Großkolumbien

Repblica de Colombia
Republik Kolumbien

Flagge Kolumbiens

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Großkolumbien ist ein historisches Staatsgebilde, das die heutigen Staaten Kolumbien, Ecuador, Panama und Venezuela sowie Teile von Peru und Guyana umfasste und von 1819/23 bis 1830 existierte. Offiziell hieß der Staat República de Colombia, die Bezeichnung „Großkolumbien“ wurde von Historikern eingeführt, um die damalige Republik von dem 1830 entstandenen Staat zu unterscheiden, der seit 1861 Kolumbien heißt.



Geschichte




Im Zuge der Südamerikanischen Unabhängigkeitskriege hatten auf dem Boden des spanischen Vizekönigreichs Neugranada Venezuela und die Erste Republik Kolumbien 1810 ihre Unabhängigkeit erklärt, waren bis 1816 aber wieder von Spanien erobert worden. Bis 1819 waren die Aufständischen unter Simón Bolívar aber wieder so erfolgreich, dass ein Kongress in Angostura (heute Ciudad Bolívar in Venezuela) einberufen werden konnte, der am 17. Dezember die Vereinigung der Provinzen Neugranada (das heutige Kolumbien und Panama) und Venezuela „bajo el título glorioso de República de Colombia“ (unter der glorreichen Bezeichnung Republik Kolumbien, nach Christoph Kolumbus) beschloss.1821 ernannte der Kongress von Angostura Bolívar zum Präsidenten, Francisco de Paula Santander zum Vizepräsidenten. Am 24. Mai 1822 schloss sich die Provinz Quito an, das heutige Ecuador einschließlich von Teilen Perus.Bolívars Hauptziel blieb die Befreiung von ganz Südamerika von Spanien. Zu diesem Zweck marschierte er 1823 in das Vizekönigreich Peru ein, wo er bis 1826 Krieg führte. Die Amtsgeschäfte in Großkolumbien nahm währenddessen Santander wahr. Bolívar war während des Krieges Diktator von Peru, das bisherige Oberperu nannte sich nach der Unabhängigkeit zu seinen Ehren Bolivien. Die von ihm geplante Vereinigung beider Länder mit Großkolumbien unter seiner Führung (Panamerikanismus) misslang aber.Auch in Großkolumbien nahmen die nationalistischen Bestrebungen der Provinzen zu. Das führte dazu, dass Großkolumbien kurz nach Bolívars Tod 1830 zerfiel. Nachfolgestaaten waren Venezuela, Ecuador und die Republik Neugranada (ab 1861 Kolumbien). Das heutige Panama erklärte sich am 26. September 1830 kurzzeitig für unabhängig, wurde aber bereits am 11. Dezember wieder eine Provinz Neugranadas. Erst 1903 spaltete es sich unter US-amerikanischem Druck endgültig von Kolumbien ab. Die USA wollten zur besseren Kontrolle des Panamakanals territoriale Rechte in der späteren Panamakanalzone haben, was Kolumbien verweigert hatte.

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Geboren & Gestorben

1923

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Gestorben: Joaquín Pereira Becerra stirbt in Carlosama, Nariño, Kolumbien. Joaquín Pereira Becerra war eine ecuadorianische Militärperson spanischen Ursprungs, die Juan José Flores bei der Restauration von Gran Colombia als Coronel der zweiten Militärdivision Salvador im Kampf gegen die Bataillonen Tomás Cipriano de Mosqueras in der Schlacht bei Cuaspud 1863 half. Pereira Becerra scheiterte und floh nach Carchi.
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Gestorben: Rafael Urdaneta stirbt in Paris. Rafael Urdaneta war ein Oberkommandierender der Großkolumbischen Armee, Kommandeur der Ehrengarde, Präsident Großkolumbiens und Kriegsminister in Großkolumbien und Venezuela.
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Gestorben: Francisco de Paula Santander stirbt in Santa Fé de Bogotá, Republik Neu-Granada. Francisco de Paula Santander war ein General der Neu-Grenadiner Union, Vizepräsident Großkolumbiens und Präsident der Republik Neu-Granada.

1816

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Geboren: Joaquín Pereira Becerra wird in Ibarra, Ecuador geboren. Joaquín Pereira Becerra war eine ecuadorianische Militärperson spanischen Ursprungs, die Juan José Flores bei der Restauration von Gran Colombia als Coronel der zweiten Militärdivision Salvador im Kampf gegen die Bataillonen Tomás Cipriano de Mosqueras in der Schlacht bei Cuaspud 1863 half. Pereira Becerra scheiterte und floh nach Carchi.
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Geboren: Francisco de Paula Santander wird in Villa del Rosario de Cúcuta, Vizekönigreich Neugranada geboren. Francisco de Paula Santander war ein General der Neu-Grenadiner Union, Vizepräsident Großkolumbiens und Präsident der Republik Neu-Granada.

Amerika

Lateinamerika:
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Panama erklärt sich von Spanien für unabhängig und schließt sich Großkolumbien an.
Südamerika:
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Beginn des Kongresses von Angostura: Die früheren spanischen Besitzungen Venezuela und Kolumbien vereinigen sich zu Großkolumbien, Simón Bolívar wird Präsident des Staatenbundes.

Mexiko

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Niederlage spanischer Truppen am südamerikanischen Vulkan Pichincha. Ecuador wird unabhängig und schließt sich Großkolumbien an.

Der Zerfall Großkolumbiens

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In Ecuador, das im Mai aus Großkolumbien ausgeschieden ist, wählt das Parlament Juan José Flores in Riobamba zum ersten Präsidenten des Landes.
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Ecuador wird unabhängige Republik und löst sich von Großkolumbien.

Liste > Historische Behörden

1991

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Kolumbien? Kolumbien:Grosskolumbien 1821? Großkolumbien 1821 Secretaría de? Guerra, Secretaría de? Marina (Krieg, Marine); Grosskolumbien 1821? Großkolumbien/Republik Neugranada? Neugranada ab 1828 Secretaría de? Guerra y? Marina; Kolumbien 1886–1965 Ministerio de? Guerra y? Marina; ziviler Minister seit (Verteidigungsministerium)

Liste historischer Marineministerien und -ämter

1991

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Kolumbien? Kolumbien:Grosskolumbien 1821? Großkolumbien 1821 Secretaría de? Marina; Vorlage:COL-1822/Republik Neugranada? Neugranada ab 1828 Secretaría de? Guerra y? Marina (Krieg und Marine); Kolumbien 1886 Ministerio de? Guerra y? Marina; 1965 Ministerio de? Defensa Nacional (Mindefensa), ziviler Minister seit (Marineministerium)

Rundfunk, Film & Fernsehen

1997

Filme > Schauspieler:
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Walk In (Adam Chan)

"Großkolumbien" in den Nachrichten