Hessisch Oldendorf

WappenDeutschlandkarte
Wappen der Stadt Hessisch Oldendorf
Koordinaten:5210?N, 915?O
Basisdaten
Bundesland:Niedersachsen
Landkreis:Hameln-Pyrmont
Hhe:62m .NHN
Flche:120,31km2
Einwohner:18.119 (31. Dez. 2015)
Bevlkerungsdichte:151Einwohner je km2
Postleitzahlen:31840, 31833
Vorwahlen:05152, 05151 (Ptzen), 05158 (Hemeringen)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthlt Text
Kfz-Kennzeichen:HM
Gemeindeschlssel:03252007
Stadtgliederung:24 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 13
31840 Hessisch Oldendorf
Webprsenz:www.hessisch-oldendorf.de
Brgermeister:Harald Krger (SPD)
Lage der Stadt Hessisch Oldendorf im Landkreis Hameln-Pyrmont

Hessisch Oldendorf ist eine Stadt im Landkreis Hameln-Pyrmont in Niedersachsen unweit der Weser. 1905 wurde dem Ortsnamen amtlich der Zusatz „Hessisch“ hinzugefügt, um ihn von anderen Orten des Namens „Oldendorf“ zu unterscheiden. Postalisch und behördlich war der Zusatz bereits länger üblich. Zu jener Zeit gehörte die Stadt zur preußischen Provinz Hessen-Nassau.



Inhaltsverzeichnis



Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hessisch Oldendorf liegt 13 Kilometer nordwestlich vor der Rattenfängerstadt Hameln an der Weser. Durch die Stadt führen außerdem der Weserradweg und die Deutsche Märchenstraße.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine geologische Besonderheit sind die Vorkommen von Planicosta-Sandstein.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Gemeindereform von 1973 gliedert sich Hessisch Oldendorf in acht Ortschaften mit insgesamt 24 Ortsteilen:

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 29. Januar 1973 wurde die bis dahin selbstständigen Gemeinden Fischbeck (Weser) und Hemeringen (bis dahin im Landkreis Hameln-Pyrmont) eingegliedert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zahlen beziehen sich auf die Kernstadt und die zugehörigen Ortschaften.(ab 1987 jeweils zum 31. Dezember)

Zu erkennen ist hier ein starker Zuzug von Kriegsflüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten, die sich besonders 1950 auf die Erhebung auswirkt. In diesem Jahr erreicht die Gemeinde auch ihre bis jetzt höchste Einwohnerzahl seit der Erhebung.

Durch den Zuzug neuer Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und anderen Staaten könnte die Zahl der Einwohner wieder steigen.

Einwohnerentwicklung von Hessisch Oldendorf seit 1939
JahrEinwohnerentwicklung
2015
?
18.119
2014
?
18.033
2012
?
18.114
2011
?
18.827
2010
?
18.927
2009
?
19.112
2008
?
19.312
2007
?
19.547
2006
?
19.612
2005
?
19.771
2004
?
19.973
2003
?
20.025
2002
?
19.923
2001
?
19.969
2000
?
20.078
1990
?
20.108
1998
?
20.099
1997
?
20.132
1996
?
20.081
1995
?
20.125
1992
?
19.546
1991
?
18.913
1990
?
18.088
1987
?
17.483
1983
?
18.990
1970
?
17.829
1961
?
17.461
1950
?
21.412
1939
?
10.991

Herkunft des Ortsnamens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte Bezeichnungen des Ortes sind um 1160-70 Othelricus de Aldenthorpe, 1208-32 Ludinger de altenthorpe, etwa 1237 bis 1247 Oldendorpe / Oldendorpe prope Scowenborch, 1242 in Oldendorp, 1265 Gerhardus de Oldendorpe, Oldendorf/Weser, 1905 Hess. Oldendorf und ab dem 19. Jahrhundert Hess. Oldendorf.

Die älteren Belege zeigen die altsächsische Form mit ald-, die jüngeren die normale Entwicklung zu old-, später wird daraus o(h)l. Mittelniederdeutsch Olendorp meint „altes Dorf“. Das norddeutsche dorp wird ersetzt durch hochdeutsch dorf. Der Einfluss hessischer Beamter führte zum Zusatz Hess(isch), was aber erst spät amtlich wurde. Außerdem bezieht sich der Name auf die Zugehörigkeit der Grafschaft Schaumburg zu Hessen-Kassel nach 1640.



Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flurkarte von Hessisch Oldendorf 1750
Bild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66
Lizenz: PD Coa Germany
  • Die Grndung (Hessisch) Oldendorfs als Stadt fllt hchst wahrscheinlich in das zweite Viertel des 13. Jahrhunderts. Mglicherweise plante Graf Adolf von Schaumburg, das befestigte Oldendorf zum Mittelpunkt der ca. 25 schaumburgischen Ortschaften der Umgebung zu machen und dadurch seine Macht zu sichern.
  • Das erstmals 1407 erwhnte Gymnasium, das auf eine schon im spten Mittelalter gegrndete stdtische Lateinschule zurckgeht, erfuhr ? in enger Verbindung mit der Universitt Rinteln ? seine Bltezeit um 1630.
  • Um 1500 hatte die Stadt ca. 1.300 Einwohner.
  • 1552 erreichte die Reformation die Grafschaft Schaumburg und damit Oldendorf.
  • In Oldendorf wurden 1558?1581 Hexenverfolgungen durchgefhrt: Zwei Frauen und ein Mann gerieten in Hexenprozesse, die beiden Frauen wurden wahrscheinlich verbrannt. Auch die Ortsteile Groenwieden, Hfingen, Rohden, Wickbolsen und Zersen waren von Hexenverfolgung betroffen.
  • Durch den Tod des letzten Grafen 1640 entstand ein Streit um die Grafschaft Schaumburg, der zu ihrer Aufspaltung in drei Teile fhrte. Oldendorf fiel zusammen mit Rinteln als Exklave an die Landgrafschaft Hessen-Kassel.
  • 1807?1813 gehrte Oldendorf, wie ganz Kurhessen, zum napoleonischen Knigreich Westphalen.
  • 1866, nach der Annexion von Hessen-Kassel durch Preuen, wurde die Stadt der preuischen Provinz Hessen-Nassau zugeordnet (darin ab 1867 dem Regierungsbezirk Kassel).
  • 1932 kam sie an die Provinz Hannover (darin in den Regierungsbezirk Hannover).
  • Mit der Auflsung des Landkreises Grafschaft Schaumburg (Kreisstadt Rinteln) und Neubildung des Landkreises Schaumburg (Kreisstadt Stadthagen) wurde die Stadt, die jahrhundertelang ?Oldendorf unter der Schaumburg? hie, am 1. August 1977 aus der historischen Zugehrigkeit herausgenommen und in den Landkreis Hameln-Pyrmont eingegliedert.

Schlachten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Idistaviso-Schlacht (16 n. Chr.)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vermutetes Idistaviso-Schlachtfeld
Bild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66
Lizenz: PD Coa Germany

Die Annalen des Tacitus sind die einzige authentische Quelle, die über den Feldzug der Römer unter Germanicus durch das unbesetzte-Germanien in den Jahren 15 bis 16 n. Chr. und seinen Sieg über das Heer des Arminius berichten. Angelegt war dieser überaus sorgfältig angelegte Feldzug der Römer als Rachefeldzug für die schmerzliche römische Niederlage in der Varus-Schlacht im Jahre 9 n. Chr. Das Fehlen von exakten Ortsangaben hat seit Jahrhunderten die Historiker mit unterschiedlichen Hypothesen über die geographische Lage des Idistaviso-Schlachtfeldes beschäftigt. Die Mehrzahl der Autoren legen aber überzeugend dar, dass diese Schlacht nur in den Stauwiesen zwischen Hessisch Oldendorf und Fischbeck stattgefunden haben kann.

