Habsburgermonarchie

Österreichs Doppeladler (1866)
Bild: Sodacan
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Unter dem inoffiziellen Begriff Habsburgermonarchie – auch Habsburger, Habsburgische oder österreichische Monarchie, Donaumonarchie oder Habsburgerreich – fasst die Geschichtswissenschaft die europäischen Herrschaftsgebiete zusammen, die das Haus Habsburg (seit 1736 Habsburg-Lothringen) vom ausgehenden Mittelalter bis 1918 direkt regierte. Es bestand im Kern aus den habsburgischen Erblanden sowie aus den Ländern der böhmischen und der ungarischen Krone. Für die Zeit Karls V. im frühen 16. Jahrhundert – vor der Trennung in eine österreichische und eine spanische Linie der Habsburger – schließt die Bezeichnung Habsburgerreich auch die Länder der spanischen Krone ein. Nicht dazu zählen die reichsunmittelbaren Territorien des Heiligen Römischen Reichs, über welche die Habsburger in ihrer Funktion als Kaiser nur eine indirekte Oberherrschaft ausübten.

Das habsburgische Länderkonglomerat im östlichen Mitteleuropa war im Wesentlichen durch geschickte Heiratspolitik entstanden und wurde seit dem ausgehenden 17. Jahrhundert durch Eroberungen auf Kosten des Osmanischen Reichs wesentlich erweitert. Seit Karls V. Bruder Ferdinand I. wurde es von der österreichischen und seit Ferdinand II. von der innerösterreichischen Linie der Dynastie regiert. Diese trägt seit der Heirat Maria Theresias, der Tochter ihres letzten männlichen Thronerben, mit Franz Stephan von Lothringen den Namen Habsburg-Lothringen.

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Antike

Heiliges Römisches Reich:
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Aus Misstrauen gegenüber seinem Sohn Maximilian, der Sympathien für den Protestantismus erkennen lässt, erlässt der österreichische Erzherzog Ferdinand I. die Ferdinandeische Hausordnung, mit der die habsburgischen Erblande unter seinen Söhnen Maximilian, Ferdinand und Karl aufgeteilt werden.

Politik & Weltgeschehen

1725

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen > Vertrag von Wien: 17. März: Der Vertrag von Wien zwischen der Habsburgermonarchie unter Karl? VI. und dem Königreich Großbritannien unter König Georg II. beendet eine davor seit dem ersten Wiener Vertrag bestehende Annäherung zwischen Großbritannien und Frankreich und ersetzt sie durch eine Allianz zwischen Großbritannien und dem Kaiser. Im Vertrag anerkennt Großbritannien die Pragmatische Sanktion und erreicht dafür die Auflösung der habsburgischen Handelskompanie in Ostende, die bis dahin der britischen East India Company Konkurrenz gemacht hat. (1731)

Habsburgische Länder > Habsburgische Erblande

1648

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?Die Habsburgischen Erblande

Europa

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Die Ereignisse in Europa: In Prag beginnt unter dem Vorsitz des Historikers František Palacký ein Slawenkongress. Die Versammlung berät bis zum Ausbruch des Prager Pfingstaufstands über den Wunsch einer föderativen Umwandlung der Donaumonarchie.
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Der in Ungarn eingedrungene, aber mit seinem Heer unterlegene römisch-deutsche König Maximilian I. schließt den Frieden von Pressburg. Der Habsburger erkennt die Herrschaft von König Vladislav II. in Ungarn an. Langfristig sichert Maximilian mit diesem Vertrag, der auch einen Erbvertrag enthält, den Habsburgern die Herrschaft über das Reich der Jagiellonen.

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