Imperium (Rom)

Der Begriff Imperium (von lateinischimperare, „herrschen“, „befehlen“, „gebieten“) gehörte im römischen Reich zum Konzept der rechtlichen Amtsbefugnisse. Ein Mann, der ein imperium innehatte, hatte fast absolute Macht innerhalb des Zuständigkeitsbereichs seines Amtes, konnte aber per Veto oder Mehrheitsbeschluss durch den oder die Inhaber eines höher- oder gleichgestellten Imperiums überstimmt werden. Unscharf war die Abgrenzung zwischen imperium (Befehlsgewalt, Machtbereich) und potestas (Amtsgewalt). Am ehesten kann man wohl sagen, dass ein imperium immer auch eine potestas war, nicht umgekehrt. Ursprünglich wurde jeder Träger eines Imperiums als Imperator bezeichnet; erst später, seit Scipio Africanus, bekam dieses Wort eine speziellere Bedeutung – zunächst „militärischer Befehlshaber“, dann „siegreicher Feldherr“ – und bezeichnete zuletzt nur noch die römischen Kaiser.

Im Regelfall wurde man in die Ämter, mit denen ein imperium verbunden war, durch die Comitia Centuriata gewählt, also durch jene Volksversammlung, die das römische Volk in Waffen repräsentierte. Ein Beamter mit imperium (Magistrat oder Promagistrat) wurde von Liktoren begleitet, die die fasces trugen (in Rom das traditionelle Symbol von Imperium und Autorität); außerhalb des pomerium (der sakralrechtlichen Stadtgrenze) wurden den fasces Äxte hinzugefügt, um die Macht eines imperialen Beamten anzuzeigen, außerhalb Roms die Todesstrafe über römische Bürger zu verhängen, die unter ihm dienten. Die Zahl der Liktoren, die den Beamten begleiteten, war ein offenkundiges Zeichen des Rangs des jeweiligen Imperiums:

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Ereignisse

18 v. Chr.

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Erste Verlängerung des imperium proconsulare des Augustus um 5 Jahre (Ende 18 v. Chr. bis 2. Hälfte 13 v. Chr). Das imperium proconsulare bildete eines der zentralen Herrschaftsinstrumente des Augustus und seiner Nachfolger (oberste Befehlsgewalt über die in den gefährdeten Provinzen stationierten Legionen), wurde dem Prinzeps Augustus jedoch nie auf Lebenszeit verliehen sondern vom Senat lediglich verlängert: 13 v. Chr. um weitere 5 Jahre und 8 v. Chr. sowie 3 und 13 n. Chr. um 10 Jahre. Erst Tiberius erhielt das imperium proconsulare am 19. August 14 n. Chr. auf Lebenszeit.

23 v. Chr.

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Übertragung der tribunizischen Gewalt und der statthalterischen Amtsgewalt (imperium proconsulare) an Augustus auf Lebenszeit.

Antike

117 n. Chr.

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Römisches Reich: Unter Trajan hat das römische Imperium die größte Ausdehnung seiner Geschichte erreicht. Auf der Rückreise von einem Feldzug gegen die Parther nach Rom stirbt er allerdings am 8. August in Selinus. Der von ihm angeblich auf dem Totenbett adoptierte Hadrian folgt ihm als Kaiser auf den Thron. Doch zeichnet sich bald ab, dass Rom nicht in der Lage ist, die neu eroberten Gebiete zu halten. Hadrian gibt die meisten der von Trajan eroberten Gebiete im Osten wieder auf: Der neue Kaiser will sich auf die Sicherung des Bestehenden beschränken und beendet damit die seit Jahrhunderten expansive Außenpolitik des Römischen Reiches.

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