Islamische Revolution

Die Islamische Revolution (persischانقلاب اسلامی Enqelāb-e Eslāmi), von säkularen Gruppierungen auch als „Iranische Revolution“ bezeichnet, war eine vielschichtige Bewegung, die 1979 zur Absetzung von Schah Mohammad Reza Pahlavi und zur Beendigung der Monarchie in Iran führte. Sie wird auch Revolution 57 (Enghelāb-e Pandschah o Haft) genannt, nach dem Revolutionsjahr 1357 im iranischen Kalender. Symbolfigur und später Revolutionsführer war der Ajatollah Ruhollah Chomeini, der ab 1979 gegen weitere revolutionäre und säkulare Gruppen sein Staatskonzept von der Regentschaft der Geistlichkeit (Velayat-e faqih) zum Teil mit Gewalt durchsetzte und neues Staatsoberhaupt wurde.

Die ersten von Ruhollah Chomeini angeführten Demonstrationen gegen den Schah fanden im Juni 1963 statt. Mit den von der Freiheitsbewegung(Nehzat-e Azadi) um Mehdi Bāzargān, einem Mitglied des Parteienbündnisses der Nationalen Front, unterstützten Protesten sollte das Reformprogramm der Weißen Revolution von Schah Mohammad Reza Pahlavi, vor allem die Abschaffung des Großgrundbesitzes und die Einführung des Frauenwahlrechts verhindert werden.

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Geboren & Gestorben

1993

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Gestorben: Ahmad Moftizadeh stirbt in Teheran, Iran. Ellameh Ahmad Moftizadeh, auch Ahmed Mofti Zadeh, war ein kurdischer Politiker und Politikwissenschaftler sowie Repräsentant der sunnitisch-kurdischen Minderheit in der iranischen Provinz Kurdistan. Bekannt wurde er durch seine federführende Rolle bei Verhandlungen mit der Regierung nach der Islamischen Revolution, als die kurdische Minderheit auf einen unabhängigeren Status hoffte. Die Verhandlungen scheiterten und die neuen Machthaber in Teheran ließen Moftizadeh und zahlreiche seiner Anhänger verhaften. Er starb kurze Zeit nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis im Jahr 1993, nachdem er schwere Misshandlungen und Folter durchgestanden hatte.
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Gestorben: Ruhollah Chomeini stirbt in Teheran. Ruhollah Musavi Chomeini (auch Khomeini; Persisch ‏روح‌الله موسوی خمینی‎ ) war ein schiitischer Ajatollah, der politische und spirituelle Führer der Islamischen Revolution in Iran (1978–1979) und als Oberster Rechtsgelehrter das iranische Staatsoberhaupt (1979–1989). Mit ihr stürzte er aus dem französischen Exil heraus die Regierung von Mohammad Reza Pahlavi, dem damaligen Schah des Iran. Chomeini gilt als der Gründer der Islamischen Republik in Iran.

1987

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Gestorben: Hussein Fardust stirbt. Hussein Fardust auch Hossein Fardust war ein enger persönlicher Freund und Vertrauter von Schah Mohammad Reza Pahlavi, stellvertretender Direktor des SAVAK und Leiter der Imperial Inspectorate Organisation. Nach der Islamischen Revolution wurde er vom Revolutionsrat beauftragt, die Nachfolgeorganisation des SAVAK, den SAVAMA, später umbenannt in VEVAK, aufzubauen und als dessen erster Direktor zu fungieren.

1986

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Gestorben: Kasem Schariatmadari stirbt. Großajatollah Mohammad Kasem Schariatmadari auch Kazem Shari'atmadari, persisch? ‏محمد‌کاظم شریعتمداری‎), war vor der islamischen Revolution der einflussreichste iranische Großajatollah. Schariatmadari vertrat – wie der Chomeini-Lehrer Husain Borudscherdi – die Meinung, dass Geistliche keine politischen Ämter übernehmen und sich auch nicht unmittelbar politisch betätigen sollten (Quietismus). Er vertrat damit die Linie, die heute von Ali al Sistani, dem höchsten schiitischen Geistlichen im Irak, vertreten wird. Dadurch stand er in eindeutiger Opposition zu Ruhollah Chomeini.
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Gestorben: Mohammad Dschawad Bahonar stirbt in Teheran. Mohammed Dschawad Bahonar war schiitischer Geistlicher mit dem Titel Hodschatoleslam und nach der iranischen Revolution Ministerpräsident des Iran.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1922

