Hans Beerhenke

Hans Beerhenke (* 22. Oktober 1923; † nach 1992) war ein deutscher Schauspieler.



Leben




Der markante Schauspieler mit dem glatten schwarzen Haar und dem dichten Schnauzbart begann seine Laufbahn an der Burghofbühne Dinslaken und avancierte in den 1970er-Jahren zu einem profilierten und vielbeschäftigten Darsteller in Film- und Fernsehproduktionen, wobei er oft bodenständige Charaktere, bisweilen mit ruhrdeutschen Dialekten, verkörperte.Er spielte unter der Regie von Peter Beauvais (Hilde Breitner), Franz Peter Wirth (Der zerbrochene Krug nach Heinrich von Kleist), Tom Toelle (Wo geht's lang, Kutti?), Michael Verhoeven (Gegen die Regel), Agnieszka Holland (Bittere Ernte mit Armin Mueller-Stahl), Wolfgang Staudte (Satan ist auf Gottes Seite) und Margarethe von Trotta (Die Geduld der Rosa Luxemburg, in der Rolle des Ignaz Auer). Besonders oft war er in Filmen der Fernsehreihe Tatort zu sehen. In insgesamt acht Filmen verkörperte er skurrile Figuren vom Kriminalkommissar (Die Abrechnung) bis zum Gefängniswärter (Ein Schuss zuviel, Acht Jahre später) – davon sechs Mal in WDR-Produktionen um den „Kommissar Haferkamp“ (Hansjörg Felmy) sowie in einer Produktion des SDR (Einer sah den Mörder) um den „Kommissar Lutz“ (Werner Schumacher) und einer des NDR (Das Zittern der Tenöre nach Hansjörg Martin), dem zugleich einzigen Fall des Tatort-Kommissars „Greve“ (Erik Schumann).Daneben wirkte Beerhenke in Gastrollen in verschiedenen Fernsehserien wie Ein Fall für zwei, Engels & Consorten und Der Alte mit. In der ZDF-Serie Spreepiraten spielte Beerhenke die wiederkehrende Rolle des „Otto Zwicknagel“.Beerhenkes Leidenschaft galt dem Theater. So spielte er an den Wuppertaler Bühnen und immer wieder bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen. Seine letzte Rolle war 1992 – kurz vor seinem Tod – der Opa in Zimmer frei von Markus Köbeli unter der Regie von Meinhard Zanger am Kölner Urania-Theater.

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Rundfunk, Film & Fernsehen

1991

1991

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Film: Gesucht wird Ricki Forster

1989

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Film: Lockvögel

1988

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Film: Ein Unding der Liebe

1986

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Filmografie: Rosa Luxemburg ist ein mehrfach ausgezeichneter Autorenfilm von Margarethe von Trotta. Er erzählt die Geschichte der deutsch-polnischen Sozialistin Rosa Luxemburg und zeichnet gleichzeitig ein eindringliches Bild von der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Situation der Wilhelminischen Ära. Die Filmpremiere fand 1986 im Metropolis Kino im Bochumer Hauptbahnhof statt.

Stab:
Regie: Margarethe von Trotta
Drehbuch: Margarethe von Trotta
Produktion: Eberhard Junkersdorf, Regina Ziegler
Musik: Nicolas Economou
Kamera: Franz Rath
Schnitt: Dagmar Hirtz

Besetzung: Barbara Sukowa, Daniel Olbrychski, Otto Sander, Adelheid Arndt, Jürgen Holtz, Doris Schade, Hannes Jaenicke, Jan Biczycki, Karin Baal, Winfried Glatzeder, Regina Lemnitz, Barbara Lass, Henryk Baranowski, Charles Regnier, Hans-Michael Rehberg, Charles Brauer, Hans Beerhenke, Klaus Abramowsky, Oldřich Vlach, Míla Myslíková

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