Harmonik

Harmonik (von altgriechischἁρμονίαharmonía „Ebenmaß“, „Harmonie“) ist ein umfassender Begriff aus der Musiktheorie und -praxis. Sie bezeichnet den gleichzeitigen Zusammenklang mehrerer Töne und kann als vertikale (zeitgleiche) Komponente der Musik angesehen werden im Unterschied zu den horizontalen (zeitseriellen) KomponentenRhythmus und Melodie.

In der Antike deckt sich die Harmonik ganz mit der Theorie der Tonsysteme (siehe Philolaos und Aristoxenos). Seit der Entwicklung der mehrstimmigen Musik engte sich die Bedeutung der Harmonik mehr und mehr auf den gleichzeitigen Zusammenklang verschiedener Stimmen ein. In dieser heute vorherrschenden engeren Bedeutung umfasst Harmonik alle stilistischen Formen des Zusammenklangs von Musik, beginnend bei der frühen Mehrstimmigkeit des europäischen Mittelalters bis hin zu Klangstrukturen der Avantgarde. Wie die Mehrstimmigkeit ist die Harmonik daher eine primär abendländisch-europäische Entwicklung.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Rudolf Stössel stirbt in St. Gallen. Rudolf Stössel war ein Schweizer Lehrer, Puppenspieler und Harmoniker.
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Gestorben: Mary Lou Williams stirbt in Durham, North Carolina. Mary Lou Williams war eine US-amerikanische Jazzmusikerin (Pianistin, Komponistin und Arrangeurin). Sie gilt als eine der der wichtigsten Wegbereiterinnen der geschlechtlichen Gleichberechtigung im Jazz und war „die einzige Stride-Pianistin, die vergleichbar mit Ellington ihren Stil ständig modernisierte und sich zuletzt auch an moderner Harmonik orientierte“.
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Gestorben: Georg von Albrecht stirbt in Heidelberg. Georg von Albrecht war ein deutscher Pianist, Komponist und Hochschullehrer. Als Kompositionslehrer vermittelte er - in der Zeit des Nationalsozialismus auch gegen Widerstand - alle Strömungen der Neuen Musik. Als Komponist vereinte er in seinem eigenständigen Werk Formen, Kompositionsweisen und musikalische Merkmale der osteuropäischen und asiatischen Volksmusik, der antiken Tetrachorde, der russischen und griechischen orthodoxen Liturgie, des Barocks, der klassisch-romantischen Epoche, des russischen Impressionismus und der Zwölftontechnik. Typische Merkmale seiner Musik sind eine gesangliche Melodik aller Stimmen und eine sich daraus ergebende schwebende Harmonik.
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Geboren: Marie-Agnes Dittrich wird in Düsseldorf geboren. Marie-Agnes Dittrich ist eine deutsche Musikwissenschaftlerin. Sie studierte Mittlere und Neuere Geschichte und Historische und Systematische Musikwissenschaft an der Universität Hamburg und promovierte dort 1983 mit einer Arbeit über Harmonik und Sprachvertonung in Schuberts Liedern. Danach hatte sie einen Lehrauftrag für Musiktheorie und Musikwissenschaft am Hamburger Konservatorium. 1990/1991 nahm sie einen Gastlehrauftrag an den Ibadan, Ilorin, and Nsukka Universitäten in Nigeria.
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Geboren: Mary Lou Williams wird in Atlanta, Georgia geboren. Mary Lou Williams war eine US-amerikanische Jazzmusikerin (Pianistin, Komponistin und Arrangeurin). Sie gilt als eine der der wichtigsten Wegbereiterinnen der geschlechtlichen Gleichberechtigung im Jazz und war „die einzige Stride-Pianistin, die vergleichbar mit Ellington ihren Stil ständig modernisierte und sich zuletzt auch an moderner Harmonik orientierte“.

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