Iquique

Iquique [iˈkike] ist eine Hafenstadt im Norden von Chile. Die Hauptstadt der Region Tarapacá hat 183.997 Einwohner (Volkszählung 2012, vorläufiges Ergebnis).



Geschichte




Iquique wurde im 16. Jahrhundert gegründet. Ab 1556 wurden große Silber-Verkommen in der Mine von Huantajaya in der Nähe von Iquique ausgebeutet. Huantajaya wurde für die Spanier zur zweitgrößten Silbermine nach Potosí. Nach dem Ende der Kolonialzeit gehörte Iquique zunächst zu Peru.Im Jahr 1835 reiste Charles Darwin nach Iquique und beschrieb es als trostloses, heruntergekommenes Dorf, das selbst Wasser aus der Ferne einführen muss. Die erste Entsalzungsanlage wurde 1845 in Betrieb genommen.Das einst ärmliche Fischerdorf entwickelte sich allmählich zu einer ansehnlichen Stadt und einem bedeutenden Seehafen. Ein Grund dafür war der aufkommende Salpeter- und Guano-Handel (siehe auch Salpeterfahrt).Am 13. August 1868 kam es zu einem schweren Erdbeben, ebenso am 9. Mai 1877.Im Salpeterkrieg fand vor dem Hafen von Iquique am 21. Mai 1879 ein Seegefecht statt, das als Vorentscheidung im Kampf um die Seeherrschaft im Pazifik durch die chilenische Marine gilt. Um die Verstärkung der peruanischen Verteidiger der Hafenstadt auf dem Seewege zu verhindern, wurde der Hafen von zwei älteren chilenischen Kriegsschiffen blockiert. Die beiden peruanischen Panzerschiffe Huáscar und Independencia trafen auf die chilenischen Blockadeschiffe, wobei das peruanische Monitor Huáscar die altersschwache chilenische Korvette Esmeralda mit seinem Rammbug rammte und so versenkte. Der Jahrestag des Gefechts, bei dem der chilenische Kommandant und Nationalheld Arturo Prat zu Tode kam, wird in Chile jeweils pompös gefeiert.Am 23. November 1879 wurde Iquique von chilenischen Truppen besetzt. Nach dem Krieg fiel die ganze Region Tarapacá mit Iquique als Hauptstadt schließlich im Vertrag von Ancón 1883 an Chile.1880 wurde dss römisch-katholische Apostolische Vikariat Tarapacá errichtet, das 1929 zum Bistum Iquique erhoben wurde.1907 protestierten tausende Arbeiter der Salpeterwerke in Iquique gegen katastrophale Arbeitsbedingungen. Die Armee ging gegen sie vor, wobei bis zu tausend Protestierende, darunter zahlreiche Frauen und Kinder, erschossen wurden.1975 erhielt Iquique eine Freihandelszone (ZOFRI), was zum wirtschaftlichen Aufblühen der Stadt führte. Der Aufschwung währte allerdings nicht lange, da Peru ab 1992 ebenfalls diverse Städte mit Freihandelszonen versah....

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Geboren & Gestorben

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Geboren: Adán Vergara wird in Iquique geboren. Adán Jonathan Vergara Villagra ist ein chilenischer Fußballspieler. Seit 2010 spielt der Verteidiger für den chilenischen Klub CD Universidad Católica
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Geboren: Hernán Büchi wird in Iquique geboren. Hernán Alberto Büchi Buc ist ein chilenischer Ökonom und Politiker. In den letzten Jahren der Militärdiktatur unter Augusto Pinochet war er von 1985 bis 1989 chilenischer Finanzminister. Bei den ersten freien Präsidentschaftswahlen 1989 unterlag er als Kandidat der Rechten. Heute arbeitet er als Wirtschaftsberater und Verwaltungsrat mehrerer führender chilenischer Unternehmen.

1938

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Geboren: Óscar Hahn wird in Iquique, Chile geboren. Óscar Hahn, eigentlich Óscar Arturo Hahn Garcés, ist ein chilenischer Literaturwissenschaftler und Schriftsteller.
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Geboren: Luis Gleisner Wobbe wird in Iquique geboren. Luis Gleisner Wobbe ist ein chilenischer Geistlicher und emeritierter Weihbischof in La Serena.

Natur & Umwelt

Katastrophen:
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Beim Erdbeben von Iquique und dem darauf folgenden Tsunami kommen 2541 Menschen ums Leben. Die meisten Opfer gibt es in Chile in der Region von Iquique und im benachbarten Peru. Doch die Auswirkungen sind bis nach Hawaii und Japan zu spüren.

Politik & Weltgeschehen

1879

Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
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Die Seegefechte von Iquique und von Punta Gruesa enden mit einem Sieg der peruanischen Flotte unter Miguel Grau Seminario über Chile unter Arturo Prat, der in der Schlacht fällt. Damit kann Peru die Belagerung von Iquique durch Chile beenden. Doch bleibt Peru nach der Schlacht mit der Huáscar nur noch ein größeres Kriegsschiff, was letztlich zum Sieg Chiles im Salpeterkrieg führt. (21. Mai)

Amerika

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Die Seegefechte von Iquique und von Punta Gruesa enden mit einem Sieg der peruanischen Flotte unter Miguel Grau Seminario über Chile unter Arturo Prat, der in der Schlacht fällt. Damit kann Peru die Belagerung von Iquique durch Chile beenden. Doch bleibt Peru nach der Schlacht mit der Huáscar nur noch ein größeres Kriegsschiff, was letztlich die Voraussetzungen für die Seeherrschaft Chiles im Südpazifik schafft.

Städtepartnerschaften

2003

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ChileIquique (Chile), seit (Zadar)

"Iquique" in den Nachrichten