I.G. Farben

Die I. G. Farbenindustrie AG, kurz I. G. Farben oder IG Farben, war das seinerzeit größte Chemieunternehmen der Welt mit Sitz in Frankfurt am Main, das am 2. Dezember 1925 aus einer Vielzahl von Chemieunternehmen gebildet wurde. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sollte auf Beschluss des Alliierten Kontrollrates die I. G. Farben aufgelöst werden. Dazu wurde die I. G. Farben wieder in eigenständige Unternehmen aufgeteilt und der verbleibende Rest in I. G. Farbenindustrie Aktiengesellschaft i. L. umbenannt. Das Abwicklungsverfahren dauerte rund 60 Jahre. Trotz einer Insolvenz Ende 2003 waren die Aktien noch bis zum 9. März 2012 unter der ISIN DE0005759070 börsennotiert. Zum 31. Oktober 2012 wurde die Gesellschaft im Handelsregister gelöscht.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Norbert Wollheim stirbt in New York. Norbert Wollheim war Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, ehemaliges Direktoriums-Mitglied des Zentralrats der Juden in Deutschland und Funktionär jüdischer Organisationen. Seine 1950 eingereichte Klage gegen die I.G. Farben auf Entschädigung für geleistete Zwangsarbeit war das erste Musterverfahren in der deutschen Nachkriegszeit, wenngleich nicht die erste Klage eines ehemaligen Zwangsarbeiters.
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Gestorben: Mauritius Renninger stirbt in Marburg. Mauritius Renninger war Kristallograph und theoretischer Physiker. Nach der Promotion in München (1932) und anschließender Assistententätigkeit bei Paul Peter Ewald wechselte er in die Industrie (I.G. Farben in Oppau). Im Jahr 1946 ging er als Assistent von Carl Hermann zurück an die Hochschule. Danach erfolgte seine Berufung als Professor an der Philipps-Universität Marburg. Bekannt wurde Renninger durch seine Arbeiten über die Umweganregung des Diamants im Jahr 1937, auch als Renningereffekt bezeichnet.
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Gestorben: Heinrich Gattineau stirbt in München. Heinrich Gattineau war ein deutscher Volkswirt, SA-Führer, Direktor der I.G. Farben und Beschuldigter während der Nürnberger Prozesse.
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Gestorben: Erich von der Heyde stirbt. Erich von der Heyde war deutscher Agrarwissenschaftler bei den I.G. Farben, SS-Hauptscharführer und Angeklagter während der Nürnberger Prozesse.
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Gestorben: Heinrich Bütefisch stirbt in Essen. Heinrich Wilhelm August Bütefisch war ein deutscher Chemiker und Vorstandsmitglied der I.G. Farbenindustrie AG. Im nationalsozialistischen Deutschen Reich war er Wehrwirtschaftsführer und wurde als Kriegsverbrecher während der Nürnberger Prozesse verurteilt.

Sonstige Ereignisse

1904

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Dreibund , Zusammenschluss von Agfa, BASF und Bayer zur I.G. Farben (Tripel-Allianz)

I.G. Farbenindustrie AG

1926

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den Aufsichtsrat (Mitgliederzahl 55 , 23 (1938), 21 (1940)) - Carl Duisberg (Werk Leverkusen) erster Aufsichtsratsvorsitzender

1926

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den Vorstand: (Mitgliederzahl 82 , 27 (1938), 22 (1944)) mit dem Zentralausschuß. - Carl Bosch (Werk Ludwigshafen) war erster Vorstandsvorsitzender

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1927

Preisträger > Emil-Fischer-Medaille des VDCh:
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Franz Fischer (Kaiser-Wilhelm-Institut für Kohlenforschung, Mülheim an der Ruhr) und Alwin Mittasch (BASF AG/I.G. Farben, Mannheim) (Emil-Fischer-Medaille)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1951

Werk > Chronologische Übersicht:
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Bei I.G. Farben, Andermann, München u. a. (Karl Aloys Schenzinger)

1951

Werk:
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Bei I.G. Farben. Andermann, München u. a. (Karl Aloys Schenzinger)

Europa

1978

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Vorstellungen für ein nationalsozialistisches Europa in der Nachkriegsbelletristik: SS-GB von Len Deighton spielt im nationalsozialistischen Großbritannien des Jahres 1941 (mit abgedruckter Kapitulationserklärung). Die Hauptperson ist der Kriminalbeamte Douglas Archer, der den Mord an einem Physiker aufklären soll. Wie sich herausstellt, war dieser Physiker an dem Bau der Atombombe beteiligt und Archer wird immer mehr in Intrigen zwischen SS, Wehrmacht, der britischen Widerstandsbewegung und der Abwehr hineingezogen. Giordano erwähnt dieses Buch lobend und erläutert, dass es im Sonderstab England des Wirtschafts- und Rüstungsamtes im OKW bereits detaillierte Pläne zur Verwaltung Großbritanniens gab. SS- und SD-Einheiten waren bereits bereitgestellt, und auch die I.G. Farben hatte schon einen „Wunschzettel“ zur Übernahme von Unternehmen produziert. (Nationalsozialistische Europapläne)

Rundfunk, Film & Fernsehen

1986

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Film: Väter und Söhne ist ein Fernseh-Vierteiler aus dem Jahre 1986 nach dem Drehbuch von Bernhard Sinkel, der auch Regie führte. Der Mehrteiler handelt vom Aufstieg und Niedergang der einflussreichen Industriellenfamilie Deutz vor dem Hintergrund der dramatischen Geschichte des Deutschen Reichs in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Protagonisten der Handlung sind zwar durchweg frei erfunden, lassen jedoch einige Aspekte realer historischer Personen im Chemiekonzern I.G. Farben erkennen.

Stab:
Regie: Bernhard Sinkel
Drehbuch: Bernhard Sinkel
Produktion: Dieter Minx
Musik: Peter Raaben
Kamera: Dietrich Lohmann

Besetzung: Burt Lancaster, Rüdiger Vogler, Julie Christie, Dieter Laser, Bruno Ganz, Tina Engel, Burkhard Heyl, Herbert Grönemeyer, Katharina Thalbach, Martin Falk, Martin Benrath, Chad Tabor, Hannes Jaenicke, Laura Morante, Christian Doermer, Cyrielle Claire, Alexander Radszun, Daphne Wagner

1950

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Film: Kurt Maetzig (Regie): Der Rat der Götter. DDR

1950

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Film: Der Rat der Götter ist ein deutsches Filmdrama von Kurt Maetzig mit einem Drehbuch von Friedrich Wolf. Er beleuchtet den Weg des I.G.-Farben-Konzerns von 1930 bis 1947.

Stab:
Regie: Kurt Maetzig
Drehbuch: Friedrich Wolf Philipp Gecht
Produktion: DEFA Potsdam Babelsberg
Musik: Hanns Eisler
Kamera: Friedl Behn-Grund
Schnitt: Ilse Voigt

Besetzung: Paul Bildt, Fritz Tillmann, Willy A. Kleinau, Hans-Georg Rudolph, Albert Garbe, Helmuth Hinzelmann, Inge Keller, Yvonne Merin, Käthe Scharf, Herwart Grosse, Theodor Vogeler, Arthur Wiesner, Karl Heinz Deickert, Agnes Windeck, Helene Riechers, Brigitte Krause, Eva Pflug, Franz Weber

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