Hatvan

Hatvan

Wappen von Hatvan

Hatvan (Ungarn)

Hatvan (deutsch: Hottwan) ist eine ungarische Stadt im Komitat Heves, ca. 60 km nordöstlich von Budapest („Hatvan“ ist das ungarische Wort für sechzig). Die Stadt hat 22.419 Einwohner (Stand 2005) und liegt am Fluss Zagyva unweit des Mátra-Gebirges.



Geschichte




In der Umgebung von Hatvan wurden Siedlungsreste aus der Zeit zwischen 5000 und 2500 v. Chr. ergraben. Aus römischer Zeit wurden in der Nähe des Strázsa-Berges Reste eines Wachturms entdeckt. Seit dem 12.–13. Jahrhundert führte durch das mittelalterliche Dorf Hatvan eine Handelsstraße, da hier eine sichere Durchquerung des Zagyva möglich war. Ab 1264 bestand in Hatvan ein Prämonstratenser-Kloster. Der Ort erhielt im 15. Jahrhundert den Rang eines Marktfleckens, bevor von 1544 bis 1686 die Türken den Ort besetzt hielten.1746 kam Hatvan in den Besitz des Grafen Antal Grassalkovich I., der hier ein Schloss errichten ließ und deutsche Siedler aus den Erzbistümern Köln und Trier ins Land holte. In der Folgezeit nahm eine Tuchmanufaktur ihren Betrieb auf. Nach Anschluss Hatvans an das Eisenbahnnetz siedelten sich zudem italienische, deutsche und tschechische Arbeiter, sowie griechische und jüdische Händler im Ort an. Mit dem Bau einer Zuckerfabrik 1889 durch die Industriellenfamilie Deutsch-Hatvany begann die industrielle Entwicklung des Ortes. Hatvans verkehrstechnische Lage als Eisenbahnknotenpunkt führte 1944 zur Errichtung eines Sammellagers für ungarische Juden aus dem Raum Hatvan, Gyöngyös und Pásztó, von dem aus Transporte in Konzentrationslager durchgeführt wurden. Die Bahnanlagen von Hatvan waren auch Ziel des Luftangriffes vom 21. September 1944, bei dem etwa 600 Personen starben.Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Hatvan im Jahr 1945 in den Rang einer Stadt erhoben. Zur Zeit der Volksrepublik Ungarn erfolgte die Verstaatlichung der Landwirtschaft und der ortsansässigen weiterverarbeitenden Industrie. Ab 1990 wandelte sich Hatvan vom regionalen Zentrum für Landwirtschaftsprodukte hin zu einem Industrie- und Dienstleistungsstandort im Ballungsraum Budapest. Die seit dieser Zeit entstandenen Städtepartnerschaften sind ein Zeichen für der nunmehr international geprägte Ausrichtung des Ortes.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Ferenc von Hatvany stirbt in Lausanne. Baron Ferenc von Hatvany war ein Kunstsammler aus der ungarischen Industriellenfamilie Deutsch, die 1880 in Hatvan das Schloss erworben hatte und 1908 als Deutsch von Hatvany geadelt wurde.
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Geboren: Ferenc von Hatvany wird in Budapest geboren. Baron Ferenc von Hatvany war ein Kunstsammler aus der ungarischen Industriellenfamilie Deutsch, die 1880 in Hatvan das Schloss erworben hatte und 1908 als Deutsch von Hatvany geadelt wurde.
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Gestorben: Ludwig Mooser stirbt in Hatvan. Ludwig Mooser arbeitete in Salzburg und Ungarn als Orgel- und Klavierbauer.

Gefechtskalender

1849

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Die gleichen Abteilungen kämpften bei Eperies, Kaschau, Szantó und mit Auszeichnung bei Tarczal und Hatvan. Eine Eskadron wehrte erfolgreich einen Überfall durch Insurgenten auf Igló ab. Abteilungen des Regiments wiesen beim Rückzug vom Branisko - Pass den verfolgenden Gegner zurück. Im Sommerfeldzug standen auch die beiden anderen Divisionen in Ungarn, das gesamte Regiment kämpfte in beiden Schlachten von Komorn, des Weiteren bei Makó und Dreispitz. Im September wurden drei Eskadronen zur Belagerung von Komorn detachiert. (K.u.k. Galizisches Ulanen-Regiment „Kaiser Joseph II.“ Nr. 6)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1989

Werk:
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Bronze-Medaille, “Gesicher und Schicksale”, Hatvan, Ungarn (András Kiss Nagy)

Partnerstädte

1997

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Hatvan, Ungarn, seit (Jarocin)

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