Iljuschin

Iljuschin (ILJUSCHIN, russischИлью́шин) ist ein russischer Flugzeughersteller, der nach Sergei Iljuschin benannt ist. Das Kürzel für Flugzeuge von Iljuschin lautet Il (Ил).

Seit Ende 2006 gehört Iljuschin zum neu gegründeten russischen Luftfahrtkonsortium OAK.



Geschichte




1931 begann Sergei Iljuschin, der bereits 1924 seine ersten Segelflugzeuge konstruierte (der Segler AWF-21 „Moskwa“ von 1925 nahm auch am deutschen Rhön-Segelflugwettbewerb teil), als Leiter einer Konstruktionsabteilung im Rahmen des Zentralen Konstruktionsbüros mit der Entwicklung seiner ersten eigenen Flugzeuge, des zweimotorigen Bombers ZKB-26, der später DB-3 genannt wurde, sowie des gepanzerten Erdkampfflugzeugs ZKB-55. Am 17. August 1936 wurde die Abteilung offiziell zum OKB (Experimental-Konstruktionsbüro) Iljuschin umbenannt.1939 beschloss der Kommissar für Luftfahrtindustrie im Befehl Nr. 704, dass alle sowjetischen Kampfflugzeuge die ersten Buchstaben ihres Konstrukteurs und eine laufende Nummer tragen sollten. So wurden aus der DB-3 die Il-4 und aus der ZKB-55 die berühmte Il-2, die mehr als 36.000 mal gebaut wurde.Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges begann Iljuschin erstmals mit der Konstruktion von Verkehrsflugzeugen, zunächst der Il-12, doch konstruierte er auch weiterhin Militärflugzeuge. 1947 wurde der nach deutschen Vorlagen gebaute vierstrahlige Bomber Il-22 vorgestellt, welcher weitgehend den Bauplänen der Heinkel He 343 (erster Projektname He P.1068) entsprach, jedoch nur ein Prototyp blieb. Der zweistrahlige Bomber Il-28 von 1948 jedoch erwies sich als Erfolg, ging in die Massenproduktion und wurde von vielen Staaten eingesetzt. Ein weiteres bekanntes Modell ist die viermotorige Il-18 von 1957, von der einige Exemplare immer noch im Einsatz stehen.1967 konnte Iljuschin den ersten sowjetischen Langstreckenpassagierjet, die Il-62 vorstellen. 1971 flog das Frachtflugzeug Il-76, es folgten die Großraumverkehrsflugzeuge Il-86 und Il-96.Iljuschin stellt gegenwärtig Trainingsflugzeuge Il-103, Turboprop-Regionalflugzeuge Il-114, vierstrahlige Frachtjets Il-76 und vierstrahlige Langstreckenflugzeuge Il-96-300 her. Zudem befindet sich ein kleines militärisches Transportflugzeug Il-112 in der Entwicklung. Aus der Entwicklung des „Russian Regional Jet RRJ“ hat sich Iljuschin kürzlich zurückgezogen. Federführend ist dort der auf Kampfjets spezialisierte Hersteller Suchoi, zusammen mit Boeing.

mehr zu "Iljuschin" in der Wikipedia: Iljuschin

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1933

Gründung:
thumbnail
Iljuschin (ILJUSCHIN , russisch? Илью́шин) ist ein russischer Flugzeughersteller, der nach Sergei Iljuschin benannt ist. Das Kürzel für Flugzeuge von Iljuschin lautet Il ( Ил ).

Geschichte > 20. Jahrhundert und jüngste Vergangenheit

1972

thumbnail
stürzte eine IljuschinIl-62 der Interflug in der Nähe der Stadt ab; dabei starben 156 Menschen (siehe Flugzeugkatastrophe von Königs Wusterhausen).

1972

thumbnail
stürzte eine IljuschinIl-62 der Interflug über der Stadt ab; dabei starben 156 Menschen (siehe Flugzeugkatastrophe von Königs Wusterhausen).

Natur & Umwelt

Katastrophen:
thumbnail
Eine gecharterte Verkehrsmaschine IljuschinIl-62 der polnischen LOT, auf dem Weg nach New York City, USA, stürzt kurz nach dem Start nahe Warschau, Polen ab. 183 Menschen sterben.

1976

Katastrophen:
thumbnail
6. März: Eine IljuschinIL-18D der Aeroflot stürzt nahe Woronesch aufgrund eines Kompass- und Autopilotenausfalls aus 9.000 Metern zur Erde. 127 Tote, davon sieben am Boden.

Tagesgeschehen

thumbnail
Urumqi/Volksrepublik China. Beim Absturz eines aserbaidschanischen Frachtflugzeugs in der Autonomen Region Xinjiang in Nordwestchina sind alle sieben Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Kurz nach dem Start der Maschine vom Typ IljuschinIl-76 stürzte sie auf einen benachbarten Acker. Am Boden kamen keine Menschen zu Schaden. Die Maschine war auf dem Weg in die aserbaidschanische Hauptstadt Baku.

"Iljuschin" in den Nachrichten