Guerilla

Guerilla (Aussprache: [ɡeˈrɪlja], ältere Form: Guerrilla; als Verkleinerungsform des spanischen Wortes guerra, „Krieg“, bedeutet es etwa „Kleinkrieg“) bezeichnet zum einen eine besondere Form des Krieges, die verdeutlichend als Guerillakrieg oder Guerillakampf bezeichnet wird. Der Begriff (die) Guerilla steht heute jedoch meistens für aufständische Einheiten, die einen Guerillakrieg gegen Besatzungsmächte oder auch gegen die eigene Regierung führen.

Daneben existiert (der) Guerilla als veraltende Bezeichnung für einen einzelnen aufständischen Kämpfer (im Plural die Guerillas), wobei heute meistens andere Begriffe verwendet werden, etwa Guerillakämpfer, Widerstandskämpfer oder Partisan. Die spanische Bezeichnung für einen Guerillakämpfer ist guerrillero beziehungsweise guerrillera (für eine Kämpferin). Im Deutschen beziehen sich die Bezeichnungen Guerillero bzw. Guerillera in der Regel auf Untergrundkämpfer in Lateinamerika.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Huber Matos stirbt in Miami, Florida. Huber Matos Benítez war ein kubanischer Guerillaführer der kubanischen Revolution und späterer Dissident, zwanzig Jahre lang politischer Gefangener und anschließend Oppositionspolitiker im Exil.
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Gestorben: Võ Nguyên Giáp stirbt in Hanoi. Võ Nguyên Giáp war ein vietnamesischer General, Politiker und Guerillakämpfer.
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Gestorben: Eloy Gutiérrez Menoyo stirbt in Havanna. Eloy Gutiérrez Menoyo war ein spanisch-kubanischerGuerillakommandant, der eine führende Rolle im bewaffneten Kampf gegen den Diktator Fulgencio Batista spielte. Nach dem Sturz Batistas stand er im Widerstand gegen das Regime Fidel Castros, wofür er 22? Jahre in Haft verbrachte, und nach Rückkehr aus dem Exil bis zu seinem Tod als prominenter Oppositioneller in Havanna lebte.
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Gestorben: Vang Pao stirbt in Clovis, Kalifornien. Vang Pao war ein laotischer General, der im Königlich-Laotischen Heer diente und während des Vietnamkriegs und des mit diesem verbundenen Laotischen Bürgerkriegs eng mit der US-Regierung zusammenarbeitete. Er gehörte zur Minderheit der Hmong. Im Auftrag der CIA hob er eine sogenannte Geheimarmee aus Kämpfern seiner eigenen Volksgruppe aus, die mit Guerillataktik gegen die prokommunistischen Pathet Lao und die Streitkräfte Nordvietnams kämpften. So sollte der Einsatz amerikanischer Bodentruppen in Laos vermieden werden. Nach dem Sieg der Kommunisten 1975 floh er in die USA, wo er als ein Führer der Hmong American community fungierte.
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Gestorben: Sam Bith stirbt. Sam Bith war ein kambodschanischer Militärführer, Guerillaführer und verurteilter Mörder aus den Reihen der Roten Khmer. Bith war der ehemalige Stellvertreter des militärischen Leiters der Roten Khmer, Ta Mok.

Asien

1351

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Im Kaiserreich China beginnt ein Guerillakrieg der Kleinbauern gegen die Mongolenherrschaft. Dieser wird 1368 mit der Vertreibung der Mongolen enden.

Geschichte

1973

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besetzten libysche Truppen den Aouzou-Streifen. Im Gegenzug versprach Libyen, die Unterstützung der Guerillagruppe FROLINAT einzustellen.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1996

Preisträger:
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Gregorio Rosa Chavez (El Salvador) für seine Vermittlungsbemühungen zwischen der Guerilla und der Regierung in El Salvador (Hessischer Friedenspreis)

1928

Auszeichnungen:
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Bruce Medal (Walter Sydney Adams)

Politik & Weltgeschehen

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Zur Unterstützung der Übergangsregierung Somalias dringen äthiopische Truppen über die Grenzen vor und nehmen am 28. Dezember die Hauptstadt Mogadischu ein. Die bisher regierenden islamistischen Milizen bereiten sich auf einen Guerillakrieg vor.
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In El Salvador beginnt eine Großoffensive linksgerichteter Guerilleros, die Regierung verhängt das Kriegsrecht.

