Hemmschwelle

Hemmschwelle ist eine psychologische Beobachtung, dass ein Mensch erst nach besonders intensiver Motivation bereit ist, eine bestimmte Aktion auszuführen, wenn diese gegen erlernte oder ererbte Verhaltensweisen verstößt.

Ein Beispiel hierfür ist die regelmäßige Weigerung des Menschen, einen anderen Menschen körperlich zu verletzen oder zu töten. Diese durch instinktive Hemmung (Humanethologie), Erziehung, Moral und Gesetz aufgebaute Hemmschwelle wird in aller Regel nur in besonderen Situationen überschritten: u. a. nach starkem Alkoholgenuss, infolge psychischer Störungen oder durch gezielte Indoktrination. Die Hemmschwelle kann aber auch bei Gefahr für den eigenen Leib, das Leben und das Eigentum oder dessen, eines nahe stehenden Menschen überwunden werden im Sinne von Notstand- oder Notwehrhandlungen, um die Gefahr der schutzwürdigen Rechtsgüter abzuwenden.

mehr zu "Hemmschwelle" in der Wikipedia: Hemmschwelle

Tagesgeschehen

thumbnail
Hamburg: Der deutsche Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) kritisiert den Missbrauch beim Arbeitslosengeld II. „Die Hemmschwellen für die 'Abzocke' bei Arbeitslosengeld II und weiteren Unterstützungsleistungen sind offenkundig gesunken“, sagt Clement der „Bild am Sonntag“. Das zeige sich bei Zunahme von Korruption, Schwarzarbeit und beim Sozial-Missbrauch. Rund 4,6 Millionen Deutsche beziehen inzwischen Hartz IV. Clement hatte dagegen nur mit 3,2 Millionen gerechnet. Im Bundeswirtschaftsministerium sei von „Missbrauch im großen Stil“ die Rede, heißt es weiter.

"Hemmschwelle" in den Nachrichten