklika Mirari vos arbitramur, in der er sich gegen die allgemeine Freiheit des Gewissens und der Meinungsäußerung ausspricht.
thumbnail
Die Unterdrückung Polens durch Zar Nikolaus I. nimmt Papst Gregor XVI. zum Anlass, in der Enzyklika Cum primum über den bürgerlichen Gehorsam von Christen nachzudenken.

"Gregor XVI." in den Nachrichten