Ideal X

Die Ideal X war eines der weltweit ersten Containerschiffe und läutete als vollkommen neuartiger Schiffstyp das Zeitalter des Intermodalen Transports ein.



Geschichte




Nachdem der Transportunternehmer Malcom McLean im Jahr 1955 einen 75-prozentigen Anteil seiner Spedition für 6 Millionen US-Dollar verkauft hatte, investierte er dieses Geld in den Erwerb der Reederei Pan-Atlantic, die er später in SeaLand Industries umbenannte. 1955/56 ließ McLean die ersten vier Schiffe zu Containerschiffen umbauen, die Sea-Land T2-Klasse, zu der auch die Ideal X zählte.Der T2-SE-A1-TankerPotrero Hills wurde 1944/45 auf der Werft Marinship Corp. in Sausalito, Vereinigte Staaten, als Baunummer 68 im Auftrag der War Shipping Administration in San Francisco gebaut.Das Schiff wurde 1948 in Captain John D.P. und 1951 wieder in Potrero Hills umbenannt, bevor McLean es 1955 erwarb und nach einem Umbau zum ContainerschiffIdeal X taufte. Es sollte im Linienverkehr zwischen den Ostküstenhäfen der Vereinigten Staaten betrieben werden. Die Jungfernfahrt als Containerschiff fand am 26. April 1956 auf der Route von Newark (New Jersey) nach Houston (Texas) statt und wurde sowohl von Ladungsbeteiligten als auch von Gewerkschaften und Regierungsvertretern genau beobachtet. Nach dem Anlegen in Houston wurden die Container auf Trailer verladen, peinlich genau inspiziert und von Nicht-McLean-LKW abtransportiert. Nachdem die Ladung sicher und trocken ihr Ziel erreicht hatte, war die erste Hürde genommen. Trotzdem musste McLean weitere Überzeugungsarbeit leisten, was insbesondere mit günstigeren Frachtraten und besseren Frachtversicherungstarifen gelang.Im Jahre 1959 wurde das Schiff an einen bulgarischen Eigner veräußert und in Elemir umbenannt. Am 8. Februar 1964 erlitt es so schwerwiegende Schäden durch Seeschlag, dass es zum Abbruch verkauft wurde. Dieser begann am 20. Oktober 1964 in Hirao, Japan.

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Beginn der Hochseeschifffahrt > 20. Jahrhundert

1956

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Das erste Containerschiff entstand in den USA mit dem umgebauten Tanker Ideal X, als die Spedition McLean Trucking Co. damit anfing, die Aufliegergehäuse von Sattelschleppern ohne Fahrgestell über größere Seestrecken mit den Schiff zu befördern. 1960 gründete McLean die Reederei Sea Land Corporation. 1966 lief erstmals in Deutschland das Containerschiff Fairland der Reederei Sea-Land in Bremen ein. Ab 1968 begann die Umstellung der wichtigsten Liniendienste auf den Containerverkehr, zunächst im Nordatlantikverkehr von USA/Ostküste nach Westeuropa, ab Oktober 1968 der Transpazifikdienst zwischen Japan–USA/Westküste. Hier wurde von der NYK Line das weltweit erste gebaute Containerschiff, die Hakone Maru eingesetzt. Ende 1968 wurden vom Bremer Vulkan mit der Weser Express für den Norddeutschen Lloyd sowie von Blohm & Voss, Hamburg mit der Elbe Express für die Hapag die ersten Containerschiffe (je 750 TEU) in Deutschland gebaut. Sie kamen mit den Schwesterschiffen Rhein Express, Mosel Express auf der Nordatlantikroute in Betrieb. 1969 folgte die Umstellung des Liniendienstes Europa–Australien/Neuseeland auf den Containerverkehr, Ende 1971 Europa–Fernost, im Mai 1977 Europa–Südafrika sowie Europa–Karibik/Golf von Mexiko. 1981 folgte die Route Südafrika–Fernost (Safari Dienst). Damit war zunächst die Umstellung der wichtigsten Linienverbindungen auf den Containerverkehr vollendet. (Geschichte der Seefahrt)

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