Harald Reinl

Harald Reinl, 1985
Bild: Marlis Decker



Leben




Reinl machte erste Bekanntschaft mit dem Film, als der Bergfilmpionier Arnold Fanck auf den brillanten Skifahrer aufmerksam wurde und ihn als Statisten in mehreren seiner Filme einsetzte. In der Folge wurde der promovierte Jurist Assistent bei Leni Riefenstahl und hatte in dieser Funktion u.a. an Tiefland mitgearbeitet. Dieser Film entstand zwischen 1940 und 1944 mit aus KZs zwangsrekrutierten Sinti und Roma, die nach Beendigung des Films ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert wurden. Im Jahre 1949 stellte er als Regisseur seinen ersten Langfilm Bergkristall fertig, der bereits ein typischer Reinl-Film ist.In Solange du lebst verherrlichte Reinl 1955 offen die Bombardierung der Spanischen Republik durch die „Legion Condor“. Später wurde Reinl insbesondere durch seine Edgar-Wallace- und Karl-May-Verfilmungen in den 1960er Jahren bekannt, aber auch bei zahlreichen Adaptionen von Jerry Cotton-Romanen führte er Regie. Reinl ist vor allem für den naiven Erzählstil seiner Filme bekannt und versteht es meisterhaft, die Großartigkeit der Natur als Filmkulisse in seine Streifen einzubinden.Viele seiner Filme zeichnet eine romantische Atmosphäre aus. Seinen Karriere-Höhepunkt erreichte er bei den in den sechziger Jahren in Jugoslawien gedrehten Karl-May-Filmen. Da Reinl in seiner Jugend selbst begeisterter Karl-May-Leser war, erwies sich die Übertragung der Regieaufgabe durch den Berliner Produzenten Horst Wendlandt als Glücksgriff für die Serie.1976 wurde Reinl als Regisseur zusammen mit Pierre Brice als Hauptdarsteller von der damals noch im Aufbau befindlichen Freilichtbühne im sauerländischen Elspe für das Stück Der Schatz im Silbersee verpflichtet. Er konnte dem Stück durch seinen filmischen Inszenierungsstil wesentliche Impulse geben. Wegen Meinungsverschiedenheiten mit dem Veranstalter kam es allerdings zum Bruch, und er verließ die Bühne noch im selben Jahr.Reinl, der von 1946 bis 1950 mit Corinna Frank und von 1954 bis 1968 mit der Schauspielerin Karin Dor verheiratet war, drehte danach mit nachlassendem Erfolg noch verschiedene Abenteuerfilme, Komödien, Dokumentarfilme und zwei Teile der bisher letzten Ludwig Ganghofer-Serie. Mit Die Nibelungen inszenierte er 1966 für den Produzenten Artur Brauner den bis dahin teuersten Film der Bundesrepublik Deutschland....

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Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1983

Ehrung:
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21. internationaler Kinder- und Jugendfilmwettbewerb in Gijon: Platero (großer Preis) für „Im Dschungel ist der Teufel los“

1971

Ehrung:
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Academy-Award-Nominierung Oscar für Erinnerungen an die Zukunft

1966

Ehrung:
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Goldene Leinwand für Winnetou 3. Teil

1966

Ehrung:
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Bambi für Winnetou 2. Teil

1965

Ehrung:
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Goldene Leinwand für Winnetou 2. Teil

Geboren & Gestorben

Gestorben:
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Harald Reinl stirbt in Puerto de la Cruz, Teneriffa. Harald Reinl war ein österreichischer Filmregisseur von über 60 Filmen, sowie Drehbuchautor und Filmeditor.
Geboren:
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Harald Reinl wird in Bad Ischl, Österreich-Ungarn geboren. Harald Reinl war ein österreichischer Filmregisseur von über 60 Filmen, sowie Drehbuchautor und Filmeditor.

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Harald Reinl starb im Alter von 78 Jahren. Harald Reinl wäre heute 108 Jahre alt. Harald Reinl war im Sternzeichen Krebs geboren.

Rundfunk, Film & Fernsehen

1986

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Film: Sri Lanka - Leuchtendes Land (wurde vom Produzenten fertig geschnitten)

1982

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Film: Im Dschungel ist der Teufel los

1981

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Film: Sieben Weltwunder der Technik, Folge 1 bis 7 (TV)

1979

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Film: Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand ist ein deutscher Spielfilm von Wolfgang Liebeneiner aus dem Jahre 1978 mit Raimund Harmstorf in der Titelrolle.

Stab:
Regie: Wolfgang LiebeneinerHarald Reinl (Action-Regie)
Drehbuch: Wolfgang Liebeneiner
Produktion: Theo Maria Werner
Musik: Ernst Brandner
Kamera: Ernst W. Kalinke
Schnitt: Annemarie Rokoss

Besetzung: Raimund Harmstorf, Michèle Mercier, Klausjürgen Wussow, Silvia Reize, Hans Holt, Reiner Schöne, Detlev Eckstein, Adrian Hoven, Sabina Trooger, Sky Dumont, Erik Frey, Ernst Stankovski, Herbert Fux, Ruth Gassmann, Joachim Hansen, Wolf Goldan, Robert Naegele, Karl Lieffen, Kurt Jaggberg, Wilfried Blasberg, Michael Gahr, Ulrich Bauer, Frederic Grager, Roland Kindermann, Michael Hoffmann, Dietrich Kerky, August Holler, Erhard Hartmann, Agnes Liebhart, Claus A. Richt, Carlos Placha, Friedl Werner, Michael Tellering, Gunter Ziegler, Hans von Borsody

1978


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