Humanismus

Humanismus ist eine seit dem 19. Jahrhundert gebräuchliche Bezeichnung für verschiedene, teils gegensätzliche geistige Strömungen in diversen historischen Ausformungen, unter denen der Renaissance-Humanismus begriffsbildend herausragt. Gemeinsam ist ihnen eine optimistische Einschätzung der Fähigkeit der Menschheit, zu einer besseren Existenzform zu finden. Es wird ein Gesellschafts- und insbesondere Bildungsideal entworfen, dessen Verwirklichung jedem Menschen die bestmögliche Persönlichkeitsentfaltung ermöglichen soll. Damit verbindet sich Kritik an bestehenden Verhältnissen, die aus humanistischer Sicht diesem Ziel entgegenstehen. Hinsichtlich der konkreten Inhalte bestehen zwischen den einzelnen Humanismuskonzepten große Unterschiede, die sich aus der Verschiedenheit der anthropologischen Grundannahmen ergeben. Insbesondere besteht ein Gegensatz zwischen den Modellen, die aus der Tradition des Renaissance-Humanismus hervorgegangen sind, und alternativen Entwürfen der Moderne, die sich in Opposition zum traditionellen Humanismus begreifen und mit ihm wenig gemeinsam haben, aber am Begriff Humanismus als Selbstbezeichnung festhalten.

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Geboren & Gestorben

Gestorben:
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Angelo Poliziano, italienischer Humanist und Dichter (* 1454)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1963

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Werk: (Übers.) A. Chastel / R. Klein: Die Welt des Humanismus, Callwey, München (Justus Müller-Hofstede)

1932

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Veröffentlichungen: Lothar Helbing (d. i. Wolfgang Frommel): Der dritte Humanismus. Die Runde, Berlin

1909

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Publikation: Humanistische Ziele des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts. Vortrag gehalten in der Vereinigung der Freunde des humanistischen Gymnasiums in Berlin und der Provinz Brandenburg am 4. Dezember 1908. Weidmann, Berlin (Alois Riehl)

1515

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Literatur: Anfang Oktober: Die satirischen Dunkelmännerbriefe (Epistolae obscurorum virorum) werden, gedruckt von Heinrich Gran in Haguenau, anonym publiziert. Sie sind eine Reaktion auf den Streit zwischen Johannes Pfefferkorn und Johannes Reuchlin über den Talmud und andere jüdische Schriften. Das Werk enthält 41 fingierte Briefe, die angeblich eine Reihe von Dominikanern hauptsächlich an den Scholastiker Ortwin Gratius schreiben und ihn teils um Rat fragen, teils ihm ihre Solidarität in der Angelegenheit mit Reuchlin versichern. Dabei sind die Briefe in Form und Inhalt so gestaltet, dass sie als Selbstentlarvung der Beteiligten wirken sollen. Als Hauptverfasser des Werks, das noch mehrere Auflagen erfährt, gilt heute der zum Erfurter Humanistenkreis um Mutianus Rufus gehörende Crotus Rubeanus.

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