Internationale Beziehungen

Das Fach Internationale Beziehungen, häufig als IB abgekürzt, bildet eine Teildisziplin der Politikwissenschaft, die sich traditionell mit den Beziehungen zwischen Staaten beschäftigt. In den letzten Jahrzehnten hat sich der Fokus auch auf das Verhältnis von staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren zueinander erweitert. Zu letzteren können beispielsweise transnationale Unternehmen oder Organisationen gehören. Da es sich um eine Teildisziplin der Politikwissenschaft handelt, ist Internationale Beziehungen ein eigenständiger Begriff und wird damit großgeschrieben.

Die sozialwissenschaftliche Erforschung der internationalen Politik begann nach dem Ersten Weltkrieg und durchlief bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts drei große paradigmatische, also grundsätzliche Debatten, durch die sich langfristig mehrere Denkschulen etabliert haben. Diese sind selbst von mehreren heterogenen Strömungen durchsetzt, die miteinander häufig im Widerspruch stehen, sich dabei aber auf dieselben Grundannahmen berufen. Daher weisen die Internationalen Beziehungen einen hohen theoretischen Gehalt und eine große Interdisziplinarität auf, die sich vor allem über die Wirtschaftswissenschaft, Rechtswissenschaften, Geschichtswissenschaft, die Psychologie und die Anthropologie erstreckt.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Kenneth Waltz stirbt in Washington, D.C.. Kenneth Neal Waltz war ein US-amerikanischer Politikwissenschaftler und Begründer des Neorealismus in den Internationalen Beziehungen.
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Gestorben: Monika Medick-Krakau stirbt in Berlin. Monika Medick-Krakau war eine deutsche Politikwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen.
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Gestorben: Fred Halliday stirbt in Barcelona. Simon Frederick Peter Halliday war ein irischer Schriftsteller und Politikwissenschaftler auf dem Feld der Internationalen Beziehungen. Besondere Schwerpunkte seiner akademischen und publizistischen Tätigkeit waren revolutionäre Bewegungen, die Zusammenhänge zwischen Nord-Süd- und Ost-West-Konflikt sowie der Nahe und Mittlere Osten.
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Gestorben: John H. Herz stirbt in Scarsdale, New York. John H. Herz war ein deutsch-amerikanischer Politikwissenschaftler und bedeutender Vordenker des Neo-Realismus in den Internationalen Beziehungen. Bekannt ist Herz vor allem durch seine Theorie des Sicherheitsdilemmas. Zu diesem Zwecke werden zwar auch Machtressourcen angehäuft, allerdings nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel zum Zweck (Zentrales Abgrenzungskriterium des Neo-Realismus zum klassischen Realismus).
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Gestorben: Leo Gross stirbt in Cambridge, Massachusetts. Leo Gross war ein österreichisch-amerikanischer Jurist jüdischer Abstammung. Er wirkte insbesondere im Bereich des Völkerrechts und der internationalen Beziehungen, und fungierte von 1944 bis 1980 als Professor an der Fletcher School of Law and Diplomacy der Tufts University.

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