Homo

Homo (lat.hŏmō [ˈhɔmoː] „Mensch“, „Mann“) ist eine Gattung der Menschenaffen (Hominidae) in der Klasse der Säugetiere, zu welcher der anatomisch moderne Mensch (Homo sapiens) und seine nächsten ausgestorbenen Verwandten gehören. Eine genaue Abgrenzung der Gattung Homo von verwandten Gattungen innerhalb der Hominini ist schwierig. Häufig wird der Gebrauch von bearbeiteten Steinwerkzeugen (Geröllgerät) als Kriterium genannt.

Als ein wichtiges gemeinsames Merkmal (Synapomorphie) aller Arten der Gattung Homo gilt die Zahl der Höcker („Tubercula“) auf den hinteren Backenzähnen (Molaren): Bei Homo sind es sechs oder sieben Höcker, bei den Australopithecinen waren es weniger.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Alfred Czarnetzki stirbt in Tübingen. Alfred Czarnetzki war ein deutscher Anthropologe. Er war der Erstbeschreiber und Entdecker von vier fossilen Funden der Gattung Homo sowie Mitbeschreiber neben Dr. Franz Copf senior (Entdecker und Erstbeschreiber) der Tensulae (besondere Strukturen des Knochenbaus) in der Substantia spongiosa des Knochens.

1988

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Gestorben: Otto Zdansky stirbt. Otto A. Zdansky war ein österreichischer Paläontologe und Paläoanthropologe. Ab 1921 leitete er die ersten Ausgrabungen der geologischen Behörde Chinas in der Unteren Höhle von Zhoukoudian, wo Ende der 1920er-Jahre mehrere Schädel von 400.000 bis 500.000 Jahre alten Fossilien der GattungHomo freigelegt wurden.
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Gestorben: Theodore D. McCown stirbt in Berkeley. Theodore Doney McCown war ein US-amerikanischer Paläoanthropologe und Hochschullehrer an der University of California, Berkeley. Er wurde in den 1930er Jahren in Fachkreisen international bekannt aufgrund seiner Ausgrabungen im Gebiet des Karmel-Gebirges im heutigen Israel. Zu seinen bedeutendsten Funden zählen die Fossilien von Skhul, die heute dem frühen anatomisch modernen Menschen zugeschrieben werden. McCown verfasste ferner die erste ausführliche Beschreibung von Funden aus der Tabun-Höhle, die heute als Neandertaler eingeordnet werden. In den 1950er und 1960er Jahren befasste er sich unter anderem mit der Interpretation von Funden der GattungHomo aus Indien.
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Geboren: Elisabeth Vrba wird in Hamburg geboren. Elisabeth Vrba ist eine südafrikanisch-US-amerikanische Paläontologin und Professorin für Geologie und Geophysik an der Yale University in New Haven (Connecticut). International bekannt wurde sie 1980 durch eine Fachveröffentlichung im South African Journal of Science. In dieser Publikation griff sie in eine seit Anfang der 1970er-Jahre geführte Debatte zur Evolutionstheorie zwischen Vertretern des Gradualismus und des Punktualismus zugunsten des Punktualismus ein und formulierte zugleich erstmals die heute allgemein bekannte Hypothese, dass Klimaveränderungen vor 2,5 bis 2 Millionen Jahren in Afrika zu einem beschleunigten „Artenwandel“ führten. Ihre vor allem durch Studien an fossilen Antilopen gestützte Hypothese strahlte rasch aus auf die Erforschung der Stammesgeschichte des Menschen, da in dieser Epoche – dem Übergang von Pliozän zum Pleistozän – in Afrika auch die GattungHomo aus der Gattung Australopithecus hervorging.
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Geboren: Alfred Czarnetzki wird in Bochum geboren. Alfred Czarnetzki war ein deutscher Anthropologe. Er war der Erstbeschreiber und Entdecker von vier fossilen Funden der Gattung Homo sowie Mitbeschreiber neben Dr. Franz Copf senior (Entdecker und Erstbeschreiber) der Tensulae (besondere Strukturen des Knochenbaus) in der Substantia spongiosa des Knochens.

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