Indigene Völker

Indigene Völker (von indigena „eingeboren“) oder autochthone Völker („ursprüngliche“, siehe Wortherkunft) sind nach einer international geltenden Definition diejenigen Bevölkerungsgruppen, die Nachkommen einer Bevölkerung sind, die vor der Eroberung, Kolonisierung oder der Gründung eines Staates durch andere Völker in einem räumlichen Gebiet lebten, und die sich bis heute als ein eigenständiges „Volk“ verstehen und eigene soziale, wirtschaftliche oder politische Einrichtungen und kulturelle Traditionen beibehalten haben. Schätzungsweise 350 Millionen Angehörige sollen alle indigenen Völker der Erde haben, allein auf der pazifischen Insel Neuguinea werden 1089 indigene Völker mit jeweils eigener Sprache gezählt.

Der Begriff indigene Völker beinhaltet vor allem politische menschenrechtliche Ansprüche, weil Angehörige indigener Völker oft diskriminiert und an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden (Marginalisierung). Dazu gibt es bei den Vereinten Nationen drei Organe: den Expertenmechanismus für die Rechte indigener Völker (vormals UN-Arbeitsgruppe über Indigene Bevölkerungen), den UN-Sonderberichterstatter für die Rechte indigener Völker und das Ständige Forum für indigene Angelegenheiten.

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Geboren

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Jacinta Wawatai wird in Neuseeland geboren. Jacinta Wawatai ist eine neuseeländische Schauspielerin. Sie hat zwei jüngere Brüder, Cody-Dean und Cruize, die ebenfalls Schauspieler sind, und stammt von den Māori, dem indigenen VolkNeuseelands ab.
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Lila Downs wird in Tlaxiaco, Oaxaca, Mexiko geboren. Lila Downs ist eine mexikanisch-US-amerikanische Sängerin. Ihre Musik ist eine Mischung verschiedener Stile, dabei greift sie oft auf indigene Musik aus ihrer mexikanischen Heimat zurück, aus den Kulturen der Mixteken, Zapoteken, Maya und Nahuatl. Sie hat einen klaren politischen Anspruch, den sie in den Texten ausdrückt.
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Abel Barrera Hernández wird in Tlapa de Comonfort, Bundesstaat Guerrero, Mexiko geboren. Abel Barrera Hernández ist ein mexikanischer Priester und Anthropologe und gehört zu den führenden Menschenrechtlern für die Ureinwohner in seinem Land.

1960

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Velma Wallis wird in einem Dorf nahe bei Fort Yukon, Alaska geboren. Velma Wallis ist eine US-amerikanische Schriftstellerin vom indigenen Volk der Gwich'in.

1959

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Winona LaDuke wird in Los Angeles, Kalifornien geboren. Winona LaDuke ist eine indianische Aktivistin, Umweltschützerin, Ökonomin, Politikerin und Schriftstellerin in den Vereinigten Staaten. Die Aktivistin verbindet die Indianerbewegung mit dem Einsatz für den Umweltschutz und wurde von der Green Party in den Jahren 1996 und 2000 als erste Indigene für die US-Vizepräsidentschaft an der Seite von Präsidentschaftskandidat Ralph Nader nominiert. Bei der Präsidentschaftswahl 2008 unterstützte sie den Demokraten Barack Obama.
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Xokonoschtletl Gomora wird in Mexiko geboren. Xokonoschtletl Gomora ist ein mexikanischer Tänzer, Aktivist und Anführer einer mexikanischen indigenenBewegung, der sich den Azteken zugehörig empfindet. Sein Ziel ist es, die im Museum für Völkerkunde in Wien aufbewahrte präkolumbische Federkrone Moctezumas (span. penacho) nach Mexiko zurückzubringen.

