Geboren & Gestorben

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Gestorben: Leo Kirch stirbt in München. Leo Kirch war ein deutscher Medienunternehmer. Er gründete 1955 einen Filmverleih, den er bis Anfang der 2000er Jahre zu einem der größten deutschen Medienkonzerne ausgebaut hatte, die Kirch-Gruppe. Leo Kirch war maßgeblich am Aufbau des Privatfernsehens und Bezahlfernsehens in Deutschland beteiligt. 2002 musste sein Unternehmen Insolvenz anmelden und wurde in der Folge zerschlagen. Kirch ging deswegen bis zu seinem Tod im Jahr 2011 juristisch gegen die Deutsche Bank vor. Deren damaliger Vorstandsvorsitzender Rolf E. Breuer hatte die Insolvenz –?wie mittlerweile gerichtlich festgestellt?– durch eine Interview-Äußerung zur mangelnden Kreditwürdigkeit des Unternehmens Anfang 2002 mit ausgelöst. Kirch, der in seinen letzten Lebensjahren durch eine Diabetes-Erkrankung fast erblindet war, galt als konservativ und äußerst öffentlichkeitsscheu. Er war unter anderem mit dem langjährigen deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl befreundet. Kirchs große politische Einflussmöglichkeiten durch seine zahlreichen Fernsehsender, darunter ProSieben und Sat.1, sowie durch seine Beteiligungen an anderen Medienkonzernen wurden teilweise massiv kritisiert.
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Gestorben: Johann Haselgruber stirbt in Wien. Johann Haselgruber war ein österreichischer Unternehmer, der am Ende der 1950er-Jahre durch eine Parteispendenaffäre und die Insolvenz seiner Firma Aufsehen erregte.
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Geboren: Edward Schramm wird in Coburg geboren. Edward Schramm ist ein deutscher Jurist und Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht, Europäisches und Internationales Strafrecht an der Friedrich Schiller Universität Jena. Seine Forschungsschwerpunkte sind das Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht, insbes. Untreue, Insolvenzstrafrecht, europarechtliche Fragen der Compliance, Europäisches und Internationales Strafrecht, das Ehe- und Familienstrafrecht sowie Law and Literature.
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Gestorben: Carl Friedrich Wilhelm Borgward stirbt in Bremen. Carl Friedrich Wilhelm Borgward war ein deutscher Ingenieur und Unternehmer. Der von Carl F.?W. Borgward geschaffene Automobilkonzern war in den 1950er Jahren größter Arbeitgeber Bremens. Das Unternehmen mit den Marken Borgward, Hansa, Goliath und Lloyd ging 1961 in die Insolvenz.
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Geboren: Michail Borissowitsch Chodorkowski wird in Moskau geboren. Michail Borissowitsch Chodorkowski ist ein russischer Unternehmer, früherer Oligarch und ehemaliger Vorstandsvorsitzender des heute insolventen Ölkonzerns Yukos. Seit Oktober 2003 und voraussichtlich bis ins Jahr 2014 befindet er sich (wie auch sein Kollege Platon Lebedew) aufgrund einer Verurteilung wegen Steuerhinterziehung und planmäßigen Betrugs in Haft.

Geschichte

1990

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Vorstellung des 480 Cabriolet auf dem Genfer Auto-Salon, das aber aufgrund der Insolvenz eines für die Verdecke verantwortlichen wichtigen Zuliefererunternehmens sowie wegen vermutlicher Probleme bei der Homologation nie in Serienproduktion ging. Ab wurden nur noch Fahrzeuge mit Katalysator angeboten; die Leistung des 1,7-Liter-Saugmotors wird auf 75 kW (102 PS) angehoben und das Tankvolumen von 48 Litern auf 60 Liter (optional) erhöht. (Volvo 480)

Wissenschaft & Technik

Ereignisse > Wissenschaft und Technik:
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Die Cargolifter AG, welche ein Lastenluftschiff konstruieren und damit die Renaissance der Großluftschifffahrt einleiten wollte, meldet Insolvenz an. (7. Juni)