Schlacht am Sntel (782)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Verlauf der gewaltsamen Christianisierung durch Karl den Großen stießen im Jahr 782 Franken und Sachsen am Süntel aufeinander. Ein Frankenheer, ursprünglich gegen die Sorben in Thüringen ausgesandt, erfuhr von einem erneuten Aufstand der Sachsen, entdeckte deren Lager am Süntel und stürmte blindlings auf den Feind ein. Die Sachsen unter ihrem Führer Herzog Widukind erwarteten den Angriff in guter Ordnung; ein Teil von ihnen umging die Franken, die daraufhin fast alle erschlagen wurden. Die Namen Totental und Blutbach am Hohenstein und das Dachtelfeld (tachteln = schlagen) erinnern noch an das Massaker. Karl der Große rächte sich mit dem „Blutgericht von Verden“, bei dem angeblich 4500 Edle der Sachsen hingerichtet wurden. Die Historiker sind sich darüber aber nicht einig.

Schlacht bei Oldendorf (1633)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Merian-Stich der Schlacht
Bild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66
Lizenz: PD Coa Germany

Eine weitere historisch bedeutsame Schlacht um Hessisch Oldendorf fand am 28. Junijul./ 8. Juli 1633greg. statt, als ein protestantisches Heer von Schweden, Hessen und Braunschweig-Lüneburgern dem katholisch-kaiserlich besetzten Hameln zu Hilfe kam. Zum Kampf kam es in der Schlucht zwischen Segelhorst und Barksen. Zum glänzenden Sieg über die kaiserlichen Truppen halfen die genaue Ortskenntnis eines Rittmeisters, der in Oldendorf geboren war, und der erste Einsatz beweglicher Feldartillerie. Bei dieser Schlacht wurden an einem einzigen Tag über 7000 Tote gezählt.

In Höfingen wurde 1635 eine Hexenverfolgung durchgeführt: Zwei Frauen wurde in Hexenprozessen angeklagt, eine wurde wahrscheinlich verbrannt.

Abdmmung der Weser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Oldendorfer Wesertal wurde von mehreren Weserarmen durchflossen, die noch heute bei Hochwasser gut zu erkennen sind. Der Hauptarm der Weser floss direkt am „Münchhausenhof“ und den Stadtwällen von Hessisch Oldendorf entlang und sicherte durch den Schiffsverkehr der Stadt erhebliche Zolleinnahmen. Schweren wirtschaftlichen Schaden nahm die Stadt, als zwischen 1615 und 1682 der Landdrost Jobst von Mengersen die Weser in den Stauwiesen bei Weibeck abdämmte. Durch die Trockenlegung alter Weserarme wurden aber bedeutende fruchtbare Ackerflächen gewonnen, die dem Vermögen der Grafen von Schaumburg zufielen. Dem Volksglauben nach soll Jobst für seine Tat an nebligen Tagen ruhelos bei der alten Weser umherirren und (Rad-)Wanderer erschrecken.

Jdische Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Juden-Gedenkstein auf dem alten Juden-Totenhof in der Nordostecke des Stadtwalls
Bild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66
Lizenz: PD Coa Germany

Schon im frühen 14. Jahrhundert berichten Hamelner Urkunden von Juden in Oldendorf, die dann nach Hameln übersiedeln. Von 1597 haben sich Schriftstücke erhalten, in denen der Oldendorfer Bürgermeister dem Juden Isaak eine untadelige Führung als Händler und Geldverleiher bescheinigt. Geldgeschäfte aller Art waren ein Erwerbszweig, in den sich die Juden zwangsläufig flüchten mussten, nachdem ihnen die Handwerker-Zünfte und Kaufmannsgilden aus religiösen Gründen versperrt waren. So traten zwischen 1660 und 1723 auch die drei jüdischen Brüder Wallach mehrmals als Kreditgeber der Stadt auf. Um 1675 pachteten sie einen „Totenhof“ auf dem Nordwall und erwarben 1710 den ersten jüdischen Hausbesitz in der Stadt. Auch im weiteren Verlauf des 18. Jahrhunderts lebten hier drei jüdische Familien und handelten mit Ellenwaren, Fellen und Häuten – passend in einer Stadt mit zahlreichen Gerbern und Schuhmachern.

Die napoleonischen Reformen brachten den Juden die bürgerrechtliche Gleichstellung und dauerhafte Familiennamen – in Oldendorf: „Rosenberg“, „Blumenthal“ und „Lilienfeld“. Der Metzger Baruch Blumenthal nahm an den Befreiungskriegen teil und erhielt dafür 1823 eine Ehrenmedaille des zurückgekehrten hessischen Kurfürsten. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wuchs die Zahl der jüdischen Einwohner auf 43, bei 1343 Einwohnern insgesamt. Neben den Metzgern und kleinen Händlern ragten die Brüder Rosenberg (Kolonial- und Bankgeschäfte) und vor allem der wohlhabende Kaufmann Nathan Peritz Lilienfeld heraus, der im Revolutionsjahr 1848 sogar in den Stadtrat gewählt wurde. Aber bereits 1852 entzog eine kurhessische Verfassungsänderung allen Nichtchristen wieder solche Mandate. 1832 hatte Lilienfeld als jüdischer Gemeindeältester mit der Stadt einen Kaufvertrag geschlossen, durch den ein neuer jüdischer Friedhof östlich der Stadt angelegt werden konnte (An der Bollwegstrift, unten an der Zufahrt zum städtischen Friedhof gelegen).

Neuer Jüdischer Friedhof seit 1832
Bild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66
Lizenz: PD Coa Germany

Von der Kaiserzeit bis zur Zeit des Nationalsozialismus traten die jüdischen Geschäftsleute (z.B. Bankhaus u. Textilgeschäft Adolf Spanier, Landhandel Max Blumenthal, Viehhandlung Julius Löwenstein) als angesehene und ins Vereinsleben integrierte Mitbürger in Erscheinung. Julius Löwenstein war als Teilnehmer des Ersten Weltkriegs auch Ortsvereinsvorsitzender des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten.

Im Jahre 1933 erlebten 21 Oldendorfer Juden die Machtergreifung der Nationalsozialisten. Entrechtung, Misshandlung, Vertreibung und Mord wurden ihr Schicksal. Ein erster Tiefpunkt war 1935 eine vom Kreispropagandaleiter Carlowitz mit nachweislich erlogenen Behauptungen angezettelte Kundgebung auf dem Marktplatz wegen einer angeblichen „Rassenschändung“ im Haus des Viehhändlers Löwenstein. Aufgewiegelte Einwohner drangen daraufhin in dessen Haus ein, verwüsteten die Einrichtung und zwangen die Familie zum vorläufigen Verlassen der Stadt. Im August 1935 verbot der Stadtrat den kommunalen Bediensteten jeden Umgang mit Juden, sperrte den städtischen Viehmarkt für die jüdischen Viehhändler und untersagte allen Juden die Benutzung der Badeanstalt. In der Reichspogromnacht zum 10. November 1938 stürmten Oldendorfer SS-Angehörige und Zivilisten die Viehhandlung Löwenstein, plünderten die Wohnung und misshandelten die Ehefrau und deren Schwager. Die Familie Löwenstein emigrierte in die USA und 1939/40 fanden noch drei weitere Jugendliche Asyl in England und den USA. Für die übrigen 14 in Deutschland gebliebenen Oldendorfer Juden gab es keine Rettung. Ihre Spuren verloren sich durch Deportationen in die Konzentrationslager und Ghettos von Theresienstadt, Riga, Minsk, Litzmannstadt und Auschwitz. Nach dem Zweiten Weltkrieg besuchte Lieselotte Southam – die 1939 nach England entkommene Tochter von David und Lina Blumenthal (Viehhandel und Schuhgeschäft in der Langen Straße) – mehrfach ihren Geburtsort und berichtete 1994 ausführlich über ihre ermordeten Eltern, über das gesellschaftliche Zusammenleben in Hessisch Oldendorf vor 1933 und den Niedergang danach. Seit 1988 erinnert eine Gedenktafel auf dem Nordwall an die Stelle des ersten jüdischen Friedhofs und an die Geschichte der Oldendorfer Juden.

