Große Gesandtschaft

Die Große Gesandtschaft (russischВеликое посольствоWelikoje possolstwo) bezeichnet eine Reise des Zaren Peter I. in den europäischen Westen in den Jahren 1697/98. Die Große Gesandtschaft setzte sich aus drei Botschaftern, Franz Lefort, Fjodor Alexejewitsch Golowin und Prokopy Voznitsyn, 300 weiteren Personen und 35 Volontären zusammen. Deren einzige Aufgabe war es, aus dem Umgang mit den Ausländern so viel wie möglich zu lernen. Zu ihrem Anführer hatte Peter I. den Schweizer Lefort bestimmt, der schon unter seinem Vater Zar Alexei I. in russische Dienste getreten war.

Peter I. wurde an allen großen Höfen empfangen, doch sein politisches Anliegen, die Unterstützung Russlands im Kampf gegen das Osmanische Reich, wollte niemand erfüllen.

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Russland

1697

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10. März: Peter I. beginnt eine Europareise (Die Große Gesandtschaft). Das Gefolge reist zuerst nach Nowgorod. Der Zar reist inkognito als Unteroffizier des Preobraschensker Regiments im Gefolge mit. 14 Tage später kommt die Gruppe in Riga im schwedischen Livland an. Im holländischen Zaandam möchte er Kenntnisse im Schiffsbau erlangen, muss die Stadt aber nach acht Tagen wieder verlassen. Im August beginnt er eine Zimmermannslehre in Amsterdam.

Politik & Weltgeschehen

Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
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Der russische Zar Peter I. beginnt eine Reise in den europäischen Westen („Große Gesandtschaft“). (10. März)
Russland / Großer Türkenkrieg:
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Zar Peter gibt seine Pläne für eine Große Gesandtschaft der Bojarenduma bekannt. Die Bojaren reagieren mit Bestürzung auf die Pläne des Zaren.

Russland & die Große Gesandtschaft

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Nach seiner Rückkehr von der Großen Gesandtschaft aus Westeuropa beginnt der russische Zar Peter I. zügig mit dem Petrinischen Reformen. Er verbietet das Tragen von Bärten als unzeitgemäß und schneidet auch selbst anderen solche Manneszierden ab. Weil der Erlass im Land besonders bei den Altgläubigen nicht den gewünschten Erfolg erzielt, wird einige Monate später vom Zaren eine Bartsteuer eingeführt.
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Einzug der Großen Gesandtschaft in Wien. Es gelingt Peter indes nicht, den Kaiser von einem Friedensschluss mit der Hohen Pforte abzubringen, der im Januar des folgenden Jahres geschlossen wird. Wegen der Nachricht vom Strelitzenaufstand zieht die Gesandtschaft nicht nach Venedig und Rom weiter, um dort wie geplant für seine antiosmanische Koalition zu werben, sondern bricht zurück nach Moskau auf.

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