Helmut Böttiger

Helmut Böttiger Leipziger Buchmesse 2013
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Leben




Helmut Böttiger studierte nach dem Abitur in Weikersheim Germanistik und Geschichte in Freiburg. Er beendete sein Studium mit einer Dissertation über Fritz Rudolf Fries und die DDR-Literatur. Nach verschiedenen Stationen als Kulturredakteur in Stuttgart, Frankfurt und Berlin, unter anderem als verantwortlicher Literaturredakteur der Frankfurter Rundschau, lebt er seit 2002 als freier Autor in Berlin.1993 erschien Böttigers Buch Kein Mann, kein Schuss, kein Tor. Das Drama des deutschen Fußballs, das den Beginn einer ganzen Strömung feuilletonistischer Bücher über den Fußball markierte. „Helmut Böttiger hat im letzten Dämmerlicht eine bemerkenswerte Ästhetik des deutschen Fußballs geschrieben“, vermerkte Dirk Schümer: „Böttiger glänzt durch seine ungemein kundigen Rück- und Seitenblicke, die dem Fußball ganz selbstverständlich eine ästhetisch-politische Bedeutung zugestehen.“ Der Titel Kein Mann, kein Schuss, kein Tor verweist auf den Zustand des deutschen Fußballs, den Böttiger sehr beklagt, man würde zu sehr auf die altbackenen „deutschen Tugenden“ setzen – tatsächlich bildeten danach die Weltmeisterschaften 1994 und 1998 sowie vor allem die Europameisterschaft 2000 einen Tiefpunkt in der deutschen Fußballgeschichte. Einige zeitgenössische Rezensenten warfen dem Autor aber auch „Kulturpessimismus“ und „Schwarzseherei“ vor. Es entwickelte sich in der Folge ein heftiger Disput über den „Fußballfeuilletonismus“, der in den ersten Reaktionen auf Böttigers Buch gefeiert wurde, bald aber auch auf starke Kritik von angestammten Fußball-Journalisten und eher positivistisch geprägten Publizisten stieß....

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Geboren & Gestorben

Geboren:
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Helmut Böttiger wird in Creglingen geboren. Helmut Böttiger ist ein deutscher Schriftsteller, Literaturkritiker und Essayist.

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Helmut Böttiger ist heute 60 Jahre alt. Helmut Böttiger ist im Sternzeichen Jungfrau geboren.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1991

Veröffentlichungen:
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De Soto Diplomat: Notizen zu Kuba. (mit Photographien von Jorge Kaimán) Flugasche Verlag, Stuttgart

1985

Veröffentlichungen:
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Fritz Rudolf Fries und der Rausch im Niemandsland: eine Möglichkeit der DDR-Literatur. Edition Nachtcafé, Hamburg

1983

Veröffentlichungen:
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Graue Verführung: Gedichte. Nachtcaféverlag, Buchenbach

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2013

Ehrung:
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Preis der Leipziger Buchmesse für Die Gruppe 47

2012

1996

Ehrung:
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Ernst-Robert-Curtius-Förderpreis für Essayistik

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