Tabellarische Chronik > Untergang

1982

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Am 9. August muss die Konzernleitung beim Amtsgericht Frankfurt/Main Vergleich anmelden. Ein Sanierungskonzept, das Bundesbürgschaften von 600? Mio.? DM und neue Bankkredite von 275? Mio.? DM vorsah, scheiterte zunächst an der Uneinigkeit der Banken, dann gewährte ein Bankenkonsortium dem AEG-Konzern bis Juni 1983 ein Verwalterdarlehen von 1,1? Mrd.? DM. Davon waren 700? Mio.? DM sofort verfügbar und 400? Mio.? DM nach Zusage einer Bürgschaft durch den Bund. Vergleichsverwalter war der Rechtsanwalt Wilhelm Schaaf. Infolge des Vergleichsverfahrens der AEG (August bis Oktober 1984) wurden weitere wesentliche Kernbereiche abgegeben. Hiervon war nicht nur die AEG-Telefunken AG, sondern auch die Tochtergesellschaften Küppersbusch AG in Gelsenkirchen, die Hermann Zanker Maschinenfabrik GmbH & Co. KG in Tübingen und die Carl Neff GmbH in Bretten betroffen. Die Alno-Möbelwerke GmbH & Co. KG in Pfullendorf wurde wieder von den bisherigen Minderheitsgesellschaftern der Familie Nothdurft übernommen und aus dem Konzern ausgegliedert. Auch Zulieferer der AEG mussten Konkurs anmelden, u.a. die Becher & Co. Möbelfabriken KG in Bühlertann. Mitauslöser dafür waren unangemessene Unternehmensaufkäufe und mangelnde Kontinuität der Unternehmenspolitik. Eine Auswirkung des Vergleichs war unter anderem der Verkauf des Areals der traditionellen Maschinenfabrik Brunnenstraße im damaligen Berliner Bezirk Wedding. Damit wurden die Groß- und Kleinmaschinenfabrik zugunsten der Lloyd Dynamowerke in Bremen (Mittelmaschinen), der AEG-Fabrik Essen (Großmaschinen) und des Unternehmens Bauknecht (Kleinmaschinen) aufgegeben. Für die ebenfalls auf diesem Areal befindlichen Stromrichterfabrik und Bahnfabrik wurden neue Fabriken in Berlin-Marienfelde bzw. Berlin-Spandau erbaut. Das Großrechenzentrum und das Institut für Automation wurden an anderen Standorten untergebracht.

Rundfunk, Film & Fernsehen

2002

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Rundfunk: April -Die ehemals einflussreiche Kirch-Gruppe (Filmrechteverwerter) muss aufgrund der erdrückenden Schuldenlast von 7 Milliarden Euro Insolvenz anmelden.

1999

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Film: Das schnelle Geld -Die Nick-Leeson-Story ist ein britischer Kinofilm aus dem Jahr 1999, der von den Börsengeschäften von Nick Leeson und der dadurch ausgelösten Insolvenz der Barings Bank handelt. Hauptdarsteller sind Ewan McGregor und Anna Friel. Der Film basiert auf dem Buch "Rogue Trader" von Nick Leeson.

Stab:
Regie: James Dearden
Drehbuch: James DeardenNick Leeson
Produktion: James DeardenJanette Day Paul Raphael
Musik: Richard Hartley
Kamera: Jean-François Robin
Schnitt: Catherine Creed

Besetzung: Ewan McGregor, Anna Friel, Yves Beneyton, Betsy Brantley, Caroline Langrishe, Nigel Lindsay, Tim McInnerny, Irene Ng, Lee Ross, Simon Shepherd, John Standing

Wirtschaft

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Das Finanzinstitut Lehman Brothers meldet Insolvenz an.
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In Japan geht das Geldinstitut Nichei Finance in Konkurs. Es ist der bisher größte Firmenbankrott in der Geschichte des Landes.

1996

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15. März: Der niederländische Flugzeughersteller Fokker meldet Insolvenz an. Das deutsche Mutterunternehmen Daimler-Benz hatte sich im Januar vom Unternehmen getrennt.

1988

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29. März: Die spanische Charterfluggesellschaft Spantax, die in Deutschland wegen mehrerer Unglücksfälle und Pannen über ein schlechtes Image verfügt, geht in Konkurs.
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In München werden die in Konkurs gegangenen Zündapp-Werke für 16 Mio. DM an China verkauft.

