Halabdscha

Halabdscha (kurdischهه‌ڵه‌بجه, Helebce;arabisch حلبجة, DMGḤalabǧa) ist eine Stadt in der Autonomen Region Kurdistan im Irak mit etwa 57.000 Einwohnern. Sie liegt etwa 240 km nordöstlich von Bagdad und 14–16 km von der Grenze zum Iran entfernt im Gouvernement Halabdscha, dessen Hauptstadt sie ist. Sie wird hauptsächlich von Kurden bewohnt.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Ibrahim Ahmed stirbt in Surrey, Vereinigtes Königreich. Ibrahim Ahmed oder Ibrahîm Ehmed,, war ein kurdischer Autor, Schriftsteller und Übersetzer. Er studierte Jura an der Universität von Bagdad und schloss 1937 damit ab. Von 1942 bis 1944 war er Richter in Arbil und Halabdscha. 1939 gründete er mit Alaaddin Sajadi die kurdischsprachige Zeitschrift Gelawêj (Der Morgenstern = Venus). Ahmed war Herausgeber und Chefredakteur. Gelawêj erschien bis 1949.

1999

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Gestorben: Uthman Abd al-Aziz stirbt. Uthman Abd al-Aziz war in den 1960er bis 1980er Jahren ein aktives Mitglied der Muslimbruderschaft in Kairo. Er war Vorsitzender der Muslimbruderschaft in Kurdistan. 1980 gründete er in Halabdscha, wahrscheinlich mit finanzieller Hilfe aus Saudi-Arabien, die Islamische Bewegung in Kurdistan.

1950

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Geboren: Salaheddine Bahaaeddin wird in Halabdscha geboren. Salaheddine Muhammad Bahaaeddin ist ein irakischer Politiker mit kurdischer Herkunft.

1922

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Geboren: Uthman Abd al-Aziz wird in Provinz Sulaimaniyya geboren. Uthman Abd al-Aziz war in den 1960er bis 1980er Jahren ein aktives Mitglied der Muslimbruderschaft in Kairo. Er war Vorsitzender der Muslimbruderschaft in Kurdistan. 1980 gründete er in Halabdscha, wahrscheinlich mit finanzieller Hilfe aus Saudi-Arabien, die Islamische Bewegung in Kurdistan.

1914

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Geboren: Ibrahim Ahmed wird in Silemani, Osmanisches Reich geboren. Ibrahim Ahmed oder Ibrahîm Ehmed,, war ein kurdischer Autor, Schriftsteller und Übersetzer. Er studierte Jura an der Universität von Bagdad und schloss 1937 damit ab. Von 1942 bis 1944 war er Richter in Arbil und Halabdscha. 1939 gründete er mit Alaaddin Sajadi die kurdischsprachige Zeitschrift Gelawêj (Der Morgenstern = Venus). Ahmed war Herausgeber und Chefredakteur. Gelawêj erschien bis 1949.

Politik & Weltgeschehen

Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
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Gegen Ende des Ersten Golfkriegs fliegt die irakische Luftwaffe unter Diktator Saddam Hussein einen Giftgasangriff auf die hauptsächlich von Kurden bewohnte Stadt Halabdscha im Nordosten des Irak. Rund 5.000 Menschen kommen bei dem von Ali Hasan al-Madschid angeordneten Angriff ums Leben, über 7.000 Menschen tragen dauerhafte Gesundheitsschäden davon. (16. März)

1988

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16. März: Giftgasangriff der irakischen Luftwaffe auf die Kurden und Assyrer in Halabdscha (etwa 5.000 Tote und 10.000 Verletzte).

Tagesgeschehen

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Bagdad/Irak: Der als „Chemie-Ali“ bekannte Ali Hasan al-Madschid wird wegen des Giftgasangriffs auf die kurdische Stadt Halabdscha im Jahr 1988, bei dem rund 5000 Menschen starben, zum Tode verurteilt. Acht Tage später wird die Hinrichtung vollstreckt.
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Bagdad/Irak: Der frühere Diktator Saddam Hussein muss sich zweieinhalb Jahre nach seinem Sturz vor einem Sonder-Tribunal für mutmaßliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten. Mit ihm sind sieben führende Mitglieder der Baath-Partei angeklagt. Erster Anklagepunkt ist ein Massaker in der Stadt Dedscheel. Dort waren 1982 nach einem missglückten Attentat auf Saddam 143 Männer und Jungen hingerichtet worden. Weitere zwölf Anklagen reichen vom Giftgasangriff in der kurdischen Stadt Halabdscha (1988) bis hin zum Massenmord an zehntausenden Schiiten nach deren Aufstand 1991. Die irakische Öffentlichkeit beachtet den unter strengster Geheimhaltung abgehaltenen Prozess relativ wenig, da man ihn als Schauprozess der USA interpretiert. Größer ist das Interesse hingegen in den Nachbarländern.

1988

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Tagesgeschehen > Mittwoch, 19. Oktober: Bagdad/Irak: Der frühere Diktator Saddam Hussein muss sich zweieinhalb Jahre nach seinem Sturz vor einem Sonder-Tribunal für mutmaßliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten. Mit ihm sind sieben führende Mitglieder der Baath-Partei angeklagt. Erster Anklagepunkt ist ein Massaker in der Stadt Dedscheel. Dort waren 1982 nach einem missglückten Attentat auf Saddam 143 Männer und Jungen hingerichtet worden. Weitere zwölf Anklagen reichen vom Giftgasangriff in der kurdischen Stadt Halabdscha bis hin zum Massenmord an zehntausenden Schiiten nach deren Aufstand 1991. Die irakische Öffentlichkeit beachtet den unter strengster Geheimhaltung abgehaltenen Prozess relativ wenig, da man ihn als Schauprozess der USA interpretiert. Größer ist das Interesse hingegen in den Nachbarländern. (Oktober 2005)

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