Mhlen in Hessisch Oldendorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtmühle am Westertor war die älteste Mühle der Stadt und bestand bereits seit der Stadtgründung im 13. Jahrhundert. Die Wassermühle Dömich an gleicher Stelle wurde 1863 – verstärkt mit einer Betriebsgrabenverbindung zum Rohdener Bach – errichtet und war bis ca. 1960 in Betrieb. Die Oldendorfer Windmühle wurde auf der Südostecke des Stadtwalles 1589 von der Stadt erbaut, brannte aber im Dreißigjährigen Krieg bereits wieder ab. Die Oldendorfer Schiffsmühle lag seit 1587 auf dem alten Weserarm vor der Südwestecke des Walles. Sie bestand aber nicht lange, denn wenige Jahrzehnte später war die alte Weser abgedämmt. 7 Schleifmühlen der Schmiede und Schlosser wurden 1655 gezählt. 1/2 Thaler Wasserzins verlangte die Stadt für jede Mühle. Die Münchhausen-Mühle an der Fuhler Weserbrücke gehörte bis zu Verkoppelung 1870 zum Münchhausen-Burghof. Vor 1600 wird sie bereits urkundlich erwähnt. Die Dampfmühle an der Segelhorster Straße wurde als Getreide- und Sägemühle 1868 bis ca. 1950 betrieben. Die Kokensmühle am Barksener Weg war ab 1571 Lohmühle des Oldendorfer Schusteramtes. Hier wurde Eichenrinde zu „Lohe“, die von den Gerbern zur Lederherstellung benötigt wurde, gemahlen. Bis 1668 war der Kokensmühle auch eine Walkmühle der Oldendorfer Tuchmacher, die ihre gewebten Leinenstoffe hier „walken“ ließen, angegliedert. Ab 1680 diente die Kokensmühle als Ölmühle.

Scharfrichter und Gerber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick von der Paschenburg nach Hessisch Oldendorf
Bild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66
Lizenz: PD Coa Germany

Der Dienstsitz des Schaumburger Scharfrichters ist seit Gründung der Stadt nachweisbar und befand sich auf dem Grundstück Mittelstraße 9/Ecke Paulstraße neben dem „Bürgerzwangturm“, der als städtisches Gefängnis ebenfalls der Aufsicht des Scharfrichters unterstand. Als Grundlage des Strafvollzugs diente die „Carolina“, die peinliche Halsgerichtsordnung Kaiser Karls V.

Der Beruf des Scharfrichters galt als nicht „ehrlich“, er gehörte keiner Gilde an und unterlag auch in Familienangelegenheiten besonderen Vorschriften. Im Ratskeller und in der Kirche hatte der Mann mit dem schrecklichen Handwerk seine festen, vom Rat der Stadt bestimmten Sitzplätze. Geheiratet wurde nur innerhalb der Scharfrichtersippen, niemals mit anderen Berufsgruppen.

1755 erfolgte die letzte Hinrichtung nach zuvor durchführtem Halsgericht und dreimaliger Tortur auf dem Schafott des Galgenangers an der Gemarkungsgrenze Welsede/ Großenwieden. Scharfrichter Farneck trennte einer Kindesmörderin mit dem Richtschwert den Kopf vom Rumpf.

In einem kleinen Land wie der Grafschaft Schaumburg war die „dienstliche Auslastung“ eines Scharfrichters eher gering. Um sein Auskommen zu sichern, wurde deshalb das Amt mit den Aufgaben des Abdeckers verbunden. Alles verendete Vieh der gesamten Grafschaft durfte ausschließlich durch den Oldendorfer Abdecker entsorgt werden. Bei Strafe war es den Bürgern verboten, ihr totes Vieh selbst zu vergraben. Die Abdeckerknechte holten dann das Vieh ab und verwerteten es in der „Fillerei“. Die Geruchsbelästigung in der engen Stadt und die Wasserbeeinträchtigung des Wallgrabens erforderte bald die Verlegung der „Fillekuhlen“ nach außerhalb der Stadtwälle an den Barksener Weg (heute Stadthalle). Verwertet wurden neben den Hufen und Hörnern hauptsächlich die Häute der verendeten Tiere.

Die Verarbeitung der Tierhäute erfolgte dann durch eine neue Berufsgruppe, den Gerbern. An den Bachläufen rund um die Stadt sind mehrere Gerbereien dokumentiert, wovon die Wehrhahnsche Gerberei an der Segelhorster Straße die größte war. Neben den Häuten war das ausreichende Vorhandensein von Eichenlohe, die in der Lohmühle aus Eichenrinde gewonnen wurde, Voraussetzung für die Lederherstellung. Diese fand aber mit der Entwicklung der industriellen Chromgerbung ihr schnelles Ende.

Als letzte profitierte von dem Schaumburger Scharfrichter und Abdecker die lederverarbeitende Zunft der Schuhmacher, die über Jahrhunderte recht bedeutend war. „Oldendorf ist eine Stadt, die neunundneunzig Schuster hat“, sangen die Kinder. Die industrielle Produktion in zwei Schuhfabriken löste auch dieses Kleingewerbe im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts ab.

Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stdtische Pflichtfeuerwehr vor 1875[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verheerende Brände haben in früheren Jahrhunderten Oldendorf heimgesucht. Am 23. September 1639 ging der größte Teil des Ortes aufgrund der engen Fachwerkbauweise in Flammen auf. Später organisierte der Rat der Stadt das Feuerlöschwesen, stellte Feuerherren an und erließ Feuerverordnungen. Im Jahre 1858 verfügte die Kurhessische Regierungskommission in Rinteln, dass jeder Einwohner zur Bekämpfung eines Brandes verpflichtet sei. Auf Grund dieser Verfügung ordnete die Stadt ihr Löschwesen. Der Alarm erfolgte mit der Feuerglocke und nötigenfalls hatte der Feuerreiter die Nachricht an anderen Feuerwehren außerhalb zu überbringen. Sämtliche männlichen Einwohner waren zu verschiedenen Tätigkeiten eingeteilt. Unter Leitung des Vizebürgermeisters Diedelmeyer trat die Rettungskompagnie an, um das Hab und Gut zu retten sowie zu bewachen. Die Bekämpfung des Brandes geschah mit einer großen, einer kleinen und einer Handspritze. Die große Spritze wurde von 28 Mann bedient, die kleine mit 22 Mann. Die Bauhandwerker der Stadt waren zu einer Handwerkskompagnie zusammengeschlossen. Es waren 15 Mann, die mit Feuerhaken die vom Feuer ergriffenen Gebäude auf Anordnung des Baubeamten niederzureißen hatten. Alle übrigen Männer hatten mit den ledernen Feuereimern Wasser herbeizutragen.

Freiwillige Feuerwehr ab 1875[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Verfügung vom 23. August 1875 regelte die Regierung zu Kassel das Feuerlöschwesen. Danach richtete Oldendorf eine Feuerwehr ein. Im Jahre 1925 ist die Freiwillige Feuerwehr in Steigerrott mit zwei Steigerwagen, drei Hydrantenrotts mit drei Hydrantenwagen und Absperrmannschaften eingeteilt worden. Eine Brandchronik seit 1875 bis 1925 weist nicht unerhebliche Brände in den Jahren 1876, 1879, 1880, 1882–1888, 1890, 1892–1894, 1896, 1898–1906, 1908, 1910, 1913, 1914, 1924 und 1925 aus.

Schuhfabrikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schuhfabrik Ferdinand Rinne KG wurde 1901 in Hessisch Oldendorf vom gleichnamigen Geschäftsführer Ferdinand Rinne gegründet. Im Jahre 1922 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. Der Standort war bis zum Ende des Bestehens der Firma das Areal in der Rüschstraße. Die Gebäude wurden in den 1990er Jahren aufwendig saniert und zu Wohn- und Geschäftskomplexen umgewandelt. Ebenfalls befindet sich die örtliche Polizeistation auf dem Gelände.

Nach dem Zweiten Weltkrieg profitierte das Unternehmen deutlich durch das einsetzende Wirtschaftswunder, so wurden neben verschiedenen Damen-, Herren- und Kindermodellen auch Militärstiefel produziert. Nach dem Abflauen der Wirtschaft und der stark zunehmenden Konkurrenz durch Schuhimporte aus den EWG- und Ostblockstaaten, Pakistan, Hongkong, Japan und China, geriet das Unternehmen, wie viele Schuhwerke in Westdeutschland in finanzielle Probleme. 1968 war es nach einem Verlust von rund einer Million Mark dem Konkurs sehr nahe. Zur Wende kam es allerdings durch die Übernahme der Aktienmehrheit durch den englischen Konzern Britton

NATO-Kaserne Hessisch Oldendorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Höhepunkt der Konfrontation des Kalten Krieges zwischen NATO und Warschauer Pakt ab 1960 errichtete die Bundesrepublik im Abstand von ca. 150 Kilometer zur innerdeutschen Grenze einen Gürtel mit Luftabwehrraketen-Stationen. In Hessisch Oldendorf wurde für dieses Verteidigungsprojekt ab 1963 eine zentrale Kasernenanlage für vier feste Abschussstationen mit jeweils fünf weiteren Ausweichplätzen gebaut.

Die 4. Lenkwaffen-Gruppe der Niederländischen Luftwaffe (4GGW) bezog im März 1965 die alte Zuckerfabrik als Notunterkunft und im Oktober 1965 die neue Kaserne an der Segelhorster Straße mit 1800 Personen. Für die niederländischen Familien entstanden im „Keukenhof“ entsprechende Wohnungen, Schulen und Soldatenheim. Zugeordnet waren der Hessisch Oldendorf Kaserne die Stationen Barsinghausen/Deister (420. Sqn), Bad Münder/Süntel (421. Sqn), Goldbeck (422. Sqn) und Reinsdorf/Bückeberge (423 Sqn). Ausgerüstet waren die Niederländischen Einheiten mit mobilen konventionellen „Hawk“-Luftabwehrraketen und den dazugehörigen Radarsystemen. Anfang der 1970er Jahre war dieses Luftabwehrsystem schon technisch veraltet und so wurden die niederländischen Luftwaffeneinheiten bereits zum 1. Juli 1975 wieder nach Holland zurückverlegt.

Neuer Hausherr der Kaserne in Hessisch Oldendorf wurde ab Mai 1976 die US Air Force. Der „600th TCG Hessisch Oldendorf Airstation“ unterstanden große Radarstationen in Bad Münder/ Süntel (609th), Schwelentrup (619th, 620th) und Bremerhaven (606th). Die US Airstation fungierte als eine der zentralen Leitstellen der norddeutschen Radarüberwachung. Logistisch unterstützt wurde die Airstation durch eine unterirdische Treibstoff-Pipeline von Münster nach Hessisch Oldendorf.

Mit dem Ende des Kalten Krieges kam auch das Ende der US-Airstation, die 1991 aufgelöst wurde. Die Kasernenanlage wurde noch einige Jahre als Niedersächsisches Auffanglager für Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion genutzt. Inzwischen ist das gesamte ehemalige Kasernengelände abgebrochen und zu einem modernen Wohngebiet umgenutzt worden. Einzige Erinnerung an die ehemalige Kaserne ist die amerikanische Schule, die heute als „Grundschule am Rosenbusch“ weiter existiert.

Die Treibstoff-Pipeline und die unterirdischen Tanklager im Süntel sind ab Fischbeck stillgelegt und zum Schutz vor Korrosion mit Stickstoff befüllt. Die verbliebene Pipeline wird in Teilbereichen von der Wintershall AG als Gas-Pipeline neu genutzt. Munitionsbunker, unter anderem in Wahrendahl, werden jetzt ebenfalls zivil genutzt.



Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St. Marien
Bild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66
Lizenz: PD Coa Germany

Die katholische Kirchengemeinde St. Bonifatius verdankt ihre Existenz hauptsächlich zugezogenen Kriegsflüchtlingen aus dem ehemaligen deutschen Gebiet Oberschlesien. Die Kirche an der Schilfstraße mit ihrem freistehenden Glockenturm und ein Jugendheim wurden 1950 erbaut, das Pfarrhaus folgte 1952. Später erfolgte der Anbau eines Saales an das Jugendheim, so dass heute ausreichend Raum für in der Gemeinde aktive Gruppen zur Verfügung steht. Zugeordnet ist die St. Bonifatius-Kirche seit 2012 der Pfarrgemeinde St. Sturmius in Rinteln, welche wiederum dem Dekanat Weserbergland im Bistum Hildesheim angehört. Eine besondere Veranstaltung in der Gemeinde war die jährliche Karnevalssitzung „Bonimax Helau“.

Die St.-Marien-Kirche samt Glockenturm wurde bereits im Jahre 1250 erbaut und zählt damit zu den ältesten Gebäuden der Stadt. Ebenfalls zur Kernstadtgemeinde gehören das Pfarrhaus und ein Gemeindehaus, welches sich in unmittelbarer Nähe zu der auf dem Kirchplatz gelegenen Kirche befindet. Die St. Marien Gemeinde ist dem Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg zugeordnet, welches wiederum zum Sprengel Hannover bzw. zur Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers zugehörig ist. Neben der Konfirmandenarbeit stehen Frauen- und Jugendtreff, Seniorennachmittag und Kirchenchor beispielhaft für ein ausgeprägtes Gemeindeleben. Seit 1997 wird in Zusammenarbeit mit der katholischen St. Bonifatius Gemeinde der Eine-Welt-Laden als ökumenisches Projekt betrieben. Im Jahre 2008 wurde das gemeinschaftliche Pfarramt Wesertal mit den Kirchengemeinden Fischbeck, Großenwieden, Hessisch Oldendorf und Weibeck-Krückeberg ins Leben gerufen.

Die Neuapostolische Kirche wurde aufgegeben, 2001 wurde die Gemeinde Hessisch Oldendorf der Gemeinde Hameln angeschlossen.

Die türkisch-islamische Gemeinde in Hessisch Oldendorf hat ihren Sitz in der Nähe des Güterbahnhofs. Dort wurde ein Haus in Eigenregie zu einer Moschee (ohne Minarett) mit Gemeinderäumen umgebaut. Die Gemeinde ist Mitglied in der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB).



Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2016 in Hessisch Oldendorf
Wahlbeteiligung: 55,82 %
%
50
40
30
20
10
0
45,23%
34,39%
11,26%
3,15%
3,50%
2,44%
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
%p
4
2
0
-2
-4
-1,48%p
-1,59%p
-3,90%p
+1,93%p
+3,50%p
+2,44%p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Stadt Hessisch Oldendorf besteht aus 32 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Stadt mit einer Einwohnerzahl zwischen 15.001 und 20.000 Einwohnern. Die 32 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2011 und endet am 31. Oktober 2016.

Stimmberechtigt im Stadtrat ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Harald Krüger (SPD).

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2016 führte zu folgendem Ergebnis (in Klammern die Anzahl der Sitze nach der Wahl 2011):

SPD14 Sitze (15)
CDU11 Sitze (12)
GRNE4 Sitze (5)
FDP1 Sitz0 (0)
Die Linke1 Sitz0 (0)
Die Unabhngigen1 Sitz0 (0)

Brgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Hessisch Oldendorf ist Harald Krüger von der SPD. Bei der letzten Bürgermeisterwahl am 28. September 2014 wurde er als Amtsinhaber mit 56,70 % der Stimmen wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,94 %. Krüger trat seine weitere Amtszeit am 1. November 2014 an.

