Höllenmaschine

Höllenmaschine (französischmachine infernale, englischinfernal machine) war vor allem im 19. Jahrhundert eine Bezeichnung für militärisch oder terroristisch eingesetzte Sprengladungen, die durch Zeitzünder oder Sensoren zur Detonation gebracht werden. Im scherzhaften, heute noch aktuelleren Sinn ist es ein Ausdruck für unheimliche und zugleich faszinierende Maschinen aller Art, aufgrund ihrer anscheinenden Unberechenbarkeit, ihrer Geschwindigkeit oder der von ihnen ausgehenden Gefährdungen. So wurden die ersten dampfbetriebenen Eisenbahnen ebenso als Höllenmaschinen angesehen wie heute besonders schnelle (und laute) Motorräder oder überdurchschnittlich leistungsstarke Computer.

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Europa

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Eine Höllenmaschine wird beim missglückten Attentat auf Napoleon Bonaparte verwendet.

Frankreich

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Am Jahrestag der Julirevolution verübt Joseph Fieschi mit Mitverschworenen ein Attentat auf Frankreichs König Louis-Philippe I. mittels einer Höllenmaschine. Der Regent wird dabei leicht verletzt, doch 12 Personen aus seinem Gefolge sterben. Weitere Tote und Verletzte gibt es in den Zuschauerreihen auf dem Pariser Boulevard du Temple.

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