Hausmeier

Das Amt des Hausmeiers (oder Majordomus bzw. maior domus, aus lateinischmaior „der Verwalter“ und domus „das Haus“, also des „Verwalters des Hauses“) zählte zu den Ämtern des frühmittelalterlichen Hofes. Im Merowingerreich gewannen die Hausmeier großen Einfluss und bestimmten maßgeblich die Politik des Reiches.

mehr zu "Hausmeier" in der Wikipedia: Hausmeier

Geboren & Gestorben

thumbnail
Gestorben: Pippin der Jüngere stirbt in Saint-Denis bei Paris. Pippin der Jüngere, genannt auch Pippin III., Pippin der Kurze und Pippin der Kleine war ein fränkischerHausmeier aus dem Geschlecht der Karolinger und seit 751 König der Franken. Er war der Sohn Karl Martells und der Vater Karls des Großen.

714 n. Chr.

thumbnail
Geboren: Pippin der Jüngere wird geboren. Pippin der Jüngere, genannt auch Pippin III., Pippin der Kurze und Pippin der Kleine war ein fränkischerHausmeier aus dem Geschlecht der Karolinger und seit 751 König der Franken. Er war der Sohn Karl Martells und der Vater Karls des Großen.
thumbnail
Gestorben: Karl Martell stirbt. Oktober oder 741 in der Königspfalz Quierzy. Karl Martell war ein fränkischer Hausmeier. Er stieg als Sohn Pippins des Mittleren in dieses Amt auf, dessen Besetzung durch Nachfolgekämpfe geprägt war, auf die der merowingische König keinen Einfluss mehr hatte. Unter Karl Martell setzte sich die im frühen 7. Jahrhundert begonnene Entwicklung zur königsgleichen Herrschaft der Hausmeier fort. Am Ende dieses Prozesses waren die merowingischen Könige nur noch Marionetten der rivalisierenden Adelsfraktionen, bis mit Karl Martells Sohn Pippin dem Jüngeren ein karolingischer Hausmeier König der Franken wurde und die alte Dynastie ablöste.

Ereignisse

681 n. Chr.

thumbnail
Nach dem Tod Ebroins wird WarattoHausmeier in Neustrien.

Fränkisches Reich

717 n. Chr.

thumbnail
21. März: Sieg des HausmeiersKarl Martell über seine neustrischen Gegner in der Schlacht von Vincy.

Politik & Weltgeschehen

746 n. Chr.

thumbnail
HausmeierKarlmann schlägt den letzten Aufstand der Alamannen nieder. Das sogenannte Blutgericht zu Cannstatt, dem zahlreiche alemannische Adlige zum Opfer fallen, bedeutete das Ende von Theudebalds Macht. Sein Land wird künftig als Teil des Frankenreiches von fränkischen Grafen verwaltet.

730 n. Chr.

thumbnail
Der fränkischeHausmeierKarl Martell führt einen Feldzug gegen Alamannenherzog Lantfrid

723 n. Chr.

thumbnail
Bajuwaren und Alamannen erheben sich unter Bruch ihrer Friedenseide gegen den fränkischenHausmeierKarl Martell.

689 n. Chr.

thumbnail
Der fränkische HausmeierPippin der Mittlere besiegt die Friesen unter Radbod bei Dorestad; dieser muss das westliche Friesland an die Franken abtreten.

687 n. Chr.

thumbnail
Pippin II., der Hausmeier von Austrasien, siegt über den Majordomus von Neustrien in der Schlacht bei Tertry.

Frankenreich

719 n. Chr.

thumbnail
Nach dem Tod des austrasischen Königs Chlothar IV. anerkennt der fränkischeHausmeierKarl Martell den Merowinger Chilperich II. als König des Frankenreichs. Nach dem Sieg Karl Martells über seinen Rivalen Raganfrid (am 14. Oktober bei Néry) ist allerdings Karl Martell eigentlicher Machthaber im Reich und Chilperich lediglich Schattenkönig.

714 n. Chr.

thumbnail
Nach dem Tod des fränkischenHausmeiersPippin der Mittlere kommt es zu einem Machtkampf zwischen der Witwe Plektrudis und Pippins unehelichem Sohn Karl Martell; der junge Merowingerkönig Dagobert III. spielt dabei, da er lediglich ein Schattenkönig ist, keine Rolle.

711 n. Chr.

thumbnail
Anfang des Jahres: Nach dem Tod des Frankenkönigs Childebert III. wird dessen Sohn Dagobert III. sein Nachfolger; er ist erst 10 Jahre alt, eigentlicher Regent ist daher der HausmeierPippin der Mittlere.

673 n. Chr.

thumbnail
Nach dem Tod von Chlothar III. kommt es unter seinen beiden Brüdern zum Kampf um die Nachfolge im Frankenreich: Gegen Theuderich III., der sich zum König von Neustrien und Burgund macht, und seinen HausmeierEbroin steht Childerich II., der sich durchsetzen kann und Herrscher des Gesamtreichs wird, während Theuderich geschoren und in die Abtei Saint-Denis gesteckt wird.

641 n. Chr.

thumbnail
Nach dem Tod des neustrischenHausmeiersAegas übernimmt Erchinoald das Amt.

Europa

751 n. Chr.

thumbnail
Ereignisse > Europa: Absetzung des letzten merowingischen Königs durch Pippin schließt den Prozess der fortschreitenden Entmachtung der merowingischen Könige durch die karolingischenHausmeier ab. (8. Jahrhundert)

747 n. Chr.

thumbnail
Der HausmeierKarlmann tritt zurück und geht auf Pilgerreise nach Rom, um schließlich ins Kloster am Berg Soracte (später ins Kloster Monte Cassino) einzutreten. Möglicherweise hängt dieser Entschluss mit dem von ihm im Vorjahr angeordneten Blutgericht zu Cannstatt zusammen. Seinen Sohn Drogo übergibt er in die Obhut seines jüngeren Bruders Pippins des Jüngeren, der Hausmeier über das Gesamtreich wird.

744 n. Chr.

thumbnail
Alamannenherzog Theudebald rebelliert im Elsass, HausmeierPippin vertreibt ihn und bringt das Elsass wieder unter seine Gewalt.

743 n. Chr.

thumbnail
Die HausmeierPippin und Karlmann ziehen gegen Slawen, Sachsen und Alamannen unter Bajuwarenherzog Odilo und Alamannenherzog Theudebald. Beide Herzöge fliehen nach der Niederlage am Lech.

742 n. Chr.

thumbnail
Alamannenherzog Theudebald stiftet mit Wasconen, Bajuwaren und Sachsen im Elsass einen Aufstand an. Die HausmeierPippin und Karlmann ziehen gegen ihn ins Feld.

"Hausmeier" in den Nachrichten