Inuit

Als Inuit (Einzahl: Inuk) bezeichnen sich die indigenen Volksgruppen, die im arktischen Zentral- und Nordostkanada sowie auf Grönland leben. Die Bezeichnung Eskimo wird als Oberbegriff benutzt, der auch die verwandten arktischen Volksgruppen der Kalaallit (Grönländer), Iñupiat (in Nordalaska) und Yupik (beiderseits der Beringstraße) umfasst (jedoch nicht die entfernter verwandten Aleuten). Inuit ist deshalb kein Ersatz für den Terminus Eskimo und ist auch nicht im Wortschatz aller um den Nordpol lebenden Volksgruppen enthalten.

Inuit oder Inuit-Inupiaq wird auch die östliche Sprachgruppe der Eskimosprachen genannt, die von Nordwest-Alaska bis Grönland reicht und die in fünf Dialektgruppen unterteilt wird.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Kenojuak Ashevak stirbt in Cape Dorset. Kenojuak Ashevak war eine der bedeutendsten Inuit-Künstlerinnen Kanadas; ihre von Sammlern gesuchten Werke nehmen einen hervorragenden Platz in namhaften Museen der Welt ein. Entwürfe aus ihrer Hand zieren kanadische Briefmarken und Münzen.
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Gestorben: Jimmy Ekho stirbt in Iqaluit. Jimmy Ekho war ein Inuit-Künstler, der auch als Arctic Elvis aufgetreten ist.
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Gestorben: Osuitok Ipeelee stirbt in Cape Dorset, Kanada. Osuitok Ipeelee war ein kanadischer Inuit-Bildhauer und Druckgrafiker.
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Gestorben: Pitseolak Ashoona stirbt in Cape Dorset. Pitseolak Ashoona und Kenojuak Ashevak gelten als die ersten Inuit-Frauen, die in den späten 1950er Jahren mit rasch wachsendem Erfolg zu zeichnen begannen. Pitseolak hielt auf ihren Bildern unprätentiös und mit bemerkenswerter Authentizität den Alltag in Inuit-Camps fest und hat auf diese Weise wichtige Dokumente der Inuit-Kultur geschaffen.
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Geboren: Eva Aariak wird in Arctic Bay geboren. Eva Aariak ist eine kanadische Inuit-Politikerin und wurde am 14. November 2008 zur Premier des kanadischen Territoriums Nunavut gewählt.

Religion

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Der norwegische Pfarrer Hans Egede bricht mit seiner Familie per Schiff nach Grönland auf, um dort von ihm vermutete Wikinger zu missionieren. Er trifft auf die Inuit und wird zum „Apostel der Grönländer“.

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1985

Gründung:
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Nuuk Posse ist die erste und bekannteste grönländische Hip-Hop-Gruppe. Die Band, deren Mitglieder alle Inuit sind, gründete sich 1985 und nahm 1991 ihren Namen Nuuk Posse an. Die Texte von Nuuk Posse sind in den Sprachen Grönländisch (Sisimiuter Dialekt), Dänisch und Englisch verfasst.

Politik & Weltgeschehen

Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
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Paul Okalik wird zum ersten Premierminister des von den Inuit autonom verwalteten kanadischen Territoriums Nunavut gewählt. (5. März)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1992

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Werk: Die Handlung des Romans Frøken Smillas fornemmelse for sne. (dt.: Fräulein Smillas Gespür für Schnee. Hanser, München 1994, ISBN 3-446-17683-7) ist in Kopenhagen und Grönland angesiedelt. Die Hauptperson Smilla Jaspersen, die als halbe Grönländerin immer wieder zwischen ihrer Inuit-Herkunft und der dänischen Wahlheimat schwankt, ist eine Mathematikerin und Geographin. Sie kommt einem Verbrechen auf die Spur, als der kleine Inuitjunge, der in ihrem Wohnblock in Kopenhagen wohnt, vom Dach fällt und stirbt. Eine Neuauflage als Taschenbuch erfolgte 1996 bei Rowohlt in Reinbek bei Hamburg, ISBN 3-499-13599-X. (Peter Høeg)

1992

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Werk > Nähere Betrachtung: Der leidenschaftliche Map of the Human Heart begleitet einen Inuk von der kanadischen Arktis nach Montreal, der Film führt zurück in die Arktis, dann nach Europa, wo er den Feuersturm von Dresden 1945 zeigt, und endet wieder im ewigen Eis. Lynette Read sieht ihn als autobiographische „Nacherzählung der Liebesgeschichte seiner Eltern, verändert durch die Einbildungskraft, in poetischer statt naturalistischer Art“. Die New York Times hielt damals fest: „Sogar für Wards Verhältnisse ein seltsamer Film.“ (Janet Maslin). Miramax musste den Film für die Videoauswertung an Disney verkaufen.Roger Ebert zeigte den Film neben vielen anderen auf seinem Overlooked Film Festival 2005 am 23. April 2005 an der Universität von Illinois in einem Kino mit 1600 Sitzen. Vincent Ward und Jason Scott Lee wohnten der Aufführung bei. Der Film ist tatsächlich um Bilder herum entworfen.

1974

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Werk: Ishuma (nach Inuit-Texten und Paul Chamberland) für Sopran, Posaune, Violine, Kontrabass, drei Perkussionisten, Ondes Martenot, Hammondorgel und Synthesizer (Micheline Coulombe Saint-Marcoux)

1929

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Traditionelle Lebensweise: Inupiatfamilie aus Noatak, Alaska

Rundfunk, Film & Fernsehen

2001

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Film: Atanarjuat -Die Legende vom schnellen Läufer ist das Filmdebüt des Inuit-Regisseurs Zacharias Kunuk. Es ist der erste kanadische Spielfilm, der von Inuit geschrieben, produziert, inszeniert und gespielt wurde. Der Film erzählt die Inuit-Legende vom schnellen Läufer und wurde auf vielen Filmfestivals prämiert. Die deutsche Ausgabe erschien in Inuktitut mit deutschen Untertiteln.

Stab:
Regie: Zacharias Kunuk
Drehbuch: Paul Apak Angilirq
Produktion: Paul Apak Angilirq
Musik: Chris Crilly
Kamera: Norman Cohn
Schnitt: Norman CohnZacharias Kunuk Marie-Christine Sarda

Besetzung: Natar Ungalaaq, Sylvia Ivalu, Peter-Henry Arnatsiaq, Lucy Tulugarjuk, Madeline Ivalu, Pauloosie Qulitalik, Eugene Ipkarnak, Pakak Innuksuk

Tagesgeschehen

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Nuuk/Grönland. Nach den gestrigen Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag der grönländischen Autonomie innerhalb des Königreichs Dänemark und dem Abschluss eines Abkommens zwischen beiden Ländern zur weiteren Gestaltung der Selbstverwaltung besuchen Kronprinz Frederik von Dänemark und Kronprinzessin Mary das Land auf ihrer Hochzeitsreise. Mary erscheint in traditioneller Inuit-Tracht, wie schon am Tag zuvor Königin Margrete.

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