Hauptverwaltung Aufklärung

Die Hauptverwaltung Aufklärung (HVA, MfS-intern auch Hauptverwaltung A und HV A) war der Auslandsnachrichtendienst der DDR und gehörte zum Ministerium für Staatssicherheit. Durch die Auflösung des MfS 1990 und die anschließende Offenlegung seiner Arbeitsweise wurde die HVA zum Gegenstand eines breiten öffentlichen Interesses und intensiver Forschung (seit 1991 in Verantwortung des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen). Das Ende der HVA und damit das Bekanntwerden der Strukturen, Methoden und Mitarbeiter eines Nachrichtendienstes stellt einen bislang einmaligen Sonderfall in der deutschen Geschichte dar.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Hansjoachim Tiedge stirbt nahe Moskau. Hansjoachim Tiedge war ein deutscher Nachrichtendienstbeamter und Überläufer. Er trat 1966 in die Dienste des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) in Köln und war bis 18. August 1985 zuständig für die Abwehr der DDR-Spionage, bevor er in die DDR überlief.
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Gestorben: Reiner Fülle stirbt. Reiner Paul Fülle war ein Agent der Hauptverwaltung Aufklärung des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.
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Gestorben: Heinz Geyer stirbt bei Berlin. Heinz Geyer war der letzte Stabschef der Hauptverwaltung Aufklärung (HV? A) im Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR.
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Gestorben: Markus Wolf stirbt in Berlin. Markus Johannes („Mischa“) Wolf leitete 34 Jahre, von 1952 bis 1986, die Hauptverwaltung Aufklärung (HVA), den Auslandsnachrichtendienst im Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR.
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Gestorben: Lorenz Betzing stirbt in Berlin. Lorenz Betzing war ein Spion der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) des Staatssicherheitsdienstes der DDR.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1961

Bewertung > Nachrichtendienstliche Erfolge:
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Agentenrückzug – Die Rückzugsmöglichkeiten Richtung DDR waren deutlich besser als die in der Gegenrichtung, besonders ab dem Mauerbau

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1989

Geschichte > Auflösung (Abwicklung):
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Andererseits existierte seit 1987 eine externe Sicherungskopie der SIRA-Datenbank, in der die HVA-Eingangsinformationen als Zusammenfassungen samt einigen Daten zu den liefernden Spionen gespeichert wurden. Diese SIRA-Kopie entging der Vernichtung, kam auf Umwegen ins BStU-Archiv und wurde seit 1998 weitgehend entschlüsselt. Zusammen mit den von der CIA übergebenen Rosenholz-Dateien ermöglichen diese Daten inzwischen tiefe Einblicke in die DDR-Spionage der Jahre 1969 bis

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