Ortsrte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die acht Ortschaften haben in der Wahlperiode von 2016 bis 2021 zusammen 95 Ortsratsmitglieder. Diese verteilen sich seither wie folgt:

  • 15 auf die Kernstadt (8 SPD, 5 CDU, 2 Grne)
  • 13 auf Fischbeck (5 SPD, 6 CDU, 2 Grne)
  • 13 auf Sonnental (7 SPD, 4 CDU, 1 Grne, 1 Linke)
  • 11 auf Hemeringen/Lachem (6 SPD, 5 CDU)
  • 11 auf Hohenstein (7 SPD, 3 CDU, 1 Grne)
  • 11 auf Rohdental (7 SPD, 3 CDU, 1 Grne)
  • 11 auf Sntel (5 SPD, 5 CDU, 1 Grne)
  • 10 auf Groenwieden (4 SPD, 4 CDU, 2 Grne)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Stadt Hessisch Oldendorf zeigt unter gelbem Schildhaupt mit drei achtstrahligen roten Sternen ein weißes Nesselblatt auf rotem Feld.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge der Stadt ist rot-weiß. Sie zeigt in der Mitte das Wappen der Stadt.

Stdtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Jahr 1993 unterhält Hessisch Oldendorf eine Partnerschaft mit der brandenburgischen Stadt Gransee Brandenburg.



Kultur und Sehenswrdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Stadtkirche St. Marien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Stadtkirche St. Marien ist seit dem 14. Jahrhundert bezeugt. Der jetzige Bau wurde gegen Ende des 14. bzw. zu Anfang des 15. Jahrhunderts errichtet und 1886 erneuert. Zur Ausstattung der gotischen Hallenkirche gehören ein rundes Bronzetaufbecken von 1590, ein Abendmahlsbild aus derselben Zeit und zwei Kreuzigungstafeln des 17. Jahrhunderts.

Mnchhausenhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Münchhausenhof mit Park
Bild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66
Lizenz: PD Coa Germany
?Hauptartikel: Mnchhausenhof

Der Münchhausenhof ist ein Burgmannshof, dessen Herrenhaus ab 1583 von den Freiherren von Münchhausen im Stile der der Weserrenaissance erbaut wurde. Er gilt als größter und bedeutendster Adelshof der Grafschaft Schaumburg, dessen schlossähnliches Herrenhaus eine ab 1583 entstandene Zweiflügelanlage ist. Der Burgmannshof entstand im 13. Jahrhundert und stand seit dem 14. Jahrhundert im Besitz der Ministerialenfamilie von Büschen. 1559 kam der Münchhausenhof in den Besitz des Börries von Münchhausen. 1594 gehörte er Ludolf von Münchhausen zu, der ihn bis 1640 bewohnte und als Humanist und Literat eine bedeutende Bibliothek zusammentrug. Seit 1947 steht der heutige Gutshof nicht mehr im Besitz der Familie von Münchhausen und wird privat bewirtschaftet.

Baxmann-Brunnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baxmann-Brunnen
Bild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66
Lizenz: PD Coa Germany
Fachwerkbauten in der Langen Straße: Haus Nr. 60 (rechts) und Nr. 62 (links)
Bild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66
Lizenz: PD Coa Germany

2003 in Erinnerung an Cord Baxmann errichtet, den sagenumwobenen Ratskeller-Wirt, Tornemann und Stadtmusikus, der von 1599 bis 1690 in Oldendorf lebte.

Fachwerkhuser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das einst von zahlreichen Fachwerkhäusern geprägte Stadtbild wurde in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. So sollen allein zwischen 1945 und 1988 mehr als 30 Fachwerkbauten abgebrochen worden sein. Zu den größten Verlusten dieses Zeitraumes zählen das Herrenhaus des Adelshofes von Mengersen, das einer modernen Senioren-Wohnanlage weichen musste und der 1818 erbaute Ratskeller, der 1969 zugunsten der Stadtsparkasse verschwand. In der Innenstadt blieben trotz alledem noch mehrere, zumeist giebelständige Fachwerk-Dielenhäuser erhalten, von denen etliche jedoch verkleidet oder durch Ladeneinbauten entstellt sind. Hervorzuheben sind die folgenden Bauten:

  • Kirchplatz 5. Der zweigeschossige Stnderbau wurde 1772 als Armenhaus erbaut.
  • Lange Strae 47, stark restauriert, bezeichnet 1585.
  • Lange Strae 48. Das stark vernderte und zu einem groen Teil verkleidete Haus ist mit zahlreichen Inschriften und Beschlagwerkdekor versehen. Es wurde 1621 errichtet.
  • Lange Strae 60 (Ratsstuben). Der mit Fcherrosetten und geschnitzten Fllbrettern versehene Bau ist am Giebel "1576" bezeichnet. Erst 1709 wurde der utluchtartige Vorbau hinzugefgt. Hinter dem Haus befinden sich die Reste eines angeblich noch aus der Sptgotik stammenden Steinwerkes.
  • Lange Strae 62. Um 1550 entstandenes Traufenhaus mit seitlicher Diele, dessen frei stehender Giebel ber Knaggen weit vorkragt. Im 19. Jahrhundert wurde das Gebude zur Strae hin um 1/2 Fach verbreitert.
  • Lange Strae 63. Zweigeschossiges Dielenhaus mit Zwischenstock und zwei ungleichen Utluchten, bezeichnet 1563. Der Giebel ist mit Fcherrosetten verziert.
  • Lange Strae 84. Stattlicher Bau mit Krppelwalmdach, dessen Stockwerke einzeln abgezimmert sind. Das zweigeschossige Gebude wurde 1746 durch den Oldendorfer Brgermeister und Kaufmann Gelshorn errichtet. In jngerer Zeit wurde das Erdgeschoss durch Ladeneinbauten stark verndert und die in der linken Hlfte gelegene Diele verbaut.
  • Lange Strae 85. Hinter dem 1983 in Anlehnung an den Vorgngerbau errichteten Bank-Neubau liegt ein zwischen 1500 und 1550 errichtetes Hinterhaus in Fachwerk.
  • Lange Strae 90. Das 1563 bezeichnete Dielenhaus ist mit Fcherrosetten verziert.
  • Mittelstrae 1. Das giebelstndige und zum Teil massiv erneuerte Haus wurde 1543 erbaut und gilt damit als das lteste Wohngebude der Stadt. Die mit Fcherrosetten geschmckte Utlucht wurde 1585 hinzugefgt.
  • Sdstrae 2. Gut erhaltenes Dielenhaus mit Utlucht, bezeichnet 1550.
  • In der Schulstrae befindet sich noch eine Reihe lterer Handwerkerhuser, darunter: Nr. 10, bezeichnet 1607 u. Nr. 12, 1608 bezeichnet, beide mit Utlucht und Dielentor.

Stadtbefestigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtumwallung mit Graben ist vor allem im Norden und an der Südwest- und Südostecke recht gut erhalten. Stadtmauern hat es nur teilweise im Bereich der Stadttore gegeben. Die Wälle wurden sonst nur durch Palisaden und den natürlichen Schutz der Landschaft (Weserarm im Süden und unwegsames morastiges Schilfgebiet im Norden) geschützt. Nachweisbar sind drei bruchsteingemauerte Rundtürme an der Südost-, Südwest- und Nordseite des Stadtwalls. Im Bürgerzwangturm an der Nordseite des Stadtwalls wurde bis zum Bau des Amtsgerichtsgefängnisses im Jahr 1886 die Turmstrafe als schwerste verhängte Strafe des Stadtgerichts verbüßt.

Stadtarchiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadtarchiv befindet sich als Depositum im Staatsarchiv Bückeburg.

VW-Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inspiriert durch regelmäßige Treffen von Volkswagenliebhabern in Hessisch Oldendorf wurde im Sommer 2009 durch die Interessengemeinschaft T2 Freunde des VW-Busses 1967-1979 e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadt Hessisch Oldendorf und dem Volkswagenwerk Hannover beschlossen, ein Bullimuseum in den Räumen der alten Zuckerfabrik zu gründen . Im Jahr 2012 verzögert sich der Umbau aufgrund von einer fehlenden Anschubfinanzierung. Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung ergab, dass nach dieser ein verlustfreier Betrieb gewährleistet ist .

Internationales VW-Veteranentreffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2009 fand das 5. internationale VW-Veteranentreffen mit fast 40.000 Besuchern sowie über 1450 Teilnehmern aus 32 Nationen, welches damit das bis dato größte der Welt war. Organisiert wurde die Veranstaltung von Traugott und Christian Grundmann sowie einer Vielzahl von freiwilligen Helfern. Im Sommer 2013 fand die sechste Auflage des Treffens statt. Wie schon vier Jahre zuvor war der Besucheransturm ungebrochen und wurde auf über 40.000 Personen geschätzt. Die Teilnehmer gliederten sich in 34 Nationen auf. Am 8. Juli 2013 strahlte der NDR im Rahmen der Sendereihe "die nordreportage" einen Film über das Käfertreffen und seinen Gründer aus. Im Jahr 2017 fand das Treffen erneut statt und ist wieder für das Jahr 2021 geplant.

Sport und Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der größte Verein der Stadt ist der VfL Hessisch Oldendorf, dessen Handballsparte regionale und überregionale Erfolge vorzuweisen hat. Momentan spielen die erste Herren- und Damenmannschaft in der Landesliga.. Speziell fokussiert auf den Bereich Tischtennis ist der TTC Blau-Weiß Hessisch Oldendorf. Bekannt ist die Stadt außerdem durch einen ihrer Fußballvereine, den TuS Hessisch Oldendorf, welcher Mitte der achtziger Jahre in der Amateuroberliga Nord spielte. Daneben gründete sich aus der damaligen dritten Herrenmannschaft des TuS im Jahr 1991 der SV Rot-Weiß Gencler Birligi Hessisch Oldendorf.



Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Notgeld der Stadt Hessisch Oldendorf aus den 1920er Jahren
Bild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66
Lizenz: PD Coa Germany

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hessisch Oldendorf ist stark geprägt durch klein- und mittelständische Unternehmen. Zu den größten Arbeitgebern zählen unter anderem die:

  • Dura Besmer GmbH (Teppichbden),
  • Pomona Kellerei GmbH (Getrnke),
  • Biozym Scientific GmbH (Laborbedarf),
  • Rinne Tischlerei & Glashandel GmbH (Tischlerei und Glashandel),
  • Dreluso-Pharmazeutika Dr. Elten & Sohn GmbH (Pharmazeutik),
  • OEG Oel- und Gasfeuerungsbedarf Handelsgesellschaft m.b.H. (Heizungstechnik),
  • BDH Klinik Hessisch Oldendorf GmbH (siehe unten).

Des Weiteren sind eine Vielzahl von Menschen im Rahmen der städtischen Verwaltung mit dem dazugehörigen Bauhof beschäftigt. Einen weiteren Wirtschaftsfaktor stellt, besonders in der Zeit vom Frühjahr bis zum Herbst, der Radtourismus entlang des Weserradweges dar.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hessisch Oldendorf liegt im Naturpark Weserbergland, der im Jahr 1975 gegründet wurde und etwa 50 Kilometer südwestlich von Hannover liegt. Hessisch Oldendorf tritt zusammen mit anderen Gemeinden im Verbund „Tourismuszentrum Westliches Weserbergland“ auf.

Die bei Langenfeld gelegene Schillat-Höhle wurde 1992 bei Sprengarbeiten im Steinbruch Segelhorst entdeckt. Sie ist damit die nördlichste Tropfsteinhöhle Deutschlands und seit 2004 für Besucher zugänglich.

Hessisch Oldendorf liegt direkt am Weserradweg zwischen Hameln und Rinteln. Des Weiteren gibt es zahlreiche Wandermöglichkeiten. So führt die 12. Etappe des Weserberglandwegs entlang von Hessisch Oldendorf.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lehrer und Schüler werden in der Stadt ab 1407 erwähnt.

Die Grundschule am Rosenbusch befindet sich im Gebäude der amerikanischen Schule auf dem Gelände der ehemaligen Nato-Kaserne. Die Schule ist Mitglied im „Regionalen Integrationskonzepte zur sonderpädagogischen Grundversorgung“, welches die gemeinsame Beschulung von behinderten und nichtbehinderten Kindern fördert.

Die Hauptschule am Hohenstein existierte seit 1973. Neun Jahre vorher wurde die Bildungseinrichtung auf Grund von Platzmangel von den Gebäuden am Kirchplatz in den Neubau an der Mühlenbachstraße verlegt. Aufgrund von Baumängeln wurde 2009 beschlossen den 30 Jahre alten ehemaligen Orientierungsstufentrakt abzureißen und das Schulgelände für eine zukünftige verschmolzene Real-/Hauptschule umzugestalten.

Die Wilhelm-Busch-Realschule befand sich unmittelbar neben der Hauptschule am Hohenstein in der Mühlenbachstraße. Das Gebäude wurde Mitte der 1990er Jahre saniert und beherbergte seitdem wieder die Realschule (zwischenzeitlich war dort die Grundschule angesiedelt). Im Herbst 2009 wurde eine Mensa für Haupt- und Realschule errichtet.

Die Oberschule in Hessisch Oldendorf ging u. a. aus einer demografisch bedingten Verschmelzung der Real- und Hauptschule hervor. Der erste Jahrgang wurde im Schuljahr 2011/2012 aufgenommen und umfasste 79 Schüler. Das Lehrpersonal und die Gebäude wurden weitestgehend übernommen. Ein gymnasialer Zweig ist beantragt. Die Idee eine Integrierte Gesamtschule (IGS) einzurichten, wurde nicht umgesetzt.

Baxmannbad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Baxmannbad ist ein Freibad und wurde um das Jahr 2000 aufwändig saniert. Es wurde unter anderem mit einer Aluminiumwanne sowie einem großen Nichtschwimmerbereich mit Wasserrutsche und zahlreichen Wasserspielen ausgestattet. Des Weiteren gibt es ein Becken für Kleinkinder. Die Länge des Schwimmerbeckens beträgt 25 Meter. Die Umkleidebereiche wurden mit Solaranlagen zur Wassererwärmung bestückt. Der elektronische Verkauf von Eintrittskarten per Automat wurde nach einigen Jahren durch einen Personenverkauf ersetzt. Seit einigen Jahren gibt es auch einen Förderverein, der das Schwimmbad tatkräftig unterstützt und für diverse Anschaffungen zur Attraktivitätssteigerung des Bades verantwortlich ist. So wurde beispielsweise ein Volleyballfeld angelegt. Weiterhin nutzt der DLRG-Ortsverein das Bad für sein Training und sorgt als Unterstützung des Badepersonals für einen reibungslosen Betrieb. Ebenfalls stehen ausreichend PKW-Parkplätze sowie Fahrradparkmöglichkeiten in Eingangsnähe zur Verfügung. Eine Anbindung an den ÖPNV ist mit einer eigenen Bushaltestelle gegeben.

