Ikšķile

Ikšķile (Lettland)

Ikšķile (deutsch: Uexküll) ist eine lettische Stadt an der Daugava, ca. 30 km stromaufwärts von Riga. Im Jahre 2016 zählte Ikšķile 7062 Einwohner.



Geschichte




Die Geschichte des Ortes sowie der gesamten Umgebung ist mit der Ende des 12. Jahrhunderts einsetzenden Christianisierung durch die Bischöfe von Uexküll und Riga verbunden. Der Ort war einer der ersten Stützpunkte der Ritter des Schwertbrüderordens im Baltikum. Im Jahr 1185 wurde hier das erste steinerne Gebäude des Baltikums errichtet. Eine Bischofskirche und eine Burg folgten. Zum ersten Bischof von Livland wurde der Augustinerchorherr Meinhard von Segeberg, der von hier aus die Christianisierung des heutigen Lettland vorantrieb. Nach dem Tod seines Nachfolgers Berthold im Jahr 1198 wurde der Bischofssitz 1201 von Uexküll/Ikšķile nach Riga verlegt.Der heutige Ort bildete sich um ein Landgut. Nach dem Bau der Eisenbahnlinie Riga - Dünaburg 1861, wurde Ikšķile vom benachbarten Ogre überflügelt.Im Ersten Weltkrieg fanden auf der sogenannten Todesinsel (lett: Nāves sala), welche der Stadt gegenüberliegt, schwere Kämpfe statt. Den beteiligten Lettischen Schützenregimentern wurde später ein Denkmal gewidmet.Durch den Bau des Wasserkraftwerkes Riga in den 1970er Jahren stieg der Wasserspiegel der Düna. Die Insel auf denen die historische Burg und Kirche stehen wurde deswegen künstlich erhöht und befestigt.

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Politik & Weltgeschehen

1201

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Der Bremer Domherr Albrecht von Buxthoeven, seit 1199 Bischof von Livland, gründet gemeinsam mit Kaufleuten die Stadt Riga an der Mündung der Düna und verlegt seinen Bischofssitz vom nahen Uexküll dorthin.

Geboren & Gestorben

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Geboren: Meinhard Marnitz wird in Uexküll geboren. Meinhard Johannes Marnitz war ein deutscher SA-Führer, zuletzt im Rang eines SA-Gruppenführers.
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Geboren: Harry Marnitz wird im Pastorat Üxküll im Gouvernement Livland des Zarentums Russland geboren. Harry Xaver Marnitz war ein Masseur und Arzt, der entdeckte, dass krankhafte Veränderungen der Wirbelsäule oft Veränderungen in der Peripherie (Beine, Arme) nach sich ziehen oder ihnen vorausgehen. Er entwickelte die These, dass alle mit einer primären Erkrankung in Zusammenhang stehenden korrespondierenden Zonen (Schlüsselzonen) mitbehandelt werden müssen. Er gilt damit als Erfinder der Schlüsselzonenmassage.

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