Irredentismus

Der Begriff des Irredentismus bezeichnete zunächst die italienisch-nationalistische Ideologie, deren Zielsetzung nach der Einigung Italiens 1861 die Angliederung der unter österreichischer Herrschaft verbliebenen italienisch besiedelten Gebiete Trentino und Triest war. Das beanspruchte Gebiet im Ausland wird (die) ‚Irredenta‘ oder italienisch: ‚terra irredenta‘ (das [noch] unbefreite Land, verlorene Land) genannt.

Heute versteht man unter dem Irredentismus die Zusammenführung möglichst aller Vertreter einer bestimmten Ethnie in einen Staat mit festen Territorialgrenzen. Diese Ideologie ist Teil vieler Panbewegungen, wie des Pangermanismus, des Panslawismus oder des Panhellenismus.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Salvatore Segrè Sartorio stirbt in Triest. Baron Salvatore Segrè Sartorio war ein italienischer Politiker. Er war Teil der moderaten irredentistischen Bewegung, die den Anschluss seiner Heimatstadt Triest an das Königreich Italien forderte. Während und nach dem Ersten Weltkrieg unterstützte er Flüchtlinge, die aus den von Österreich-Ungarn unterworfenen italienischen Regionen geflohen waren. Für seinen Einsatz erhielt Segrè zahlreiche Verdienstorden unter anderem vom italienischen König Vittorio Emanuele III. verliehen.
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Gestorben: Enrico Toti stirbt bei Monfalcone. Enrico Toti war ein italienischer Soldat und Irredentist.
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Gestorben: Cesare Battisti stirbt in Trient, damals Österreich-Ungarn. Cesare Battisti war Geograph sowie sozialistischer Abgeordneter zum österreichischen Reichsrat und zum Tiroler Landtag. Als Irredentist trat Battisti mit Kriegsbeginn 1915 aufseiten Italiens in den Krieg gegen Österreich ein. 1916 wurde er von österreichischen Kaiserjägern gefangen genommen und nach kurzem Prozess in Trient wegen Hochverrats hingerichtet.
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Gestorben: Antonio Carlo Napoleone Gallenga stirbt. Antonio Carlo Napoleone Gallenga war ein englisch schreibender italienischer Schriftsteller, Irredentist, Abgeordneter und Publizist.
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Gestorben: Guglielmo Oberdan stirbt in Triest. Guglielmo Oberdan oder Wilhelm Oberdank war Mitglied der irredentistischen Bewegung in Italien. Er wurde nach einem missglückten Attentat auf den österreichischen Kaiser Franz Joseph I hingerichtet und nach seinem Tod zum Märtyrer erhoben.

Europa

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Der italienische IrredentistGuglielmo Oberdan wird von der österreichischen Polizei wegen eines für den Folgetag in Triest geplanten Attentats auf Kaiser Franz Joseph I. festgenommen.

Ereignisse

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Kaiser Franz Joseph I. entgeht bei einem Besuch von Triest einem vom Irredentisten Donato Ragosa verübten Bombenattentat, das dieser gemeinsam mit Guglielmo Oberdan geplant hat. Zwei Zuschauer sterben.

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