BDH-Klinik Hessisch Oldendorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die BDH-Klinik Hessisch Oldendorf (bis 31. Dezember 2008 Neurologische Klinik) ist ein Akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Hannover mit über 250 Betten. Das erste Haus wurde bereits 1926 gegründet und diente seit 1957 unter dem Namen Haus „Korea“ als Unterkunft für Hirnverletzte. Es folgten die Häuser „Niedersachsen“, „Baxmann“, „Sonnental“ und „Hohenstein“. 1973 wurde der „Bergpark“ eröffnet, der heute unter dem Namen „Friedrich-Bergmann Park“ geführt wird. Drei Jahre später folgte die Erweiterung der Klinikanlage durch das Haus „Süntel“. Neben der neurologischen Frührehabilitation liegt ein weiterer, traditionsreicher Schwerpunkt der Klinik auf der beruflichen Rehabilitation. Hierzu bietet die BDH-Klinik Hessisch Oldendorf ein bewährtes multiprofessionelles Therapiekonzept an.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die dreispurige Bundesstraße 83 (Wesertalstraße) tangiert das Weserstädtchen im Süden und sorgt für eine optimale Anbindung in Richtung Hameln, Rinteln und Minden. Auf der Landesstraße 434 erreicht man nach neun Kilometern die Bundesautobahn 2 (Anschlussstelle Rehren). Die Entfernung nach Hannover beträgt etwa 50 Kilometer. Des Weiteren gibt es eine Brücke zur Überquerung der Weser.

Der Bahnhof Hessisch Oldendorf mit Park- und Ride-Parkplätzen und höhengleichen Einstiegsmöglichkeiten ist Haltestelle der Weserbahn, die von Löhne über Bad Oeynhausen, Vlotho, Rinteln, Hessisch Oldendorf, Hameln und Elze nach Hildesheim führt. In Hameln besteht die Möglichkeit mit der S-Bahn Linie 5 nach Hannover oder Paderborn zu gelangen. Die Bahnstation befindet sich im Großraum-Verkehr Hannover Tarifgebiet (Außenring 7). In Elze ergibt sich durch den Metronom die Reisemöglichkeit nach Göttingen oder Hannover. In entgegengesetzter Richtung führt die Strecke von Hessisch Oldendorf bis nach Löhne (an Werktagen bis Bünde) und ermöglicht einen Anschluss an Züge in Richtung Bielefeld.

Das Stadtgebiet Hessisch Oldendorf ist mit mehreren Bushaltestellen an das Netz des Nahverkehrs Hameln-Pyrmont (Die Öffis) angebunden. Die (Haupt-)Linie fährt zum Bahnhof Hameln. Weitere Linien verbinden Hessisch Oldendorf mit den umliegenden Ortsteilen und der Schillat-Höhle. Eine Buslinie fährt nach Rinteln.

Erneuerbare Energien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Stadtgebiet Hessisch Oldendorf existieren momentan (Stand März. 2012) zwei Standorte für Windenergieanlagen. Die ersten drei Windräder wurden in der Nähe von Weibeck errichtet. Ein zweites Gebiet mit vier Windrädern wurde in Hemeringen erschlossen. Dieses beherbergt auch eine Biogasanlage sowie zwei größere Flächen Photovoltaikkollektoren. Eine weitere existiert in der Kernstadt, betrieben von E.ON Westfalen Weser, eine dritte in Höfingen und eine vierte in Pötzen. Alle vier werden hauptsächlich mit Maissilage gespeist, welche ausschließlich von lokalen Landwirten produziert wird. Seit 2012 steht auf dem ehemaligen Gewerbegebiet Süd in Hessisch Oldendorf eine der größten Photovoltaikanlagen Niedersachsens.



Persnlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joachim Garfs: Das Weserbergland zwischen Mnden und Minden. CW Niemeyer Verlag, Hameln, 1997.
  • Rolf Harmening: Hessisch Oldendorf ? Beitrge zur Stadtbaugeschichte. Hessisch Oldendorf, 1988.
  • Erik Hoffmann: Jdische Nachbarn in Hessisch Oldendorf 1322-1942. Ihre 600-jhrige Geschichte in der schaumburgischen/hessischen/preuischen Kleinstadt. CW Niemeyer Verlag, Hameln, 1998.
  • Friedrich Klling: Hessisch Oldendorf ? 700 Jahre Entwicklung einer niederschsischen Kleinstadt. C. Bsendahl Verlag, Rinteln, 1956.
  • Friedrich Klling: Die Schlacht bei Hessisch Oldendorf Verlag C. Bsendahl, 1959.
  • Hans-Georg Spilker: Die Rmer in Germanien ? Der Feldzug des Germanicus 15-16 n.Chr. Hessisch Oldendorf, 2005.
  • Stadt Hessisch Oldendorf (Hrsg.): Hessisch Oldendorf 750 Jahre. Eine Festschrift mit Chronik, herausgegeben von der Stadtverwaltung zur 750-Jahr-Feier der Stadt Hessisch Oldendorf. Hessisch Oldendorf 1983.
  • Bernd Stegemann: Hessisch Oldendorf damals. Bilder aus vergangenen Jahrzehnten. Horb am Neckar, 1987.
  • Bernd Stegemann: Hessisch Oldendorf ? wie es einmal war. Bilder erzhlen Geschichte(n). Verlag C. Bsendahl, Rinteln an der Weser, 1989.
  • Otto Wagenfhrer: Heimatkunde des Kreises Grafschaft Schaumburg Verlag C. Bsendahl, 1921.
  • Albert Wehrhahn: Hessisch Oldendorf und seine Schlachtfelder. Rinteln 1875.


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ?Landesbetrieb fr Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevlkerungsfortschreibung ? Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015(Hilfe dazu).
  2. ?Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis fr die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlsselnummernnderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S.192.
  3. ?Bis zu 100 Flchtlinge kommen in diesem Jahr, Dewezet 28. Oktober 2016. Zugriff am 20. August 2017.
  4. ?Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jrgen Udolph
  5. ?Gerhard Schormann: Academia Ernestina. Die schaumburger Universitt zu Rinteln an der Weser (1610?1810). N.G. Elwert Verlag, Marburg 1982, S. 111f
  6. ? abGerhard Schormann: Hexenverfolgung in Schaumburg, in: Niederschsisches Jahrbuch fr Landesgeschichte, Band 45, Hildesheim 1973, S. 149?151.
  7. ?Meyers Konversationslexikon von 1905
  8. ?Detaillierte Darstellung: Der Jdische Friedhof und die Juden von Oldendorf
  9. ?Festschrift zum 50-jhrigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Hessisch Oldendorf am 26. Juli 1926.
  10. ?Nur noch Feuerwehr. In: Der Spiegel. Nr.7, 1972, S.68?69 (online ? 7.Februar 1972).
  11. ?Willi Stoffers: Patronatskirchen zum Gedenken an den Hl. Bonifatius, den Apostel der Deutschen, im Bistum Hildesheim. Hildesheim 2004, S. 42/43
  12. ?Niederschsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17.Dezember 2010; 46 ? Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 17.Februar 2015
  13. ?Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg (KDO) ? Stadt Hessisch Oldendorf, Stadtratswahl Gesamtergebnis Stadtratswahl 11.09.2016, abgerufen am 26. Januar 2017
  14. ?Hessisch Oldendorf ? Gesamtergebnis Brgermeisterwahl 28.09.2014, abgerufen am 17. Februar 2015
  15. ?Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg (KDO) Wahlergebnisse: Stadt Hessisch Oldendorf, abgerufen am 26. Januar 2017
  16. ? abHauptsatzung der Stadt Hessisch Oldendorf, abgerufen am 17. Februar 2015
  17. ?http://www.westliches-weserbergland.de/de/hessisch-oldendorf/st-marienkirche/?oois=142
  18. ?Siehe Rolf Harmening: Hessisch Oldendorf. Beitrge zur Stadtbaugeschichte. Hessisch Oldendorf 1988, Seite 54
  19. ?Vgl. Hessisch Oldendorf 750 Jahre, Hessisch Oldendorf 1983, Seite 21
  20. ? abThomas Grlitz (2009): Das 5. internationale Volkswagen Veteranentreffen in Hessisch Oldendorf fand vom 26. bis zum 28. Juni 2009 statt. Zugriff am 30. September 2009 unter http://www.uraltkaefer.de./
  21. ?Annette Hensel (2012): Bullimuseum ? es gibt einige Lcher zu stopfen, Zugriff am 28. August 2013.
  22. ?Und die Party luft und luft ... . Schaumburger Zeitung. S. 18 f., 26. Juni 2013.
  23. ?Daniel Biermann, Cathrin Caspar: die nordreportage: Alte Liebe rostet nicht. Kfertreffen an der Weser. 8. Juli 2013, abgerufen am 28. August 2013.
  24. ?Allgemeinbildende Schulen in Hessisch Oldendorf, Zugriff am 1. November 2009
  25. ?Die quietschgrne Mensa ist Stadtgesprch, Dewezet 15. Oktober 2009. Zugriff am 1. November 2009.
  26. ?Oberschule geht mit 79 Schlern an den Start. Schaufenster Hessisch Oldendorf. S. 10, 25. August 2011.
  27. ?Und wie funktioniert die neue Oberschule in der Praxis?, Dewezet 18. Oktober 2011. Zugriff am 1. Oktober 2011.
  28. ?Geballte koenergie direkt vor der Haustr (Memento vom 30. Juli 2016 im Internet Archive), Schaumburger Zeitung 29. Mai 2009.
  29. ?Solarpark fertig ? doch halbe Million in den Sand gesetzt, DeWeZet vom 9. Mrz 2012. Zugriff am 18. Mrz 2012 .
  30. ?Gerhard Schormann: Hexenverfolgung in Schaumburg, in: Niederschsisches Jahrbuch fr Landesgeschichte, Band 45, Hildesheim 1973, S. 149?151.

