Interne Revision

Interne Revision (auch Innenrevision; beides oftmals abgekürzt mit „IR“) ist eine vom Tagesgeschäft unabhängige, objektive Prüfungs- und Beratungsaktivität in einer Organisation. Sie unterstützt die Organisation bei der Erreichung ihrer Ziele im Wege eines systematischen und disziplinierten Ansatzes der Bewertung und Verbesserung der Effektivität von Risikomanagement, internem Kontrollumfeld und Unternehmensführung. Ihr Zweck ist die kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse und die Schaffung von Mehrwert für die Organisation.

Die Interne Revision unterstützt die Geschäftsführung (das sind in der Regel Aufsichtsrat, Vorstand oder Verwaltungsrat) in ihrer Kontroll-, Steuerungs- und Lenkungsfunktion im Wege der Durchführung unabhängiger, interner Prüfungsmandate. Sie ist normalerweise direkt der Geschäftsführung der Organisation unterstellt und daher zumeist eine Stabsstelle.

mehr zu "Interne Revision" in der Wikipedia: Interne Revision

Tagesgeschehen

thumbnail
Wuppertal/Deutschland: Im Wuppertaler Landgericht geht der seit Dezember 2006 dauernde so genannte Todespillenprozess zu Ende. Angeklagt ist der 23-jährige Eventmanager und Student Kejdi S., der seit 2004 in 16 Fällen gewerbsmäßig zum Tode führende Medikamente über das Internet an Suizidgefährdete verkauft hat. Zwei Menschen starben, darunter eine junge Polizistin, die übrigen fielen ins Koma, überlebten dank der Hilfe Dritter die an sich tödliche Dosis von Luminal und Truxal, werden aber aufgrund von schwerwiegenden Nekrosen ihr Leben lang an den Folgen leiden. Die Staatsanwaltschaft fordert fünf Jahre aufgrund des gewerbsmäßigen Tatbestandes und der Tatsache, dass sich der Angeklagte unter Vortäuschung falscher Umstände als Gleichgesinnter in einschlägige Chatrooms einloggte, um dort seinem lukurativem Geschäft nachzugehen. Da Selbstmord in der Bundesrepublik im Gegensatz zum Beispiel zu Großbritannien nicht strafbar ist, kann auch die Beihilfe nicht in vergleichbarer Form, sondern nur als schwerer Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz geahndet werden. Die Verteidigung fordert eine mildere Strafe wegen Rezeptfälschung oder Medikamentenmissbrauchs. Kejdi S. wird zu drei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt. In der Urteilsbegründung hebt der vorsitzende Richter die Skrupellosigkeit, große kriminelle Energie und konspirativen Methoden hervor, mit der der Wuppertaler vorgegangen sei. Da die Staatsanwaltschaft zu Anfang von sechs Toten ausgegangen war, hatte sie fünf Jahre Haft gefordert. Die Verteidigung kündigt umgehende Revision beim Bundesgerichtshof an.
thumbnail
Karlsruhe/Deutschland: Das Bundesverfassungsgericht lehnt in einem veröffentlichten Beschluss die Verfassungsbeschwerde des marokkanischen Terroristen Mounir al-Motassadeq ab, mit der seine Anwälte neben der Revision die Strafmaßentscheidung des OLG-Hamburg verhindern wollten.

"Interne Revision" in den Nachrichten