Heinrich Gustav Magnus

Gustav Magnus 1841, Gemälde von Eduard Magnus
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Heinrich Gustav Magnus (* 2. Mai 1802 in Berlin; † 4. April 1870 in Berlin) war ein deutscher Physiker und Chemiker. Er entdeckte ein Platinsalz (Magnus-Salz), stellte die Magnus-Formel auf und lieferte die physikalische Erklärung eines Phänomens, das seitdem ebenfalls mit seinem Namen verbunden ist (Magnus-Effekt). Mit den von Magnus organisierten Kolloquien und sonstigen Lehrveranstaltungen in seinem Haus am Kupfergraben (Magnus-Haus), beginnt die große physikalische Tradition der Humboldt-Universität. Er gilt als Begründer einer der wichtigsten Physikerschulen des 19. Jahrhunderts. Zu seinen Schülern zählen u. a. August Kundt, Emil Warburg und Hermann von Helmholtz.



Werdegang




Magnus besuchte das Friedrichswerdersche Gymnasium und anschließend die Cauersche Anstalt. Nach Ableistung seines Wehrdienstes als Freiwilliger beim Garde-Schützen-Bataillon studierte er ab 1822 an der Berliner Universität Chemie, Physik und Technologie. Er wurde 1827 bei Eilhard Mitscherlich promoviert mit einer Arbeit über das chemische Element Tellur. Seine Studien setzte er zunächst an der Stockholmer Akademie der Wissenschaften im Labor von Berzelius fort, mit dem ihn bis zu dessen Tod eine freundschaftliche Beziehung verband. Danach ging er an die Sorbonne zu Gay-Lussac und Thénard. Nach seiner Rückkehr erlangte er 1831 die Lehrbefugnis für Technologie und Physik. Neben seiner Dozentur an der Hochschule unterrichtete er auch an verschiedenen Institutionen, so an der Berliner Artillerie- und Ingenieurschule. Einer seiner dortigen Schüler war Werner Siemens, der in seinen Lebenserinnerungen beschrieb, wie sehr er den Unterricht genossen habe, der ihm eine „neue, interessante Welt eröffnete“. Magnus war es später auch, der für die Veröffentlichung der Siemensschen Arbeit über das dynamoelektrische Prinzip sorgte. 1834 erhielt Magnus eine außerordentliche Professur, 1845 eine ordentliche Professur in Berlin. 1861/1862 bekleidete er das Amt des Rektors der Universität. Nach dem Tode Humboldts gab Magnus den Anstoß zur Gründung der Humboldt-Stiftung, deren finanzielle Ausstattung er sicherstellte....

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Heinrich Gustav Magnus stirbt in Berlin. Heinrich Gustav Magnus war ein deutscher Physiker und Chemiker. Er entdeckte ein Platinsalz (Magnus-Salz), stellte die Magnus-Formel auf und lieferte die physikalische Erklärung eines Phänomens, das seitdem ebenfalls mit seinem Namen verbunden ist (Magnus-Effekt). Mit den von Magnus organisierten Kolloquien und sonstigen Lehrveranstaltungen in seinem Haus am Kupfergraben (Magnus-Haus), beginnt die große physikalische Tradition der Humboldt-Universität. Er gilt als Begründer einer der wichtigsten Physikerschulen des 19. Jahrhunderts. Zu seinen Schülern zählen u.a. August Kundt, Emil Warburg und Hermann von Helmholtz.
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Geboren: Heinrich Gustav Magnus wird in Berlin geboren. Heinrich Gustav Magnus war ein deutscher Physiker und Chemiker. Er entdeckte ein Platinsalz (Magnus-Salz), stellte die Magnus-Formel auf und lieferte die physikalische Erklärung eines Phänomens, das seitdem ebenfalls mit seinem Namen verbunden ist (Magnus-Effekt). Mit den von Magnus organisierten Kolloquien und sonstigen Lehrveranstaltungen in seinem Haus am Kupfergraben (Magnus-Haus), beginnt die große physikalische Tradition der Humboldt-Universität. Er gilt als Begründer einer der wichtigsten Physikerschulen des 19. Jahrhunderts. Zu seinen Schülern zählen u.a. August Kundt, Emil Warburg und Hermann von Helmholtz.

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Heinrich Gustav Magnus starb im Alter von 67 Jahren. Heinrich Gustav Magnus war im Sternzeichen Stier geboren.

Wissenschaft & Technik

1852

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Heinrich Gustav Magnus bringt den Nachweis des Magnus-Effekts, ein Phänomen der Strömungsmechanik.

1843

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Heinrich Gustav von Magnus führt in Berlin sein „Physikalisches Colloquium“ ein, das ab 1845 zur „Physikalischen Gesellschaft“ wird (heute Deutsche Physikalische Gesellschaft).

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1998

Ehrung:
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Magnusstraße im Wissenschaftsstandort in Berlin-Adlershof

1994

Ehrung:
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Ehrengrab der Stadt Berlin auf dem Dorotheenstädtisch-Friedrichswerderschen Friedhof I, Abt. CK, G3.

1930

Ehrung:
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Gedenktafel der Deutschen Physikalischen Gesellschaft am Magnus-Haus

1882

Ehrung:
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Gründung der Gustav Magnus-Stiftung

1874

Ehrung:
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Aufstellung der Marmorbüste in der Gelehrtengalerie der Humboldt-Universität

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