Galunggung

Der Gunung Galunggung (indonesischGunung „Berg“) ist ein aktiver Vulkan auf der indonesischen Insel Java. Er liegt 40 Kilometer ostnordöstlich des Papandayan und 16 Kilometer nordwestlich der Stadt Tasikmalaya mit mehr als 700.000 Einwohnern, für die er eine direkte Gefahr darstellt.

Der Berg besitzt nur drei Flanken, da seine komplette Südostseite eingebrochen und somit ein großes calderaartiges Becken entstanden ist, das Eruptionsausflüsse auf natürlichem Wege kanalisiert. Unterhalb des Abbruchgebietes erstrecken sich in der Ebene die so genannten Zehntausend Hügel von Tasikmalaya, unzählige kleine Erhebungen über dem Grasland. Sie sind zum Großteil bebaut, weil sie in früheren Zeiten guten Schutz gegen Feinde boten und oberhalb der Reisfelder mit ihren Ratten und Moskitos liegen. Diese Landschaft erregte Anfang des 20. Jahrhunderts das Interesse von Geo- und Vulkanologen. Zunächst vermutete man lange Zeit, die Hügel seien durch Lahare oder Wasserausflüsse aus dem Krater geformt oder künstlich errichtet worden. Nach dem Ausbruch des Mount St. Helens 1980 und Untersuchungen der Abbrüche am Mount Shasta wurde klar, dass es sich auch am Gunung Galunggung um die Überreste einer Trümmerlawine − höchstwahrscheinlich ebenjener des Südosthanges – handeln muss. Eine Radiokohlenstoffdatierung der Lava ergab, dass sich der Kollaps in den letzten 23.000 Jahren, vermutlich vor 4200 Jahren, ereignet haben muss.

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