Hetzkampagne

Als Schmutzkampagne werden gezielte Maßnahmen bezeichnet, die den Ruf einer Person, einer Gruppe oder Institution beschädigen sollen. Dazu wird die öffentliche Meinung durch die Lancierung falscher oder verfälschter Informationen sowie entsprechender Meinungen manipuliert. Im Extremfall kann aus der Schmutzkampagne eine Hetzkampagne werden, die die Zielperson(en) durch bewusste Mobilisierung von Hass und Aufrufen zur Gewalt an Leib und Leben bedroht. Dies geschah etwa im Vorfeld des Völkermords in Ruanda.

Als Werkzeug solcher Kampagnen werden meist Massenmedien eingesetzt. Dabei kann der Urheber der Kampagne entweder der Eigentümer des Mediums sein oder sich dessen bedienen. Wird eine Kampagne geschickt geführt, ist der Urheber kaum auszumachen, und die angegriffene Person oder Gruppe kann wenig gegen die Beschädigung ihres Ansehens unternehmen.

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Beispiele > USA

1991

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Nach der irakischen Invasion Kuwaits 1990 lancierte die amerikanische PR-Agentur Hill & Knowlton die Geschichte, dass irakische Soldaten nach dem Einmarsch in Kuwait Babys aus ihren Brutkästen gerissen und so getötet hätten. Die kuwaitische Krankenschwester, die die Geschehnisse vor einem Kongressausschuss tränenreich berichtete, entpuppte sich deutlich später als die Tochter des kuwaitischen Botschafters in den USA und die Geschichte als komplett erfunden. Zur Zeit ihrer Veröffentlichung bewirkte die Brutkastenlüge jedoch größte weltweite Empörung und eine starke Unterstützung für die geplante Befreiung Kuwaits unter Führung der USA

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