Hamburg-Lemsahl-Mellingstedt

Lemsahl-Mellingstedt (Audio-Datei / HörbeispielAnhören?/i) (niederdeutsch: Leemsaal-Mellingsteed) ist ein Stadtteil der Freien und Hansestadt Hamburg im Bezirk Wandsbek; für die Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft und der Bezirksversammlung gehört Lemsahl-Mellingstedt zum Wahlkreis Alstertal-Walddörfer. Es ist eines der Walddörfer.



Geschichte




Bereits in der Steinzeit und Bronzezeit wurde auf dem Gebiet Lemsahl-Mellingstedts gesiedelt, worauf die Grabhügel im Randgebiet des Wittmoors hinweisen. 1271 wurden Lemsahl und Mellingstedt erstmals urkundlich erwähnt. Ein Hamburger Bürger stiftete Einkünfte aus mehreren Dörfern für eine Vikarie am Hamburger Mariendom, darunter Einkünfte aus „Mellinghestede und Lemsole“. Vier Jahre später verkauften die Gebrüder von Heynbroke an das Harvestehuder Kloster in Mellingstedt eine Hufe und bestätigten 1276 den von den Gebrüdern von Haghen „ebendaselbst geschehenen Verkauf von zwei Hufen“ an dasselbe Kloster. 1271 besaß das Hamburger Domkapitel in Mellingstedt zwei Hufen. Seit dem 15. Jahrhundert gehörten die beiden Siedlungen zum alten landesherrlichen Amt Tremsbüttel. Ab 1693 kamen Lemsahl und Mellingstedt wirtschaftlich zum neu gebildeten Kanzleigut Tangstedt, in dem bis in das Jahr 1848 Frondienste geleistet werden mussten. Häufige und heftige Streitigkeiten zwischen den Bauern und den Besitzern von Gut Tangstedt um die weitere Erbringung von Hand- und Spanndiensten, den Frondiensten, zogen sich bis 1876 hin. Seit 1876 mussten die Besitzer vom Gut Tangstedt dann endgültig auf sämtliche Hand- und Spanndienste verzichten.Seit 1780 hat Lemsahl-Mellingstedt eine Grundschule im Redderbarg, die 2005 ihr 225-jähriges Bestehen feierte. Mit 405 Schülern und 24 Lehrern (Juni 2005) ist die Grundschule Lemsahl-Mellingstedt eine der größten Grundschulen der Walddörfer und Hamburgs insgesamt.Die mit der Trilluper Hufe verbundene Ziegelei und Töpferei hatte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts große Bedeutung. Nach dem großen Hamburger Brand von 1842 wurden viele Gebäude mit den gelben Trilluper Ziegeln wiederaufgebaut....

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Politik & Weltgeschehen

1933

Deutsches Reich:
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31. März: Als eines der ersten deutschen Konzentrationslager wird das KZ Wittmoor in Hamburg-Lemsahl-Mellingstedt eröffnet.

Geboren & Gestorben

Gestorben:
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Friedrich Ablass stirbt in Hamburg-Lemsahl-Mellingstedt. Friedrich Robert Heinrich Ablass war ein deutscher Politiker (DDP, FDP) und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.
Gestorben:
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Gustav Schiefler stirbt in Mellingstedt. Gustav Schiefler war ein Hamburger Richter, Kunstsammler, Mäzen und Kunstkritiker.

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