Verlegte Werke > Sonstiges:
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Adolf Bartels: Der völkische Gedanke. Ein Wegweiser (Fritz Fink)

Geschichte

1979

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zweite Ölkrise. Nach der islamischen Revolution wurde der Ölpreis von 15,5 US-Dollar auf 24 US-Dollar pro Barrel angehoben; Libyen, Algerien und der Irak verlangten sogar 30 US-Dollar für ihr Öl. (Organisation erdölexportierender Länder)

Episoden > Kapitel 8: Welt im Umbruch

1979

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Die Macht des Ayatollah (100 Jahre – Der Countdown)

Politik & Weltgeschehen

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Politik: Der nach der Islamischen Revolution verhaftete langjährige Ministerpräsident Amir Abbas Hoveyda wird im Iran nach seinem Todesurteil auf dem Weg zur Hinrichtung erschossen.
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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Bei einer Volksabstimmung im Iran im Zuge der Islamischen Revolution entscheidet sich eine überwältigende Mehrheit für die Einführung einer Islamischen Republik. (31. März)

1979

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Beispiele für die Verwendung des Revolutionsbegriffs: Die Islamische Revolution im Iran und die Rückkehr Khomeinis aus dem Exil wird in den Monaten zuvor unter anderem mittels tausender von Audiokassetten mit Reden des schiitischen Religionsführers vorbereitet, die in das Land geschmuggelt werden. Damit konnten die von der staatlichen Zensurbehörde kontrollierten Massenmedien umgangen werden.

Dokumentation

1989

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Inside Story: The Road To Terror. wie die Iranische Revolution zu Terror wurde, mit Parallelen zur Französischen Revolution (Adam Curtis)

Rundfunk, Film & Fernsehen

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Rundfunk: Anlässlich des 30. Jahrestages der Islamischen Revolution im Iran zeigt BBC Two die dreiteilige Dokumentarserie Iran and the West.

2007

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Film: Persepolis ist ein französischer Zeichentrickfilm aus dem Jahr 2007. Basierend auf dem gleichnamigen Comic von Marjane Satrapi erzählt Persepolis die Kindes- und Jugendgeschichte der Regisseurin während und nach der Islamischen Revolution im Iran. Der Film hat mehrere Filmpreise gewonnen, unter anderem den Preis der Jury bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes, bei denen Persepolis uraufgeführt wurde.

Stab:
Regie: Vincent Paronnaud , Marjane Satrapi
Drehbuch: Vincent Paronnaud, Marjane Satrapi
Produktion: Tara Grace, Marc Jousset, Kathleen Kennedy, Xavier Rigault, Marc-Antoine Robert
Musik: Olivier Bernet
Schnitt: Stéphane Roche

1979

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Rundfunk: Juli -Der Rundfunk des Iran stellt nach der Islamischen Revolution die Ausstrahlung von Popmusik aus religiösen Gründen ein.

Tagesgeschehen

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Teheran/Iran: Zum 31. Jahrestag der „Islamischen Revolution“ erklärt Präsident Mahmud Ahmadinedschad das Land zum „Atomstaat“ und dass das Land bereits in der Lage sei, Kernwaffen zu bauen. Gleichzeitig kommt es in der Hauptstadt zu heftigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften.
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Teheran/Iran: Präsident Mahmud Ahmadinedschad zeigt bei den Feierlichkeiten zur Islamischen Revolution Gesprächsbereitschaft mit den Vereinigten Staaten, sofern die Gespräche „auf Augenhöhe und mit gegenseitigem Respekt“ stattfinden. Zuvor hatte der neue US-Präsident Barack Obama den Iran zu Verhandlungen aufgefordert.
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Bagdad / Irak: Erstmals seit 27 Jahren, seit der Islamischen Revolution, haben sich in Bagdad Vertreter der USA und des Iran zu offiziellen bilateralen Gesprächen getroffen. Gegenstand der Unterhandlungen zwischen den Botschaftern Ryan Crocker und Hassan Kasemi war die Sicherheitslage im Irak.

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