Flurkarte von Hessisch Oldendorf 1750Bild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66Lizenz: PD Coa Germany
Bild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66
Lizenz: PD Coa Germany

Vermutetes Idistaviso-SchlachtfeldBild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66Lizenz: PD Coa Germany
Bild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66
Lizenz: PD Coa Germany

Merian-Stich der SchlachtBild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66Lizenz: PD Coa Germany
Bild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66
Lizenz: PD Coa Germany

Juden-Gedenkstein auf dem alten Juden-Totenhof in der Nordostecke des StadtwallsBild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66Lizenz: PD Coa Germany
Bild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66
Lizenz: PD Coa Germany

Neuer Jüdischer Friedhof seit 1832Bild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66Lizenz: PD Coa Germany
Bild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66
Lizenz: PD Coa Germany

Blick von der Paschenburg nach Hessisch OldendorfBild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66Lizenz: PD Coa Germany
Bild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66
Lizenz: PD Coa Germany

Kirche St. MarienBild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66Lizenz: PD Coa Germany
Bild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66
Lizenz: PD Coa Germany

Münchhausenhof mit ParkBild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66Lizenz: PD Coa Germany
Bild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66
Lizenz: PD Coa Germany

Baxmann-BrunnenBild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66Lizenz: PD Coa Germany
Bild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66
Lizenz: PD Coa Germany

Fachwerkbauten in der Langen Straße: Haus Nr. 60 (rechts) und Nr. 62 (links)Bild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66Lizenz: PD Coa Germany
Bild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66
Lizenz: PD Coa Germany

Notgeld der Stadt Hessisch Oldendorf aus den 1920er JahrenBild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66Lizenz: PD Coa Germany
Bild: Landkreis Hameln-Pyrmont, svg-version by Hagar66
Lizenz: PD Coa Germany

Hessisch Oldendorf ist eine Stadt im Landkreis Hameln-Pyrmont in Niedersachsen unweit der Weser. 1905 wurde dem Ortsnamen amtlich der Zusatz „Hessisch“ hinzugefügt, um ihn von anderen Orten des Namens „Oldendorf“ zu unterscheiden. Postalisch und behördlich war der Zusatz bereits länger üblich. Zu jener Zeit gehörte die Stadt zur preußischen Provinz Hessen-Nassau.

mehr zu "Hessisch Oldendorf" in der Wikipedia: Hessisch Oldendorf

Geboren & Gestorben

thumbnail
Gestorben: Gerhard Krüger (NS-Funktionär) stirbt in Heßlingen, Hessisch Oldendorf. Gerhard Krüger war ein hochrangiger deutscher Partei- und Studentenfunktionär in der Zeit des Nationalsozialismus, unter anderem Führer der Deutschen Studentenschaft 1931–33 sowie des Allgemeinen Deutschen Burschenbundes (ADB) 1933–34. Nach dem Kriege war er Mitbegründer und Aktivist mehrerer rechtsradikaler Parteien (Deutsche Reichspartei (1950), Sozialistische Reichspartei) in der Bundesrepublik.
thumbnail
Geboren: Reinhard Winter (Politiker) wird in Hessisch Oldendorf geboren. Reinhard Winter ist ein deutscher Kommunalpolitiker (CDU).
thumbnail
Gestorben: Alfred Meyer (NSDAP) stirbt in Hessisch Oldendorf. Gustav Alfred Julius Meyer war ein bedeutender nationalsozialistischer Funktionär. Er trat schon 1928 der NSDAP bei und war von 1930 bis 1945 Gauleiter des Gaus Westfalen-Nord und von 1933 bis 1945 Reichsstatthalter in Lippe und Schaumburg-Lippe. Nach dem Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion wurde er Staatssekretär im Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete.
thumbnail
Geboren: Georg Schwedt wird in Hessisch Oldendorf geboren. Georg Schwedt ist ein deutscher Chemiker, der vorwiegend in der analytischen Chemie geforscht hat. Er ist Autor zahlreicher Sach- und Lehrbücher, auch zu chemiehistorischen Themen und zur Lebensmittelchemie (Experimente mit Produkten aus dem Supermarkt); weiterhin schrieb er das Buch: Goethe als Chemiker; 2009 erschien Chemie und Literatur - ein ungewöhnlicher Flirt.
thumbnail
Geboren: Helmut Kuhlmann wird in Rumbeck geboren. Helmut Kuhlmann ist ein deutscher Politiker (CDU).

Wirtschaft

1189

thumbnail
21. März: Kaiser Heinrich VI., zu dieser Zeit noch König, verleiht Bischof Thietmar von Minden (1185 bis 1206) das Recht, die bei Dehem (heute: Ortsteil Dehme der Stadt Bad Oeynhausen) und bei Cruckeberge (heute: Ortsteil Krückeberg der Stadt Hessisch Oldendorf) entdeckten Silbervorkommen auszubeuten .

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1647

Kultur und Sehenswürdigkeiten > Bauwerke > Stadtbefestigung:
thumbnail
Merian-Stich von

1633

Kultur und Sehenswürdigkeiten > Bauwerke > Stadtbefestigung:
thumbnail
Stadtansicht von

1585

Kultur und Sehenswürdigkeiten > Bauwerke > Fachwerkhäuser:
thumbnail
Lange Straße 47, stark restauriert, bezeichnet

1550

Kultur und Sehenswürdigkeiten > Bauwerke > Fachwerkhäuser:
thumbnail
Südstraße 2. Gut erhaltenes Dielenhaus mit Utlucht, bezeichnet

Geschichte

1932

thumbnail
kam sie an die Provinz Hannover (darin in den Regierungsbezirk Hannover).

1552

thumbnail
erreichte die Reformation die Grafschaft Schaumburg und damit Oldendorf.

Persönlichkeiten

1948

thumbnail
Hans Peter Thul , Politiker (CDU), MdL, MdB, Mitglied im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union

1947

thumbnail
Otto Deppmeyer , Politiker (CDU), MdL

"Hessisch Oldendorf" in den Nachrichten