Indianer

Indianer ist die im Deutschen verbreitete Sammelbezeichnung für die indigenen Völker Amerikas – ausgenommen die Eskimovölker und Aleuten der arktischen Gebiete – sowie der amerikanischen Pazifikinseln. Ihre Vorfahren haben Amerika in frühgeschichtlicher Zeit von Asien aus besiedelt und dort eine Vielzahl von Kulturen und Sprachen entwickelt. „Indianer“ ist dabei eine Fremdbezeichnung durch die Kolonialisten, eine entsprechende Selbstbetitelung der weit über zweitausend Gruppen besteht nicht. Allerdings gibt es übergreifende Begriffe in Kanada, in den USA sowie im ehemals spanischen und im portugiesischen Teil Amerikas.

Ihre Vorfahren entwickelten zunächst die mitgebrachte Jäger- und Sammlerkultur fort, lebten bald - teilweise nomadisch - überwiegend von Landsäugetieren wie Bisons, Karibus und Guanacos oder von Vögeln wie Nandus. Sie befuhren aber auch bereits kurz nach der letzten Eiszeit den Pazifik entlang der Küste. Keramik, Ackerbau (wie der vor 4000 v. Chr. einsetzende Anbau von Kürbissen) und abgestufte Formen der Sesshaftigkeit sowie sehr früher Fernhandel kennzeichneten die Kulturen im Norden des Kontinents, während im Süden regional Bewässerungswirtschaft zu höheren Erträgen und vor 3000 v. Chr. zu städtischen Kulturen führte, die nach Norden bis an den Mississippi River und in den Süden Kanadas reichten. Daneben existierten weiterhin Wildbeuterkulturen, die die Landschaft in großem Ausmaß nutzten und veränderten.

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Geboren & Gestorben

1913

Geboren > 20. Jahrhundert > 1901–1950:
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Cornelius Johnson, US-amerikanischer Leichtathlet (21. August)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1973

Werk > Film:
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Der Clou (The Sting) – Regie: George Roy Hill (Marvin Hamlisch)
Vereinigte Staaten von Amerika:
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Ein Überraschungsangriff von 1.500 Lakota- und Cheyenne-Kriegern in der Schlacht am Rosebud Creek auf etwa 1.000 Soldaten der US-Army unter Befehl des Generals George Crook bringt den vom Häuptling Crazy Horse geführten Indianern Erfolg.
Vereinigte Staaten von Amerika:
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Der 14. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten tritt in Kraft, der männlichen Afroamerikanern und Indianern unter gewissen Bedingungen das Wahlrecht zugesteht.

Tagesgeschehen

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Washington D.C./Vereinigte Staaten: Nach jahrelangem Rechtsstreit sagt die Regierung den Vertretern von rund 300.000 Indianern eine Entschädigung in Höhe von 3,4 Milliarden US-Dollar für die Ausbeutung ihrer Bodenschätze und das Missmanagement in den Reservaten zu.
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Washington, D.C./USA. In Washington D.C. wird mit dem National Museum of the American Indian das größte Museum der Welt für indianische Kultur eröffnet.

Amerika

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Privatisierung des Reservatlandes der US-amerikanischen Indianer durch den Dawes Act
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Nordamerika: In den USA wird der erste Civil Rights Act beschlossen, der allen dort Geborenen das Bürgerrecht gewährt, es sei denn, dass es sich um Indianer handelt.
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Nordamerika: Die Krieger und Häuptlinge der Wyandot-, Seneca-, Lenni Lenape-, Shawnee-, Potawatomi-, Ottawa- und Anishinabe-Indianer am Ohio River überlassen im Vertrag von Fort Meigs ihr restliches Land den Vereinigten Staaten, das von den Weißen bereits längst besiedelt wird.

1780

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Ausbruch des größten Indianeraufstandes unter José Gabriel Condorcanqui, der den Titel des letzten Inkaherrschers Túpac Amaru annimmt. Der Aufstand erfasst große Teile des heutigen Peru, Ecuador, Bolivien und Nordargentinien.

1655

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Amerikanische Kolonien: Der Pfirsich-Krieg zwischen Wappinger-Indianern vom Stamm der Lenni Lenape und holländischen Siedlern in der Kolonie Nieuw Nederland beginnt.

Politik & Weltgeschehen

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Indianer besetzen die Ortschaft Wounded Knee im US-Bundesstaat South Dakota
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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Herbert Hoover tritt sein Amt als US-Präsident an. Gleichzeitig mit ihm wird der erste indianischstämmige Vizepräsident Charles Curtis vereidigt. (4. März)

1866

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Gegen das Veto von Präsident Andrew Johnson beschließt der Kongress der Vereinigten Staaten den Civil Rights Act von , der allen in den Vereinigten Staaten Geborenen unabhängig von der Hautfarbe das Bürgerrecht gewährt. Ziel ist der Schutz der ehemaligen Sklaven in der Zeit der Reconstruction. Ausgenommen von der Regelung sind die Indianer, die keine Steuern zahlen. (9. April)
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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Das United States Department of War gründet das Bureau of Indian Affairs, das sich um die Belange der amerikanischen Ureinwohner und deren Reservate kümmern soll. (11. März)
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Als Indianer verkleidete Bostoner Bürger dringen in den Hafen ein und werfen Ladungen Tee der britischen East India Trading Company von drei dort vor Anker liegenden Schiffen ins Hafenbecken. Dieser Akt des Widerstandes gegen die britische Kolonialpolitik ist als „Boston Tea Party“ bekannt.

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