Head-Mounted Display

Ein Head-Mounted Display [ˈhedmaʊntɪd dɪˈspleɪ] (wörtlich „am Kopf befestigte Anzeige“), kurz HMD, ist ein auf dem Kopf getragenes visuelles Ausgabegerät. Es präsentiert Bilder entweder auf einem augennahen Bildschirm oder projiziert sie direkt auf die Netzhaut (siehe virtuelle Netzhautanzeige). Je nach Ausgestaltung nennt man das HMD auch Videobrille, Helmdisplay oder VR-Helm.

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Technik




Die Hauptkomponenten eines HMDs sind eine Displayeinheit und eine HMD-Optik. Die Displayeinheit liefert das Bild aus einer angeschlossenen Datenquelle. Dies kann ein Laptop, ein Pocket-Computer oder auch ein stand alone player sein. Die HMD-Optik leitet das Bild weiter und projiziert es vor das Auge. Allerdings muss die Anzeige bei Fehlsichtigen (Kurz- oder Weitsichtigen) dem Auge angepasst werden.Datenbrillen der ersten Generation waren mit je einer vor jedem Auge befestigten Kathodenstrahlröhre ausgestattet.Heutige HMDs sind meist mit zwei LCD- oder OLED-Monitoren ausgestattet. Diese sind in eine Brille oder einen Datenhelm integriert.HMDs können auch über ein Virtual Retinal Display (VRD) verfügen. Diese Technik projiziert ein Bild direkt auf die Netzhaut. Somit entsteht ein Bild, als ob die Daten vor dem Auge schweben würden. Zusammen mit einer transparenten bzw. transluzenten Brille kann das Auge die Umgebung sowie die Darstellungen der Brille gleichzeitig erfassen. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Bild skaliert werden kann und so das gesamte Blickfeld ausgenutzt wird. Moderne HMDs sind mit einer Bildauflösung von 1280 × 1024 Pixel erhältlich.Ausgestattet mit einem Head Tracker (dt.: ‚Kopf-Verfolger‘) kann das Bild an die momentane Blickrichtung angepasst werden. Anhand von Referenzpunkten an dem HMD kann der Head Tracker die Kopfbewegung erfassen. Mit den gesammelten Positionsdaten des Kopfes kann das projizierte Bild in Echtzeit verändert werden. Somit entsteht auch bei Bewegung das Gefühl, Teil der Anwendung zu sein. Verzögerte und unscharfe Darstellung kann zu unangenehmen Nebenerscheinungen wie der Simulator Sickness (Simulatorübelkeit) und einer Herabsetzung der Präsenz und/oder des Grades der Immersion führen.Wichtigste technische Kenngröße ist neben Stereoskopie-Fähigkeit, Gewicht, Auflösung der Bildschirme usw. vor allem das Sichtfeld (engl.: Field of View, kurz FOV), das bei gut dokumentierten Geräten als horizontales und vertikales FOV angegeben wird.

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Geschichte > Einwohnerentwicklung

1833

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1.823 Einwohner in 283 Häusern (Lehe (Bremerhaven))

Geboren & Gestorben

Geboren:
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Palmer Luckey wird in Long Beach, Kalifornien geboren. Palmer Freeman Luckey ist ein US-amerikanischer Unternehmer und Gründer von Oculus VR und Erfinder der Oculus Rift, eines Head-Mounted Displays für Virtual-Reality-Anwendungen.

Geschichte

2014

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Das Oculus Rift Development Kit 2 wird ausgeliefert. Sony präsentiert auf der GDC das Project Morpheus, den Prototyp für eine Virtual-Reality-Brille für die PlayStation 4, welcher ähnlich weit entwickelt ist wie die Entwicklerversion 2 der Oculus Rift.

2012

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John Carmack stellte auf der E3 ein eigens konzipiertes HMD vor, welches ein großes Sichtfeld (etwa 90°) mit geringer Latenz (etwa 20? ms) und potenziell niedrigem Preis kombiniert. Im selben Jahr startete die neu gegründete Firma OculusVR eine Crowdfunding Kampagne, über die die Entwicklung der Oculus Rift HMD (110° diagonales Sichtfeld, 50? ms Latenz) finanziert wurde, welches seit 2013 für $350 als Development Kit verkauft wird.

2011

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Sony stellt das erste 3D-fähige Head-Mounted Display mit HD OLED Display vor (HMZ-T1).

2009

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das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS in Dresden stellte eine interaktive Datenbrille vor, die Kontrollvorgänge durch Augenbewegungen auslösen kann. Seit 2012 werden diese Arbeiten an der Fraunhofer-Einrichtung für Organik, Materialien und elektronische Bauelemente COMEDD fortgeführt.

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