Heinrich VII. (HRR)

Heinrich VII. (* 1278/79 in Valenciennes; † 24. August 1313 in Buonconvento bei Siena) entstammte dem Haus Limburg-Luxemburg und war Graf von Luxemburg und Laroche sowie Markgraf von Arlon. Er war von 1308 bis 1313 römisch-deutscher König und seit dem 29. Juni 1312 römisch-deutscher Kaiser. Heinrich war der erste der insgesamt drei Kaiser des Heiligen Römischen Reiches aus dem Hause Luxemburg.

In der Regierungszeit Heinrichs VII. gelangte das Haus Luxemburg in den Besitz des Königreichs Böhmen, was das Fundament für die später bedeutende Hausmacht der Luxemburger im Reich legte. Im deutschen Reichsteil betrieb Heinrich eine konsensorientierte und erfolgreiche Politik. Im Herbst 1310 unternahm er einen Italienzug, um sich die Kaiserkrone zu sichern. Heinrich VII. war der erste römisch-deutsche König nach dem Staufer Friedrich II., der auch zum Kaiser gekrönt wurde. Seine schon als König begonnene energische Arbeit zur Erneuerung der kaiserlichen Herrschaft führte bald zum Konflikt mit guelfischen Kräften in Italien und mit dem König von Neapel(-Sizilien) Robert von Anjou. In dieser Auseinandersetzung ergriff Papst Clemens V., der zunächst mit Heinrich kooperiert hatte, schließlich Partei für die Guelfen. Heinrichs auf Ausgleich zwischen den verfeindeten Gruppen in Reichsitalien zielende Politik scheiterte vor allem an den Widerständen der Beteiligten, die sich eine Politik jeweils zu ihren Gunsten erhofft hatten. Heinrich hatte bis zu seiner Königswahl gute Beziehungen zum Königshof von Paris unterhalten, doch verschlechterten sich diese aufgrund seiner Politik im westlichen Grenzraum, wo er verlorene Reichsrechte einforderte. Damit geriet Heinrich in Konflikt mit dem mächtigen französischen König Philipp IV.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Heinrich VII. (HRR) stirbt in Buonconvento bei Siena. Heinrich VII. entstammte dem Haus Limburg-Luxemburg und war Graf von Luxemburg und Laroche sowie Markgraf von Arlon. Er war von 1308 bis 1313 römisch-deutscher König und seit dem 29. Juni 1312 römisch-deutscher Kaiser. Heinrich war der erste der insgesamt drei Kaiser des Heiligen Römischen Reiches aus dem Hause Luxemburg.

1278

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Geboren: Heinrich VII. (HRR) wird /79 in Valenciennes geboren. Heinrich VII. entstammte dem Haus Limburg-Luxemburg und war Graf von Luxemburg und Laroche sowie Markgraf von Arlon. Er war von 1308 bis 1313 römisch-deutscher König und seit dem 29. Juni 1312 römisch-deutscher Kaiser. Heinrich war der erste der insgesamt drei Kaiser des Heiligen Römischen Reiches aus dem Hause Luxemburg.

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Der Wittelsbacher Sieg in der Schlacht bei Mühldorf entscheidet die Streitigkeiten um die Nachfolge des 1313 verstorbenen römisch-deutschen Königs Heinrich VII.
Exponierte Ereignisse:
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Mit Heinrich VII. aus dem Haus Luxemburg wird erstmals seit dem 1250 verstorbenen Staufer Friedrich II. wieder ein römisch-deutscher Herrscher zum Kaiser gekrönt.

Politik & Weltgeschehen

1310

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Heinrich VII. setzt Heinrich von Kärnten als König von Böhmen ab. Er vermählt seinen Sohn Johann von Böhmen, später der Blinde genannt, mit der Tochter des früheren böhmischen Königs Wenzel II. Dadurch ist Böhmen und Luxemburg als Hausmacht der Luxemburger vereinigt.

1309

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Robert von Anjou (* 1278), auch der Weise genannt, wird König von Neapel. Er soll schließlich der erbittertste Gegner von Heinrich VII. von Luxemburg werden.
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Die Kurfürsten wählen statt Karl von Valois den Grafen Heinrich VII. von Luxemburg, und dies trotz der massiven Wahlbestechung von Seiten Karls. Papst Clemens V. erkennt die Wahl des neuen Königs an.

1308

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Heinrich VII. von Luxemburg bestätigt die Freibriefe der Schweizer Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden.

Antike

1212

Heiliges Römisches Reich:
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März: Der designierte König Friedrich II. bricht gegen den Rat seiner Gattin Konstanze mit nur geringem Gefolge von Sizilien nach Deutschland auf. Zuvor hat er auf Verlangen des Papstes, Innozenz III., seinen einjährigen Sohn Heinrich zum König von Sizilien krönen lassen und die Regentschaft seiner Gattin übergeben.

Europa

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Kaiser Heinrich VII. verurteilt in Pisa, wohin er sich krankheitshalber auf seinem Italienzug zurückgezogen hat, auf Grund der von ihm erlassenen Gesetze über Majestätsverbrechen seinen Gegenspieler Robert von Anjou in Abwesenheit zum Tode.
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Heinrich VII. von Luxemburg wird in Mailand zum König der Lombardei gekrönt.

1311

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Heinrich VII. von Luxemburg schlägt einen Aufstand in Mailand nieder. Der Anführer der Guelfen, Guido della Torre, wird vertrieben, Matteo I. Visconti wieder als Herrscher von Mailand eingesetzt.

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