1942

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Felipe Quispe Huanca wird in Ajillata Grande, Provinz Omasuyos, Departement La Paz, Bolivien geboren. Felipe Quispe Huanca (genannt El Mallku) ist eine führende Persönlichkeit der Indigenen-Bewegung in Bolivien. Er ist Aymara und Anführer des Movimiento Indígena Pachakuti.
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Jorge Sanjinés wird in La Paz geboren. Jorge Sanjinés ist ein bolivianischer Filmregisseur. Er war einer der bekanntesten Protagonisten eines militanten politischen Kinos in Lateinamerika. In seinen späteren Filmen ist seine Parteinahme für die indigene Bevölkerung in weniger agitatorischer Form ausgedrückt. Sie sind „nicht mehr einem revolutionären politischen Programm verpflichtet“.
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Jack D. Forbes wird in Kalifornien geboren. Jack D. Forbes war ein indigener US-amerikanischer Schriftsteller, Wissenschaftler und politischer Aktivist. Seine Bekanntheit gründet vor allem auf dem Buch „Columbus und andere Kannibalen. Die indianische Sicht der Dinge“, das ein erstrangiges Dokument der indigenen Zivilisationskritik darstellt.
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Jorge Álvaro Sarmientos wird in San Antonio Suchitepéquez geboren. Jorge Álvaro Sarmientos ist ein guatemaltekischer Komponist, Dirigent und Schlagzeuger. Seine u.a. vom französischen Impressionismus beeinflusste Musik zeigt deutlich indigene Züge. Zu seinen beliebtesten Werken zählt das Konzert für Marimba und Orchester, das 1958 mit Vida Chenoweth , die es angeregt hatte, als Solistin uraufgeführt wurde.
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Samuel Ruiz García wird in Irapuato, Bundesstaat Guanajuato, Mexiko geboren. Samuel Ruiz García war mexikanischer Geistlicher und Bischof von San Cristóbal de las Casas sowie Friedensaktivist. Er galt als Verteidiger der Anliegen der indigenen UreinwohnerMexikos, der Maya.
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Dieudonné Yougbaré wird in Koupéla, Burkina Faso geboren. Dieudonné Yougbaré war ein burkinischer Geistlicher und römisch-katholischer Bischof von Koupéla. Er war der erste indigeneBischof Westafrikas.
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Harold Courlander wird in Indianapolis geboren. Harold Courlander war ein US-amerikanischer Romancier und Anthropologe. Er forschte über die Kulturen Afrikas, der Karibik, der Afro-Amerikaner sowie der amerikanischen Ureinwohner.
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Fausto Reinaga wird in Macha, Bolivien geboren. Fausto Reinaga war ein indigener Schriftsteller.

1881

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Feliciano Ama wird in Izalco geboren. José Feliciano Ama war ein indigener Bauernführer der Pipil in El Salvador und Teilnehmer am salvadorianischen Bauernaufstand 1932.
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Anastasio Mártir Aquino San Carlos wird in Santiago Nonualco geboren. Anastasio Mártir Aquino San Carlos war ein Tayte (indigenerFürst) der Nonualcogeschwister in El Salvador.
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Bartolina Sisa wird oder 24. August 1753 geboren. Bartolina Sisa war die Ehefrau des auch als Tupaq Katari bekannten indigenen Rebellenführers Julián Apaza. Wie dieser entstammte sie dem Volk der Aymara.
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Alonso de Ercilla y Zúñiga wird in Madrid geboren. Alonso de Ercilla y Zúñiga war ein spanischer Edelmann, Soldat und Schriftsteller und gehört zu den herausragenden Vertretern der spanischen Literatur des Siglo de Oro. Als erster europäischer Dichter beschäftigte er sich in seinem Hauptwerk La Araucana mit der Thematik der Kolonialkriege auf dem neu entdeckten amerikanischen Kontinent und mit den dort lebenden indigenen Völkern und gilt daher gleichermaßen als Begründer der hispanoamerikanischen Literatur und „Erfinder“ des Indianerromans.

Gestorben

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Dieudonné Yougbaré stirbt. Dieudonné Yougbaré war ein burkinischer Geistlicher und römisch-katholischer Bischof von Koupéla. Er war der erste indigeneBischof Westafrikas.
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Jack D. Forbes stirbt. Jack D. Forbes war ein indigener US-amerikanischer Schriftsteller, Wissenschaftler und politischer Aktivist. Seine Bekanntheit gründet vor allem auf dem Buch „Columbus und andere Kannibalen. Die indianische Sicht der Dinge“, das ein erstrangiges Dokument der indigenen Zivilisationskritik darstellt.
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Samuel Ruiz García stirbt in Mexiko-Stadt. Samuel Ruiz García war mexikanischer Geistlicher und Bischof von San Cristóbal de las Casas sowie Friedensaktivist. Er galt als Verteidiger der Anliegen der indigenen UreinwohnerMexikos, der Maya.
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Fausto Reinaga stirbt. Fausto Reinaga war ein indigener Schriftsteller.
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Feliciano Ama stirbt in Izalco. José Feliciano Ama war ein indigener Bauernführer der Pipil in El Salvador und Teilnehmer am salvadorianischen Bauernaufstand 1932.
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Anastasio Mártir Aquino San Carlos stirbt in San Vicente. Anastasio Mártir Aquino San Carlos war ein Tayte (indigenerFürst) der Nonualcogeschwister in El Salvador.
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Bartolina Sisa stirbt. Bartolina Sisa war die Ehefrau des auch als Tupaq Katari bekannten indigenen Rebellenführers Julián Apaza. Wie dieser entstammte sie dem Volk der Aymara.
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Alonso de Ercilla y Zúñiga stirbt in Madrid. Alonso de Ercilla y Zúñiga war ein spanischer Edelmann, Soldat und Schriftsteller und gehört zu den herausragenden Vertretern der spanischen Literatur des Siglo de Oro. Als erster europäischer Dichter beschäftigte er sich in seinem Hauptwerk La Araucana mit der Thematik der Kolonialkriege auf dem neu entdeckten amerikanischen Kontinent und mit den dort lebenden indigenen Völkern und gilt daher gleichermaßen als Begründer der hispanoamerikanischen Literatur und „Erfinder“ des Indianerromans.

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