Holocaustforschung

Die Holocaustforschung erforscht den Holocaust an etwa sechs Millionen Juden Europas (Shoa) und sein Verhältnis zu weiteren Massenmorden in der Zeit des Nationalsozialismus: darunter dem Porajmos an hunderttausenden Roma, der Aktion T4 an über hunderttausenden Behinderten und der millionenfachen Ermordung von Slawen (siehe NS-Zwangsarbeit, Generalplan Ost, Hungerplan).

Als Teil der umfassenderen NS-Forschung bezieht sich Holocaustforschung auf historische Entstehungsbedingungen, Entscheidungsprozess, Organisation, Durchführung, Täter, Mittäter, Opfer, Auswirkungen und Besonderheiten des Holocaust. Dies wird weltweit erforscht, jedoch besonders in den USA, Großbritannien, Israel, Polen und Deutschland.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Dan Bar-On stirbt in Tel Aviv, Israel. Dan Bar-On war ein israelischer Psychologe, Therapeut, Holocaust- und Friedensforscher.
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Gestorben: Raul Hilberg stirbt in Williston, Vermont, USA. Raul Hilberg war ein amerikanischer Historiker und Holocaustforscher österreichischer Herkunft und jüdischen Glaubens. Mit der mehrfach aktualisierten Fassung seiner Dissertation „The Destruction of the European Jews“ („Die Vernichtung der europäischen Juden“) schrieb er das Standardwerk zur Geschichte des Holocausts.

2007

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Gestorben: Leni Yahil stirbt in Israel. Leni Yahil, geb. Helene Westphal war eine israelische Historikerin, Autorin und Universitätslehrerin aus der Familie Mendelssohn, die wesentliche Beiträge auf dem Gebiet der Holocaustforschung leistete.
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Gestorben: Gerald Fleming stirbt. Gerald Fleming war ein deutsch-englischer Sprachlehrer und anerkannter Historiker der Holocaustforschung. Er wird zu den „Intentionalisten“ der NS-Forschung gezählt.
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Gestorben: Helmut Krausnick stirbt in Stuttgart. Helmut Krausnick war ein deutscher Historiker. Krausnick leitete von 1959 bis 1972 das Münchner Institut für Zeitgeschichte, das in dieser Zeit zum renommiertesten deutschen Forschungsinstitut zur Geschichte des Nationalsozialismus wurde. Von 1953 bis 1972 war Krausnick leitender Redakteur der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte (VfZ), danach Mitherausgeber. Das von ihm mitverfasste Werk Die Truppe des Weltanschauungskrieges über die Ermordung der Juden in der besetzten Sowjetunion durch die Einsatzgruppen gilt als Meilenstein der Holocaustforschung.

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