Konfliktformen > Guerillataktik > Beispiele von Guerillakämpfen

2009

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Der Guerillakampf der Gruppe LTTE um Tamil Eelam, dauerte von 1986 bis

1994

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Der Kampf der EZLN für die Rechte der indigenen Bevölkerung in Mexiko, seit

Rundfunk, Film & Fernsehen

2005

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Film: The Great Raid -Tag der Befreiung ist ein im Jahr 2005 gedrehter US-amerikanisch-australischer Spielfilm. Seine Premiere hatte der Film am 10. August 2005 auf den Philippinen. Er thematisiert die größte Befreiungsaktion US-amerikanischer Soldaten aus der Kriegsgefangenschaft, bei der 511 Soldaten nach dreijähriger Gefangenschaft befreit werden konnten. Diese Befreiung spielte sich am 30. Januar 1945 während des Pazifikkrieges bei der Stürmung eines Kriegsgefangenenlagers in Cabanatúan in der philippinischen Provinz Nueva Ecija ab, bei der das 6. Bataillon der United States Army Rangers von philippinischenGuerillas unterstützt wurde. Einer der befreiten Soldaten starb nach der Befreiung. Bei dem Angriff wurden zwei Army Ranger getötet, während die philippinischenGuerillas 21 Tote zu beklagen hatten.

Stab:
Regie: John Dahl
Drehbuch: Carlo Bernard Doug Miro
Produktion: Lawrence Bender Marty Katz
Musik: Trevor Rabin
Kamera: Peter Menzies Jr.
Schnitt: Scott Chestnut Pietro Scalia

Besetzung: Benjamin Bratt, James Franco, Robert Mammone, Max Martini, James Carpinello, Mark Consuelos, Craig McLachlan, Freddie Joe Farnsworth, Laird Macintosh, Jeremy Callaghan, Scott McLean, Paolo Montalbán, Clayne Crawford, Sam Worthington, Dale Dye, Jerome Ehlers, Brett Tucker, Joseph Fiennes, Marton Csokas, Connie Nielsen, Natalie Mendoza

1988

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Film: Die Schlucht der Wölfe (Originaltitel: „La boca del lobo“, übersetzt „Der Rachen des Wolfes“; ) ist ein Filmdrama aus dem Jahr 1988, das sich mit dem Guerillakrieg Anfang der 80er in Peru auseinandersetzt. Regie führte der Peruaner Francisco José Lombardi.

Stab:
Regie: Francisco José Lombardi
Drehbuch: Gerardo Herrero Augusto Cabada Giovanna Pollarolo
Produktion: Francisco José LombardiGerardo Herrero
Musik: Bernardo Bonezzi
Kamera: José Luis López-Linares
Schnitt: Juan Ignacio San Mateo

Besetzung: Gilberto Efraín Torres, Bertha Pagaza, Gustavo Bueno, Tono Vega, José Tejada

1984

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Film: Die rote Flut ist ein US-amerikanischer Kriegsfilm von John Milius aus dem Jahr 1984. Er erzählt die Geschichte einer Invasion der USA durch kubanische, nicaraguanische und sowjetische Truppen, die zur Bildung einer Guerilla-Truppe amerikanischer Teenager führt.

Stab:
Regie: John Milius
Drehbuch: Kevin Reynolds,
John Milius
Produktion: Buzz Feitshans, Barry Beckerman
Musik: Basil Poledouris
Kamera: Ric Waite
Schnitt: Thom Noble

Besetzung: Patrick Swayze, C. Thomas Howell, Charlie Sheen, Jennifer Grey, Lea Thompson, Darren Dalton, Brad Savage, Doug Toby, Powers Boothe, Harry Dean Stanton, Lane Smith, Ben Johnson, Ron O’Neal, Vladek Sheybal, William Smith, Radames Pera, Frank McRae

Tagesgeschehen

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Montevideo/Uruguay: Der frühere GuerilleroJosé Mujica gewinnt nach inoffiziellen Prognosen die Stichwahl um das Präsidentenamt klar
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Lima/Peru. In Peru sind mehr als 200 inhaftierte Guerilleros des Leuchtenden Pfades, unter ihnen ihr Anführer Abimael Guzmán, aus Protest gegen ihre Haftbedingungen in den Hungerstreik getreten.
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Irak. Bei Tikrit wurde ein Hubschrauber der US-Truppen beschossen. Dieser musste notlanden und ging anschließend in Flammen auf. In der Region Kirkuk wurde auf einen mit 50 kurdischen Taekwondoka besetzten Bus ein Anschlag verübt. 11 der Sportler wurden verletzt, 3 davon schwer. Sie waren zu einem Turnier nach Bagdad unterwegs. Die US-Armee erklärte, dass Guerilla-Kämpfer bei Falludscha 3 Zivilisten und 2 weitere verletzt haben sollen. Ein Überlebender gibt der US-Armee die Schuld an diesem Angriff. 5 US-Soldaten wurden in Chaldija im Westen Bagdads verwundet, 2 weitere in Baakuba. Im südirakischen Basra wurde bei einem Angriff ein britischer Soldat leicht verletzt.
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Baquba/Irak. Die Guerilla-Operationen im Irak gehen mit unverminderter Heftigkeit weiter. Nördlich von Bagdad finden drei US-Soldaten bei einem Granatenangriff den Tod, westlich von Bagdad ein weiterer. Vier Amerikaner werden verletzt.
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Brasilien: Das für Anti-Guerilla-Einsätze und als leichtes Nahunterstützungsflugzeug entwickelte Embraer EMB 314 hat seinen Erstflug.

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