Hauptstadt Japans

Die Hauptstadt Japans (Hauptstadt: jap., auch , miyako; modern: 首都, shuto) ist Tokio. Im Laufe der Geschichte Japans wechselte die Hauptstadt Japans allerdings mehrmals den Standort, wobei zum Teil Unklarheiten darüber bestehen, was als die jeweilige Hauptstadt anzusehen war: Nach dem traditionellen japanischen Verständnis steht der Begriff der Hauptstadt in enger Verbindung mit der Residenz des Tennō, die sich bis zum Jahr 1868 meist in der Kinki-Region (近畿, „nahe der Hauptstadt“) befand, bis im Jahr 1868 Kyōto (京都市, „kaiserliche Residenz“) als langjährige kaiserliche Haupt- und Residenzstadt aufgegeben wurde.

Einer Hauptstadt im Sinne des politischen Machtzentrums des Landes entsprachen die kaiserlichen Residenzstädte kaum, da der Tennō im Laufe der Geschichte nur selten über tatsächliche Regierungsgewalt verfügte. Die politische Macht lag vielmehr für lange Zeit bei den Shogunats-Regierungen, die sich abseits des Kaiserhofes innerhalb der Kantō-Region in Kamakura und Edo ansiedelten. Erst mit dem Umzug des Tennō 1868 von Kyōto nach Edo, was daraufhin in Tokio (東京, „kaiserliche Residenzstadt im Osten“) umbenannt wurde, befinden sich heute der Kaiserpalast und das politische Zentrum Japans wieder an einem Ort, da in Tokio auch die japanische Regierung ihren Sitz hat.

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Asien

1869

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Tokio (vormals Edo) wird japanische Hauptstadt.

794 n. Chr.

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In Japan wird die Hauptstadt des Kaiserreiches von Nara nach Heian-kyō (Kyōto) verlegt. Beginn der Heian-Zeit

710 n. Chr.

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Gründung der japanischen HauptstadtHeijō-kyō (Nara) unter der Gemmei-tennō. Beginn der Nara-Zeit; sie löst die Asuka-Zeit ab.

592 n. Chr.

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Die japanische Kaiserin Suiko verlegt bei Amtsantritt die Hauptstadt des Kaiserreiches nach Asuka-kyō, was dieser Periode den Namen Asuka-Zeit gibt.

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