Grimoald der Jüngere

Grimoald der Jüngere lat. Grimoaldus (* um 680; † erschlagen im April 714 in der Kirche St. Lambert in Lüttich) war ein Sohn von Pippin dem Mittleren und der Plektrudis und ein Urenkel von Arnulf von Metz sowie Halbbruder von Karl Martell. Er war Hausmeier von Neustrien (ca. 697 – April 714) und Herzog von Burgund und/oder Herzog der Champagne (708 - April 714).

Sein Vater machte ihn um 697 zum Hausmeier in Neustrien. Nach dem Tod seines älteren Bruders Drogo 708 übernahm er auch Teile von dessen Herrschaft als Dux von Burgund, nach anderer Quelle als Dux der Champagne. Grimoald war mit Theudesinda, der Tochter des Friesenfürsten Radbod verheiratet. Grimoald hatte einen Sohn, Theudoald († wohl 741), dessen Mutter unbekannt ist, und der 714/715 ebenfalls Hausmeier war. Grimoald wird 723 als neposKarl Martells bezeichnet. Beerdigt ist er in Lüttich.

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Frankenreiche

715 n. Chr.

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In Neustrien wird nach dem Tod des karolingischen Hausmeiers Pippin zunächst der 6-jährige Theudoald, der Sohn Grimoalds des Jüngeren und Enkel der Plektrudis und Pippins, zum Hausmeier bestimmt, doch setzt sich Raganfrid in der Schlacht von Compiègne am 26. September gegen ihn durch. Zugleich lässt Plektrudis Karl Martell, den illegitimen Sohn von Pippin und Chalpaida, in Köln gefangensetzen.

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