Tagesgeschehen

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Landkreis Ahrweiler/Deutschland: Der Nürburgring steht vor der Insolvenz.
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Frankfurt am Main/Deutschland: Das Versandhandelsunternehmen Neckermann stellt Insolvenzantrag.
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Saarbrücken/Deutschland: Die Fluggesellschaft Cirrus Airlines stellt beim Amtsgericht Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.
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Ulm/Deutschland: Das Unternehmen Schlecker beantragt beim Amtsgericht die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.

Ereignisse > Wirtschaft

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Als Folge der herrschenden Panik im Zuge der Finanzkrise steigt der Goldpreis im New Yorker Handel steil von 784 auf 863 US-Dollar pro Unze an, während es weltweit zu weiteren massiven Einbrüchen an den Börsen kommt obwohl sich die Notenbanken weltweit um eine Eindämmung der Krise bemühen. So hat in der Nacht zuvor die US-amerikanische Fed dem vor wenigen Monaten noch weltgrößten Versicherungskonzern American International Group ein Darlehen von 85 Milliarden Dollar gewährt und ihn im Gegenzug zu 79,9 Prozent übernommen und damit quasi verstaatlicht, um ihn vor der Insolvenz zu retten. (17. September)
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Der niederländische Flugzeughersteller Fokker meldet Insolvenz an. Das deutsche Mutterunternehmen Daimler-Benz hatte sich im Januar vom Unternehmen getrennt. (15. März)
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Die spanische Charterfluggesellschaft Spantax, die in Deutschland wegen mehrerer Unglücksfälle und Pannen über ein schlechtes Image verfügt, geht in Konkurs. (29. März)

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

2012

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Auflösung: Anton Schlecker e.K.i.I. war ein 1975 von Anton Schlecker gegründetes Unternehmen mit Sitz in Ehingen (Donau). Schlecker betrieb bis zum 27.? Juni 2012 Drogerie-Filialen (auch unter der Marke Ihr Platz), Versandhandel per Onlineshop und Katalog, Bau- und Möbelmärkte sowie Tankstellen.

2009

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Auflösung: Die SSW Schichau Seebeck Shipyard GmbH, vor allem als Schichau Seebeckwerft oder einfach Seebeckwerft bekannt, war ein Werftbetrieb in Bremerhaven. Sie war mit 320 Mitarbeitern (2008) spezialisiert auf Umbauten, Sektionsbau und Neubau kleiner Containerschiffe. Der Betrieb wurde zum 31.? Juli? 2009 geschlossen. Die Geschichte der Werft ist durch mehrere Fusionen, Konkurse und Neugründungen geprägt.

2009

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Gründung: Die General Motors Company (GM) ist ein global operierender US-amerikanischer Automobilkonzern, dem weltweit mehrere Marken gehören. Die 2009 mit US-amerikanischer/kanadischer staatlicher Mehrheitsbeteiligung als Vehicle Acquisition Holdings LLC gegründete Gesellschaft übernahm als NGMCO, INC. mit Übertragungs- und Kaufvertrag vom 26.? Juni 2009 abschließend mit 10.? Juli 2009 die Vermögenswerte (genannt ‚GM Asset Sale‘) der insolventenGeneral Motors Corporation (Old GM). Als neue General Motors Company LLC (auch: New GM) setzt sie die Geschäfte der Old GM fort. Die ehemalige General Motors Corporation firmiert seit 15.? Juli 2009 als Motors Liquidation Company.

2008

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Auflösung: Die Lehman Brothers Inc. (häufige Aussprache: ˈliːmən) war eine US-amerikanische Investmentbank mit Hauptsitz in New York, die am 15. September 2008 infolge der FinanzkriseInsolvenz beantragen musste. Im Jahr 2007 beschäftigte die Bank weltweit 28.600 Angestellte.

2008

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Gründung: Die Compagnia Aerea Italiana, kurz CAI (dt.: Italienische Luftfahrtgesellschaft) ist ein italienisches Konsortium, welches die weiterzuführenden Aktivitäten der privatisierten und neu strukturierten Fluggesellschaft Alitalia übernommen hat. Diese wurden aus der ehemals staatlichen insolventenAlitalia - Linee Aeree Italiane S.p.A. herausgelöst und in Form einer neuen nationalen Fluggesellschaft, wieder unter der Dachmarke Alitalia, mit Air One, Air One CityLiner (heute Alitalia CityLiner), Volare Airlines und Alitalia Express zusammengeführt.

"Insolvenz" in den Nachrichten